Unspunnenstein

Unspunnenstein

Der Unspunnenstein ist ein 83.5 kg schwerer Stein, der seit 1905 am traditionellen Unspunnenfest in Interlaken bei Wettkämpfen verwendet wird. Dabei muss der Wettkämpfer Anlauf nehmen und versuchen, ihn über eine möglichst lange Distanz zu werfen.

Bekannt wurde der Stein auch deshalb, weil er 1984 von jurassischen Separatisten (Béliers) aus dem Museum der Jungfrauregion gestohlen wurde. Am 12. August 2001 wurde der Stein aber am Marché-Concours in Saignelégier wieder zurückgegeben, wo er von Shawne Borer Fielding, der offiziellen Botschafterin der Landesausstellung Expo.02, in Empfang genommen wurde. Allerdings war der Stein mit Europasternen „verziert“ worden, weshalb weiterhin mit einem Replikat geworfen wird.

Im August 2004 stellte Markus Maire aus Plaffeien einen neuen Rekord auf; er stiess den Stein 4,11 Meter weit und verbesserte die alte Bestmarke um 14 Zentimeter.

Am 20. August 2005, kurz nach 10 Uhr haben Unbekannte in Interlaken den Unspunnenstein gestohlen. Er war im Hotel Victoria-Jungfrau ausgestellt. Am Tatort blieb ein Pflasterstein mit einem aufgemalten Jura-Wappen zurück.

  • 1805 Auf der Unspunnenmatte findet ein Alphirtenfest statt. Es wird ein Stein mit einem Gewicht von 184 Pfund gestossen; dieser Stein ist heute nicht mehr auffindbar.
  • 1808 Am zweiten Fest wird dann ein neuer Stein mit 167 Pfund gestossen. Er wird dann anscheinend von einer Familie aufbewahrt und weitervererbt.
  • 1905 Am 18. April übergibt Adolf Pfahrer aus Interlaken den Stein dem Turnverein Interlaken. Es handelt sich um den Stein von 1808. Seit diesem Tag ist der Turnverein der Eigentümer.
  • 1905 Das dritte Alphirtenfest findet fast ein Jahrhundert später statt. Beim Steinstossen wird der Original-Stein von 1808 verwendet.
  • 1946 Das vierte Fest mit dem Unspunnenstein von 1808.
  • 1947 Der Eidgenössische Schwingerverband sieht sich als Eigentümer des Unspunnensteins. Der Turnverein Interlaken ist aber wegen der Schenkungsurkunde von 1905 rechtmässiger Eigentümer.
  • 1955 Das fünfte Fest mit dem Unspunnenstein von 1808.
  • 1981 Der Original-Stein wird letztmals an einem Unspunnenfest gestossen.
  • 1984 Am 3. Juni wurde der Stein von jurassischen Béliers aus dem Touristikmuseum Interlaken in Unterseen gestohlen.
  • 1984/85 Willy Zimmermann vom Turnverein Interlaken nimmt erstmals schriftlich Kontakt mit den jurassischen Béliers auf.
  • 1985 Im Grimselgebiet wird ein Replikat gefunden. Der Stein wird bearbeitet und erhält die ursprüngliche Form und das Gewicht von 83,5 Kilogramm.
  • 1986 Am Eidgenössischen Schwing- und Alphirtenfest in Sion kommt erstmals das Replikat des Unspunnensteins zum Einsatz.
  • 1989 Seit 1989 wird das Replikat in der Schalterhalle der UBS in Interlaken ausgestellt.
  • 1993 Ein erstes Foto des echten Unspunnensteins taucht auf.
  • 1999 Willy Zimmermann versucht erneut, schriftlich und telefonisch Kontakt mit den Béliers aufzunehmen.
  • 2000 Ein Komitee zur «Wiederbeschaffung des Unspunnensteins» wird gegründet.
  • 2001 Am 11. August wird der Stein in Saignelégier an Shawne Fielding-Borer als «Bonbon» verpackt übergeben.
  • 2005 Am 20. August entwenden Unbekannte den Stein zum zweiten Mal und lassen einen Pflasterstein mit Jurawappen zurück.
  • Quelle: Wikipedia
  • 5 Gedanken zu „Unspunnenstein

    1. Eveline

      Vielleicht hat jemand den Stein zur Jungfrau zurückgeworfen 😀

      Oder nein, andere Idee: es soll da so Leute geben, die der Steine-Helga Steine zuwerfen, vielleicht hat ihn die 😀

      Ich frag sie mal 😀

      Schöne Woche 🙂
      LG Eveline

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    2. Strandsteine

      Liebe Helga,

      welch interessante Steineinfos Du ausgräbst.(Y)
      Es hat mir sehr Spaß gemacht, den Beitrag zulesen.:-)
      liebe Grüße
      von den Strandsteinen

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    3. Ocean

      Guten Abend, liebe Helga 🙂

      was für eine spannende Geschichte um den Stein – aber ärgerlich und schade, dass er nun wieder gestohlen worden ist. Kann mir gar nicht vorstellen, wie jemand an so einem Diebesgut wirklich Freude haben kann – aber an seinem angestammten Ort hätte er viele Menschen erfreut.

      Ich staune immer wieder, was es alles gibt .. rund um den Stein – faszinierend 🙂

      ganz liebe Grüße an dich,
      Ocean 🙂

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