Archiv der Kategorie: pflanzlich

Duckstein (Bier)

Wohl bekomm’s, liebe Kerstin – herzlichen Dank für den ersten trinkbaren Stein!

Duckstein ist eine Biermarke, bei der es sich um ein obergäriges Bier von rötlicher Farbe handelt. Es wurde bereits im Mittelalter von zahlreichen Hausbrauereien in Königslutter am Elm gebraut. Dazu wurde das stark kalkhaltige Wasser der Lutter verwendet, die nahe dem Ort (einer Quelle am Rand des Höhenzugs Elm) entspringt. Heute ist das Bier eine Premium-Marke der Holsten-Brauerei. Vom Biertyp her ist es am ehesten in die Kategorie Altbier einzuordnen. Daneben gibt es unter dem Namen inzwischen auch ein Weizenbier.

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Johannisbeere

Rote Johannisbeere – Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)

Die Rote Johannisbeere (österr. Ribisel; Ribes rubrum) ist ein Beerenobst. Die Sträucher tragen ab Mitte Juni Trauben von roten Beeren. Der Name Johannisbeere leitet sich vom Johannistag (24. Juni) ab, da dann die Früchte reif sind. Der Name Ribisel leitet sich hingegen von der lateinischen Gattungsbezeichnung ab.

Die gelbe Johannisbeere (auch Champagner-Johannisbeere genannt) ist ebenso wie die weiße und die rosa Johannisbeere eine Zuchtform der roten Johannisbeere.

Rote Johannisbeeren werden vor allem (allein oder zusammen mit anderen Früchten) zu Gelee und Marmelade verarbeitet. Außerdem werden Torten mit roten Johannisbeeren belegt. Sie sind eine Hauptzutat der roten Grütze. Weiterhin werden rote Johannisbeeren gerne auch zur Herstellung eines Aufgesetzten verwendet.

Himbeere

Die Himbeere gehört zu den Sammelsteinfrüchten.

Die Himbeere (Rubus idaeus) ist eine Pflanzenart der Gattung Rubus aus der Untergattung Idaeobatus.

Die Himbeere ist bereits seit dem Altertum als Heilpflanze bekannt. Der Legende nach war sie ursprünglich nur am Berg Ida auf Kreta (vlg. Namensherkunft) zu finden. Im Mittelalter wurde sie vor allem in Klöstern kultiviert und selektiert. Dadurch verbreitete sie sich über die ganze Nordhalbkugel. Bereits im Jahre 1601 hat Clusius zwischen roten und gelben Arten unterschieden.

  • Dies und mehr dazu bei Wikipedia

Himbeerlikör
Für 1 Liter Likor
200 g Zucker werden in 1/4 Liter Wasser gekocht und dem abgekühlten Sirup 1/4 Liter Weingeist (95%) und 1/2 Liter Himbeersaft zugesetzt.

Himbeersaft
1 Liter reine Himbeeren werden mit einem Löffel zerdrückt, dann 1/4 Liter guter Weinessig darüber gegeben und über Nacht in einem irdenen Gefäß -gut zugedeckt – an einen kühlen Ort gestellt. Am anderen Tag wird der Saft durch ein Tuch gedrückt und pro Liter Saft 1/2 Kilogramm Zucker zugegeben und eine Viertelstunde lang unter fleißigem Abschäumen der Unreinigkeiten gekocht. Nach dem Erkalten in gut verkorkte Flaschen füllen und an einem kühlen Orte liegend aufbewahren.

  • Quelle: Blatt Nr. 4 – Heimische Kräuter und Pilze – eine reizende Bildersammlung, gewidmet von der Imperial Feigenkaffee Fabrik, Zweigniederlassung München

Gravensteiner

Das Kind mit dem Gravensteiner

Ein kleines Mädchen von sechs, sieben Jahren,
Mit Kornblumenaugen und strohgelben Haaren,
Kommt mit einem Apfel gesprungen,
Hat ihn wie einen Ball geschwungen,
Von einer Hand ihn in die andre geflitzt,
Dass er blendend im grellen Sonnenlicht blitzt.

Sie sieht im Hofe hoch aufgetürmt
Einen Holzstoß, und ist gleich hingestürmt.
Und wie ein Kätzchen, katzenleicht,
Hat sie schnell die Spitze erreicht,
Und hockt nun dort, und will mit Begehren
Den glänzenden, goldgelben Apfel verzehren.

Da, holterdipolter! pardauz! pardau!
Bricht zusammen der künstliche Bau.
Wie bei Bergrutsch und Felsenbeben
Haben Bretter und Scheite nachgegeben;
Wie alle Neun im Kegelspiel,
So alles übereinander fiel.

Die Leute im Hofe haben’s gehört
Und laufen hin entsetzt und verstört;
Die Mutter liegt ohnmächtig, Gott erbarm,
Einem raschen Nachbarn im hilfreichen Arm.
Nun geht’s ans Räumen der Trümmer von oben,
Vorsichtig wird Stück für Stück gehoben,

Vorsichtig geht’s weiter in dumpfem Schweigen,
Der Atem stockt: Was wird sich zeigen?
Da – sitzt in einer gewölbten Halle
Das lächelnde Kind wie die Maus in der Falle,
Hat schon vergessen den Purzelschrecken,
Und beißt in den Apfel und lässt sich’s schmecken.

  • Detlev von Liliencron (1844 – 1909) 

Pichelsteiner

Zutaten (für 6-8 Personen):
je 200 g Lamm-, Rind- und Schweinefleisch
100 g geräuchertes Wammerl
600 g Kartoffeln
400 g gelbe Rüben
200 g Sellerieknolle
1 Kopf Weisskraut (ca. 1 kg)
2 Stangen Lauch
1 große Zwiebel
Schweineschmalz
Fleischbrühe
Salz, Pfeffer, Petersilie, Liebstöckel

Zubereitung:
Fleisch und Wammerl in mundgerechte Stücke schneiden, in heißem Schweineschmalz kurz anbraten, mit Fleischbrühe aufgießen und bei geringer Hitze 40-50 Minuten garen.
Kartoffeln, gelbe Rüben, Sellerie und Zwiebel schälen und in grobe Würfel schneiden.
Weißkraut und Lauch putzen, waschen und in nicht zu feine Streifen schneiden.
Das Gemüse 10 Minuten vor Ende der Garzeit zum Fleisch geben und mitgaren.
Das Gericht mit Salz und Pfeffer würzen und die Kräuter unterheben.

Guten Appetit!

Namensherkunft:
Im Jahr 1847 hat die ursprünglich aus Grattersdorf stammende Wirtin Auguste Winkler das Gericht ersonnen, um es leicht auf den in der Nähe befindlichen Büchelstein befördern zu können. Im Bayerischen Wald wurde zu jener Zeit das ü als i ausgesprochen, und so wurde daraus das Wort Pichelsteiner. In Regen wird diesem Gericht zu Ehren seit 1874 das Pichelsteinerfest gefeiert.

  • Alle Angaben ohne Gewähr
  • Quelle (Namensherkunft): Wikipedia