Archiv der Kategorie: mineralisch

Grenzsteine

Grenzsteine im Harz

Die Fotos dieser Grenzsteine sind von Herrn Wilhelm Rögener (Bergbauingenieur) aufgenommen, der auf der Webseite der Samtgemeinde Bad Grund sehr viel Informationen zur langen und erfolgreichen Bergbauzeit in der ältesten der sieben Oberharzer Bergstädte zusammengetragen hat.

Hier könnt Ihr viel erfahren:
Bergbautradition in Bad Grund

  • Quelle Bilder: Wilhelm Rögener, Bad Grund
  • Unspunnenstein

    Unspunnenstein

    Der Unspunnenstein ist ein 83.5 kg schwerer Stein, der seit 1905 am traditionellen Unspunnenfest in Interlaken bei Wettkämpfen verwendet wird. Dabei muss der Wettkämpfer Anlauf nehmen und versuchen, ihn über eine möglichst lange Distanz zu werfen.

    Bekannt wurde der Stein auch deshalb, weil er 1984 von jurassischen Separatisten (Béliers) aus dem Museum der Jungfrauregion gestohlen wurde. Am 12. August 2001 wurde der Stein aber am Marché-Concours in Saignelégier wieder zurückgegeben, wo er von Shawne Borer Fielding, der offiziellen Botschafterin der Landesausstellung Expo.02, in Empfang genommen wurde. Allerdings war der Stein mit Europasternen „verziert“ worden, weshalb weiterhin mit einem Replikat geworfen wird. Weiterlesen

    Hexenstein II

    Hexenstein
    Luposine ist die Fachfrau für Hexenangelegenheiten; dies ist jedenfalls schon der zweite Hexenstein aus ihrer Hexenküche Wurfhand.
    Wär nicht schlecht, wenn sie auch die Fachfrau für Schneefragen wäre…
    Herzlichen steinreichen Dank 😉 !

    Der Hexenstein liegt in der Nähe von Meran, bei Kastelruth Richtung Seiser Alm, am Weg zur Tuff-Alm (ihres Zeichens gekörte „schönste Alm Südtirols“) bei Völs am Schlern.

    Der Hexenstein am Völser Weiher
    Unweit des romantischen Völser Weihers, der am Fuße der mächtigen Schlernwand, in Wälder eingebettet, liegt, steht der Hexenstein, ein riesiger, moosbewachsener Felsblock, der wohl vor Jahrtausenden vom Schlern herabgestürzt ist.
    Auf diesem Stein halten die Hexen der Gegend ihre Zusammenkünfte, daher ist es am Hexensein und in seiner nächsten Umgebung, zu der auch ein wiesenähnlicher Plan gehört, nicht geheuer.
    Einst wirkte zu Völs am Schlern ein Pfarrer, der in seinem heiligen Eifer stets im Kampf mit dem Hexenvolk stand und durch rechtzeitiges Wetterläuten und Gebet gar manches Hochgewitter, das die Völser Hexen brauten, von seinem Dorfe abwendete. Eines Sommerabends spazierte der Pfarrer gegen den Weiher und legte sich in der Nähe des Hexensteines ins weiche Moos, um ein Stündchen auszuruhen. Als der Priester erwachte, war es schon stockdunkle Nacht; vom Völser Turm herauf schlug es zwölf Uhr. Da nahte betäubender Lärm; das Hexenvolk kam herangeritten und führte neben dem Stein seine wilden Tänze auf. Plötzlich gewahrte eines der Weiber den Pfarrer; im Nu fielen die Hexen über ihren Feind her und mißhandelten ihn so, daß er bald kein Lebenszeichen mehr gab.
    Am nächsten Morgen wurde der Völser Pfarrer als verstümmelte und zerkratzte Leiche neben dem Hexenstein gefunden – er war ein Opfer der Hexenrache geworden.

    Gollenstein

    Gollenstein

    Ist das nicht ein traumhaftes Foto?!
    Leider nicht von mir, sondern – wie auch der Text- von Hans-Georg, der eine sagenhaft umfangreiche Steinsammlung sein eigen nennt.
    Herzlichen Dank für die „Leihgaben“ 🙂

    Nordwestlich der Stadt Blieskastel im Saarland.
    Majestätisch präsentiert sich dieser 6,60 Meter hohe Menhir, der 1939 von der Deutschen Wehrmacht umgestürzt wurde, damit er der französischen Artillerie nicht als Richtpunkt dienen konnte. Dabei zerbrach er in vier Teile. Zwölf Jahre später wurde er von der Blieskasteler Bevölkerung wieder aufgerichtet.
    Vermutlich schon im Mittelalter schlugen Christen eine Nische für ein Marienbild in den Stein, wohl um das heidnische Monument zu christianisieren. Der Name „Gollenstein“ wird von dem lateinischen Wort „colus“ d.h. Spinnrocken, abgeleitet; „Rocken“ ist der Stab, der beim Handspinnen verwendet wurde. Der Stein diente unseren Vorfahren zu Kultzwecken, die uns nicht bekannt sind. Er mag einst als Trägersäule zwischen Erde und Himmel angesehen worden sein oder er war später ein Gerichts- oder Thingstein. Einige Meter vom Gollenstein erhebt sich ein Hügel, vermutlich die Reste einer Motte (Hügelfestung).

  • Quelle Bild und Text: Hans Georg Stump
  • Edelserpentin

    Edelserpentin
    Dünn geschliffenes Blatt aus Edelserpentin

    Was den malerisch gelegenen Ort Bernstein so berühmt macht, ist der grün schimmernde Halbedelstein namens Edelserpentin. Im Aussehen ähnlich, jedoch nicht verwandt mit der chinesischen Jade, hat der Edelserpentin hier die weltweit einzige Fundstelle. Unzählige Grün- Nuancen machen den Edelserpentin zu einem beliebten Ausgangsmaterial für Schmuck- Zier- und Gebrauchsgegenstände, sowie erlesene Kunstwerke.

    Der Name „Serpentin“ kommt aus dem Lateinischen: serpens = die Schlange. Der Edelserpentin ist im „gemeinen Serpentin“ (Magnesiumsilikat vulkanischen Ursprungs) in Adern eingeschlossen. Es müssen derzeit schon mehr als 2000 m³ taubes Gestein abgebaut werden, um 1 m³ des edlen, lichtdurchlässigen Serpentins zu gewinnen. Bekannte Mineralogen bezeichnen das Vorkommen des Edelserpentins im Südburgenland als geologisches Wunder.

    Das edle Material wird im Steinbruch von uns sorgfältig ausgesucht und händisch geborgen. In unserer Kunstwerkstätte entstehen mit viel handwerklichem Geschick durch Schneiden, Meißeln, Drechseln und Schleifen eine Vielfalt von Geschenkartikeln, Schmuck und Kunstwerken.

    In der Steinheilkunde spricht man dem Edelserpentin eine beruhigende und harmonisierende Wirkung zu, die auch zu Ihrem Wohlbefinden beitragen kann. Er schützt das Herz vor Erkrankungen, welche mit der Mineralienversorgung des Herzgewebes verbunden sind, hierunter fallen z. B. Herzrhythmusstörungen und Herzflimmern.

  • Quelle: Bernsteiner Felsenmuseum – Schaubergwerk
  • Herzlichen Dank der Familie Potsch für die leihweise Überlassung von Bild und Text 🙂
  • Ein lieber Gruß nach Österreich zu Elisabeth, die mir diesen Stein zugeworfen hat. Danke! 8)