Tropfstein

Tropfsteinanimation

Tropfsteine sind generell Steine, die als Sinter durch tropfendes Wasser entstehen.

Dabei wird in der Umgangssprache weder der Ort, an dem sie entstehen (Höhle, Bergwerk, Gebäude, usw.), noch die chemische Zusammensetzung unterschieden. In den letzten Jahren hat sich jedoch zunehmend die Einschränkung auf Kalkablagerungen und die Entstehung in Höhlen durchgesetzt. Kohlensäurehaltiges, fließendes und insbesondere tropfendes Wasser mit in der Regel sehr geringem Wasserfluss ist dabei Ursache der langsamen Ablagerung von Calcit. Kohlendioxid-Gas entweicht und dabei fällt Kalzit (Kalziumkarbonat) aus. Tropfsteine sind daher mit dem Travertin verwandt.

In jüngster Zeit findet zunehmend der Begriff Speläothem Verwendung, der von dem englischen speleothem abgeleitet ist. Er bezeichnet jedoch alle Arten von sekundären Ablagerungen in Höhlen (speläologische (höhlenkundliche) Sedimentation), und umfasst damit neben Tropfsteinen auch andere Formen.

Je nach Anordnung des Tropfsteins spricht man von Stalaktit, Stalagmit oder Stalagnat, wobei der letzte Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch weniger verwendet wird, da die durchgehende Säulenform verhältnismäßig selten vorkommt.

Eselsbrücken:
Im Deutschen lässt sich der Unterschied zwischen den beiden erstgenannten Tropfstein-Formen dadurch merken, dass das k der obenhängenden Stalaktiten Oberlänge hat – nach oben weist, wo der Tropfstein hängt, das g der untenstehenden Stalagmiten Unterlänge hat – nach unten weist, wo der Tropfstein steht.
Ein weiterer Merkspruch ist: „Stalagmiten haben schon viel mitgemacht, daher müde und deswegen am Boden sind, während Stalaktiten tropfen und an der Decke hängen.“
Vor allem für Kinder: „Die Stalaktiten kommen von der «T»ecke, und die Stalagmiten wachsen mit dir mit“.
Eine bekannte Eselsbrücke für Erwachsene ist: „Die Mi(e)ten steigen und die Tit(t)en hängen“.
Unter Beachtung der Form der Großbuchstaben «M» und «T» kann auch „StalagMiten“ und „StalakTiten“ gute Eselsbrücken sein. Allein schon die Form des T reicht als Erinnerung, dass die StalakTiten von der Decke herunterhängen.
Im Englischen hilft der folgende Spruch: „Stalagmites grow from the ground, stalactites come from the ceiling“, im Französischen „La Stalagmite monte, la stalactite tombe“ (monter „steigen“ und tomber „fallen“).

  • Quelle und weitere Infos: Wikipedia
  • 7 Gedanken zu „Tropfstein

    1. Eveline

      Das Steinreich bildet wieder ungemein – vielleicht kann ich es mir mit den Eselsbrücken auch endlich mal merken 😉

      Schön’s Dägle!
      Huggels, Eveline

      Antworten
    2. Quizzy

      Mit den Stalagmiten kenn ich mich jetzt aus, aber warum die Stalagtiten hängen sollen, versteh ich ja überhaupt’s ned … 😉
      Dankschön für den Lacher am Morgen … das gifferl ist sehr fein, hast das selbst gebastelt?
      Liebe Grüße
      Quizzy

      Antworten
    3. Kerstin

      Lach – nicht alle Titen hängen *gg*
      Ich denke mal ich werde die erste Variante anwenden, ich kanns mir nämlich auch nie merken!!
      Herzliche Grüße
      KErstin

      Antworten
    4. Elke

      *lol*, diese Eselbrücken kannte ich noch nicht, wobei das im Zeitalter der Silikonbusen gar nicht mehr so einfach zu erklären ist. In Plitvice kann man vor dem Eingang zum Nationalpark sehr viel Interessantes über Travertin und Tropfsteine lesen.
      LG – Elke

      Antworten
    5. Ocean

      Huhu liebe Helga 🙂

      *gggg* muss zugeben – die Eselsbrücke für Erwachsene kenne ich 😉 Aber das Argument mit dem Silikonbusen ist nicht von der Hand zu weisen 😉

      Ich wünsch dir ein wunderschönes Wochenende mit viel Entspannung und Glücksmomenten 🙂

      liebe Grüße schickt dir
      Ocean

      Antworten

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.