Archiv der Kategorie: sardisch

San Pietro di Simbranos

Darf ich vorstellen: ZebraPisanerkircherl in Nordsardinien

San Pietro di Simbranos

Diese pisanische Landkirche steht allein auf weiter Flur, daneben ein Häuschen mit Garten, leider alles verriegelt und verrammelt; daneben ein Baum und mit Steinbänken und einem (trockenen) Wasserhahn als Picknickplatz hergerichtet. Idylle pur, die Vögel zwitschern, der Wind pfeift ums gestreifte Eck, kein Mensch weit und breit…

Für Kunstliebhaber:
Die Kirche wurde im 11. Jh. erbaut, das heutige Aussehen geht auf Benidiktinermönche des 13. Jh. vom Monte Cassino zurück. Die Zebrastreifen sind aus braunem Trachyt und weißem Kalk, unterteilt mit Blendbögen und Halbsäulen. Über der Tür sind Schutzheilige abgebildet. Die oberen Bögen sind im Gegensatz zum unteren Abschnitt gotisch; der erste Stock wurde später aufgesetzt. Das Innere, das uns verwehrt blieb, ist wie in Pisanerkirchen üblich schmucklos, es gibt zwei Reihen kleiner Fensteröffnungen, die Apsis ist schwarz-weiß gestreift. Im übrigen ist nur die Vorderfront so auffallend gestaltet.

Necropoli di Li Muri

Necropoli li Muri

Die neolithische Begräbnisstadt Li Muri aus der Jungsteinzeit

Die Grabanlage, die schätzungsweise aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. stammt, ist einzigartig auf Sardinien – ähnliche Bauten befinden sich auf Korsika und den französichen und spanischen Pyrenäen.
Der Gräberkomplex von Li Muri besteht aus vier Kreisgräbern. Im Zentrum jedes Kreises steht eine quadratische Steinkiste, die ursprünglich mit einer Steinplatte überdeckt war. Ringsum kleine senkrechte Steinplatten, im Boden aufgestellt und in konzentrischen Reihen angeordnet, dienten dazu, den Tumulus aus Erde und Steinen zu halten. Weiterlesen

Capo d’Orso

Bärenkap
Am Bärenkap bei Palau.

Gleich in den ersten Stunden auf Sardinien durften wir Höhepunkte erleben und wir durften sie ganz alleine geniessen.
Es gibt bizarre Formationen dieser erodierten Granitsteine und die namengebende Figur, den Bären, hätten wir aus der richtigen Perspektive nur fotografieren können, wenn wir mit Seil und Haken bewaffnet gewesen wären. Der Wind hat ganz schön gepfiffen und in meinem Hinterkopf war der Todespfad, den ich einen Tag vor unserer Abreise bei Eveline gegangen war 😉
Ich habe mich dann damit be- und vergnügt, Euch heute Teile des Bären als Schwein zu präsentieren:

Bärenkap