Archiv der Kategorie: mineralisch

Versteinerter Wald

Sardinien - Versteinerter Wald

Foresta Pietrificata – Nordsardinien

Der „Wald“ besteht auf ein paar Baumstammteilen, die vor Jahrmillionen durch vulkanische Eruptionen entwurzelt wurden, in einem See versanken und dort das Holz zu Siliciumdioxid umgewandelt wurde. Nur wenn man sehr genau hinsieht, kann man die Holzstrukturen erkennen. Von weitem sieht es eher aus, wie Betonröhren auf einer verwilderten Baustelle.

Arbatax

Arbatax
Rocce Rosse

Die berühmten roten Porphyrklippen an Hafen von Arbatax am Capo Bellavista (Sardinien).
Der mit dunklem Diorit durchsetzte Stein verändert je nach Einfall der Sonnenstrahlen seine Rottöne.

Porphyr (griech. für purpurfarben) ist ein Sammelbegriff für verschiedene vulkanische Gesteine, die große, gut ausgebildete Kristalle in einer feinkörnigen Grundmasse besitzen. Sie haben für gewöhnlich eine saure (quarzreiche) bis intermediäre Zusammensetzung und bestehen meist aus Feldspäten.

Diorit ist ein Tiefengestein („Plutonit“) von dunkler bis schwarzer, seltener auch mittel- bis hellgrauer Färbung. Diorite sind nie farbig.

Steineflitschen

Steineflitschen

Bewegungsablauf beim Steinehüpfen. Im Detail der Aufprall des Steins auf die Wasseroberfläche. Er erzeugt eine Bugwelle, die, falls seine Geschwindigkeit höher ist als die der Welle, wie eine Sprungschanze wirkt.
Bei jedem Aufprall wird ein Teil der Bewegungsenergie des Steins in Reibungswärme und Wasserwellen umgewandelt. Unterschreitet die Geschwindigkeit des Steins schließlich die der entstehenden Wellen oder ist seine Rotation nicht mehr schnell genug, um die Flugbahn zu stabilisieren, versinkt er im Wasser.

Das Steinehüpfen, umgangssprachlich auch Ditschen, Steinschnellen, Pfitscheln, Steinefletschen, Flippen, Klippen oder Platteln genannt, ist ein Zeitvertreib, der schon im alten Griechenland betrieben und von Homer beschrieben wurde.
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Su Marmuri

Grotta Su Marmuri

La Grotta di Su Marmuri – Ulassai – Ostsardinien

Etwa ein Kilometer dieser Tropfsteinhöhle sind begehbar. Die Führung war recht seltsam – oder vielmehr die Führerin. Sie hat in englisch und französisch vom Schmierblatt abgelesen und es war kaum zu unterscheiden, welche Sprache denn gerade dran war. Es gab Beleuchtungen, die immer erst angeschaltet werden mussten und die Energiesparlampen haben dann immer einige Zeit gebraucht, bis man genug gesehen hat. Die Grotte ist im Winter nicht zugänglich, da stehen große Teile unter Wasser. Es gibt ein paar große Säle mit ganz unterschiedlichen bizarren Formationen. Es herrscht eine konstante Temperatur von ca. 10°C, also im Sommer ein begehrtes Ausflugsziel.