Archiv der Kategorie: mineralisch

Steinernes Wegkreuz

Dieses Steinerne Wegkreuz steht am Fussweg/Radweg (alte Straße) zwischen Garmisch und Griesen am linken Loisachufer. Es ist wahrscheinlich ein Sühnekreuz für ein Gewaltverbrechen (sog. Mordsteinkreuz) aus dem 15./16. Jahrhundert. Es besteht aus Kalktuff und hat die Form eines Malteserkreuzes. Steinkreuze diesen Typs sind in anderen Gegenden (z.B. Allgäu, Salzburger Land) häufiger anzutreffen, bei uns eher selten. Das Kreuz zeigt teilweise starke alters- und materialbedingte Abwitterungsschäden. Um den weiteren Zerfall dieses wertvollen Kulturdenkmals möglichst nachhaltig zu verzögern, wurde das Steinkreuz 2004 freigestellt und konserviert.

Tuffstein – Travertin

Im Freilichtmuseum Glentleiten konnte man das lesen:

Im westlichen Teil des oberbayerischen Alpenvorlandes, insbesondere im Südwesten von Ammer- und Starnberger See, gibt es eine Vielzahl von Tuffsteinvorkommen, so unter anderem in Polling, Paterzell und Huglfing. Die Tuffgesteine weisen sehr unterschiedliche Struktur und Festigkeit auf. Sie liegen meist in wenigen Meter starken Schichten nahe der Oberfläche. Voraussetzung für die Bildung von Kalktuff, wie er beispielsweise in Huglfing vorkommt, ist ein schnell fließendes, kalkhaltiges Gewässer, in dem Wasserpflanzen wachsen. Bedingt durch den Stoffwechsel der Pflanzen wird Kalk aus dem Wasser ausgefällt und setzt sich als Feststoff ab. Die Tuffe von Huglfing, die in den dortigen Steinbrüchen bis in die 1960er Jahre ausgebeutet wurden, entstanden auf diese Weise als Bachtuffe des Hungerbachs.

Bei der Gewinnung von Tuffstein wurden direkt im Steinbruch quaderförmige Blöcke aus dem umgebenden Gestein herausgearbeitet. Vor dem eigentlichen Abbau musste die den Tuffstein überdeckende Erdschicht entfernt werden. Anschließend wurden zum Abtrennen der Blöcke aus der ein bis zwei Meter starken Tuffschicht Rinnen geschlagen, die bis zum Grund der Schicht reichten. War der Block auf allen vier Seiten freigelegt, wurde er durch Einschlagen von Keilen vom Untergrund abgetrennt. Mit Hilfe von Winden, Flaschenzügen und untergelegten Rundhölzern wurde der Steinblock verladen und per Ochsengespann oder Schlepper aus dem Steinbruch gebracht. Seit den 1950er Jahren wurde das mühselige Rinnenschlagen teilweise durch eine Bohrtechnik abgelöst.

Lochstein

Es gibt nicht nur Steine, die tatsächlich so heissen, sondern auch eine Webseite, die diesen Namen trägt.

  
Hier geht’s um Lochsteine und Durchkriechbräuche: https://www.lochstein.de/lochstei.htm

Schaut doch mal rein bei Franz Lindenmayr / Mensch und Höhle. Ich habe schon viele Stunden dort verbracht, weil ich mich immer wieder wo festgelesen hatte. Fasziniert haben mich vor allem die Durchschlupfbräuche (nicht -bäuche ! irgendwie ein Zungenbrecher). Was es nicht alles gibt auf dieser Welt!

Mühlstein

klipp klapp klipp klapp !
Bei Tag und bei Nacht ist der Müller stets wach,
klipp klapp klipp klapp !
Er mahlt uns das Korn zu dem kräftigen Brot,
und haben wir dieses, so hat’s keine Not
klipp klapp klipp klapp klipp klapp !

Flink laufen die Räder und drehen den Stein,
klipp klapp klipp klapp !
Und mahlen den Weizen zu Mehl uns so fein,
klipp klapp klipp klapp !
Der Bäcker dann Zwieback und Kuchen draus bäckt,
der immer den Kindern besonders gut schmeckt,
klipp klapp klipp klapp klipp klapp !

Wenn reichliche Körner das Ackerfeld trägt,
klipp klapp klipp klapp !
Die Mühle dann flink ihre Räder bewegt,
klipp klapp klipp klapp !
Und schenkt uns der Himmel nur immerdar Brot,
so sind wir geborgen und leiden nicht Not,
klipp klapp klipp klapp klipp klapp !

Volkstümliches Lied Anfang 19. Jhd.
Text: Ernst Anschütz (1824)

Hinkelstein – Menhir – Monolith


Der Begriff „Hinkelstein“ wurde populär durch die Comicbücher um Asterix, den Gallier, dem Helden einer gleichnamigen französischen Serie von Comicbüchern und Filmen der Autoren René Goscinny und Albert Uderzo. Sein Freund Obelix ist Produzent und Lieferant von Hinkelsteinen.

Menhir ist eine ursprünglich bretonische Bezeichnung für einen hochkant aufgerichteten „mehr oder minder großen Stein“ oder Monolithen. Sie bedeutet „Langer Stein“ (maen = Stein, hir = lang) und fand bereits Ende des 18. Jh. als wissenschaftlicher Begriff Eingang in die archäologische Fachliteratur Frankreichs. Bald wurde die Bezeichnung in Europa übernommen. Weiterlesen