Archiv der Kategorie: mineralisch

Hühnergott

Hühnergötter
Hühnergötter, getrommelt

Als Hühnergott wird ein Stein mit einem natürlich entstandenen, durchgehenden Loch bezeichnet.

Steine dieser Art sind meist Feuersteinknollen mit herausgewitterten Kreideeinlagerungen. Der „echte“ Hühnergott hat ein Loch von etwa 5 bis 8 mm Durchmesser, in der Regel Überbleibsel eines einst eingelagerten fossilen Seelilienstängels. Hühnergötter kommen an der Ostseeküste, aber auch an der Nordseeküste (z.B. an den Stränden der Nordfriesischen Inseln) und in eiszeitlichen Geröllen des Binnenlandes vor und sind unter Urlaubern als vermeintliche Glücksbringer ein beliebtes Souvenir. Andernorts in Deutschland findet man solche Bildungen eher selten.
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Karst

Diese beeindruckenden Bilder hat mir Tirilli zukommen lassen.
Herzlichen steinreichen Dank 🙂 nach Kärnten!
Wer weiß noch, wo sie sich da rumgetrieben hat? Ja, klar, im Karst – aber wo genau?

Rilkeweg
Foto: Tirilli

Unter Karst (von der Landschaft Kras in Slowenien) versteht man in der Geologie und Geomorphologie Landformen, die vorwiegend durch Lösungs- und Kohlensäureverwitterung entstanden sind. Voraussetzungen für Karstlandschaften sind daher für die Lösungsverwitterung anfälliges Gestein und Wasser im flüssigen Zustand. Typischerweise bilden sich Karstlandschaften, oder kurz Karst, auf anstehendem Kalkstein bei humidem Klima aus. Der Name leitet sich von der Landschaftbezeichnung der Kalksteinhochfläche im westlichen Slowenien ab, wo die Eigenschaften und Entstehungen der Karstformen umfassend untersucht wurden. Typische Merkmale einer Karstlandschaft sind zerklüftete Felsen, Einsturztrichter und Höhlen.

Rilkeweg
Foto: Tirilli

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Sophienhöhle

Engelbert war in der Fränkischen Schweiz, um dieses Bild fürs Steinreich zu fotografieren – Dankesehr 🙂

Sophienhöhle

Es ist nicht überliefert, ob er die Höhle besichtigt hat.

Die Sophienhöhle ist die älteste Tropfsteinhöhle Süddeutschlands. Sie befindet sich am nordwestlichen Talrand des Ailsbachtals, unweit der Burg Rabenstein. Die Höhle bildet mit drei weiteren Höhlen, dem Ahornloch, der Klaussteinhöhle und der Höschhöhle ein zusammenhängendes Höhlensystem, das als Klaussteinhöhlen-Komplex oder kurz (aber nicht ganz korrekt) als Sophienhöhle bezeichnet wird. Weiterlesen

Nanjing Steine

Wen wundert es, dass mir diese Steine von Wu-Lan-Tong zugeworfen wurden?

Nanjing Steine
Das Bild zeigt keine Nanjingsteine, sondern hauptsächlich Leopardenjaspis – selbst getrommelt.

„Im Süden von Nanjing liegen die Yu Hua Tai (Blumen Regen Terrassen), sie sind ungefähr 100 m hoch und ca. 10 km lang. Sie sehen von weitem wie eine Plattform aus. An der Südseite der Terrasse entspring eine Quelle, die als 2. Quelle des Jiangnan bekannt ist. Viele Touristen aus aller Welt entspannen hier bei einer Tasse Yu Hua Cha Tee (kommt nur in dieser Gegend vor) und genießen die Ruhe.

Laut einer Legende geht der Name Yu Hua Tai (Blumen Regen Terrasse) auf einen hochgestellten Mönch (Yunguang) zurück, der während der Regierungszeit des Kaisers Wu hier eine Predigt hielt. Berührt durch die Ehrlichkeit der Worte des Mönches öffnete sich der Himmel und es regnete Blumen, die sich bei Berührung mit dem Boden in Steine mit allen erdenklichen Farben verwandelten.“

  • Quelle Text: yamadori-bonsai.de
    Hier könnt Ihr Nanjing oder Yu Hua Steine sehen
  • Bild: helga-ingo.de
  • Nachtrag zu den Trommelsteinen:
    Einen Beitrag hatte ich schon am 24. März 2007 – einer meiner ersten im Steinreich.
    Ich benutze einen Spirator, den Strandsteine in ihrem Kommentar rausgesucht hat.

    @ Eveline: Da müsstest Du Dich sehr lange bei mir einmieten, das würde Herr Lupo nicht verkraften.
    @ Engelbert: Soll ich eine webcam aufstellen?
    @ Strandsteine: Ja, genau so einen Spirator haben wir. Allerdings haben wir lange nicht mehr getrommelt, denn man ist mindestens eine Woche damit beschäftigt und es funktioniert nicht mit allen Steinen – als Laie erlebt man einige Überraschungen.

    Den Leopardenjaspis (und einige andere Halbedelsteine) haben wir uns mal als Rohsteine gekauft. Ich muss gestehen, dass ich schon nicht mehr weiss, wie wir den zerkleinert haben, oder ob es schon Stückwerk war. Auch dazu bräuchte man eine richtige Trennscheibe, mit normalem Handwerkszeug kommst Du spätestens beim Tigerauge nicht weiter.

    Vulkangestein

    Diese Urlaubssehnsucht erweckenden Bilder hat mir Strandsteine aus Fuerteventura mitgebracht. Vielen Dank, Gertrud 8)

    Fuerteventura
    Strand bei Cofete, Fuerteventura

    Fuerteventura ist eine der Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean. Fuerteventura ist die älteste Insel der Kanaren; sie entstand vor etwa 20,6 Millionen Jahren und ist wie alle Kanaren-Inseln vulkanischen Ursprungs.

    Ein Vulkan ist eine geologische Struktur, die entsteht, wenn Magma (Gesteinsschmelze) bis an die Oberfläche eines Planeten (z.B. der Erde) aufsteigt. Alle Begleiterscheinungen, die mit dem Aufstieg und Austritt der glutflüssigen Gesteinsschmelze verbunden sind, bezeichnet man als Vulkanismus.

    Der Begriff „Vulkan“ leitet sich von der italienischen Insel Vulcano ab. Diese ist eine der Liparischen Inseln im Tyrrhenischen Meer. In der römischen Mythologie galt diese Insel als die Schmiede des Vulcanus, dem römischen Gott des Feuers.

    In einer Tiefe ab 100 km, in der Temperaturen zwischen 1000 und 1300 Grad Celsius herrschen, schmelzen Gesteine zu zähplastischem Magma, das sich in großen, tropfenförmigen Magmaherden in 2 bis 50 km Tiefe sammelt. Wenn der Druck zu groß wird, steigt das Magma über Spalten und Klüfte der Lithosphäre auf. Magma, das auf diese Weise an die Erdoberfläche gelangt, wird als Lava bezeichnet.

    Bei einem Vulkanausbruch werden nicht nur glutflüssige, sondern auch feste oder gasförmige Stoffe freigesetzt (Vulkanismus). Die meisten Vulkane haben annähernd die Form eines Kegels, dessen Hangneigung von der Zähigkeit der Lava abhängt. Die Gestalt kann aber auch unregelmäßig sein oder eine kuppelförmige Aufwölbung bilden.

    Lanzarote

  • Quelle Text: Wikipedia
  • Fotos: Strandsteine