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Pichelsteiner

Zutaten (für 6-8 Personen):
je 200 g Lamm-, Rind- und Schweinefleisch
100 g geräuchertes Wammerl
600 g Kartoffeln
400 g gelbe Rüben
200 g Sellerieknolle
1 Kopf Weisskraut (ca. 1 kg)
2 Stangen Lauch
1 große Zwiebel
Schweineschmalz
Fleischbrühe
Salz, Pfeffer, Petersilie, Liebstöckel

Zubereitung:
Fleisch und Wammerl in mundgerechte Stücke schneiden, in heißem Schweineschmalz kurz anbraten, mit Fleischbrühe aufgießen und bei geringer Hitze 40-50 Minuten garen.
Kartoffeln, gelbe Rüben, Sellerie und Zwiebel schälen und in grobe Würfel schneiden.
Weißkraut und Lauch putzen, waschen und in nicht zu feine Streifen schneiden.
Das Gemüse 10 Minuten vor Ende der Garzeit zum Fleisch geben und mitgaren.
Das Gericht mit Salz und Pfeffer würzen und die Kräuter unterheben.

Guten Appetit!

Namensherkunft:
Im Jahr 1847 hat die ursprünglich aus Grattersdorf stammende Wirtin Auguste Winkler das Gericht ersonnen, um es leicht auf den in der Nähe befindlichen Büchelstein befördern zu können. Im Bayerischen Wald wurde zu jener Zeit das ü als i ausgesprochen, und so wurde daraus das Wort Pichelsteiner. In Regen wird diesem Gericht zu Ehren seit 1874 das Pichelsteinerfest gefeiert.

  • Alle Angaben ohne Gewähr
  • Quelle (Namensherkunft): Wikipedia

Der Stein


Joachim Ringelnatz (* 7. August 1883 in Wurzen bei Leipzig; † 17. November 1934 in Berlin, Geburtsname Hans Bötticher) war ein deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler, der vor allem für humoristische Gedichte bekannt ist.

Der Stein

Ein kleines Steinchen rollte munter
Von einem hohen Berg herunter.

Und als es durch den Schnee so rollte,
Ward es viel größer als es wollte.

Da sprach der Stein mit stolzer Miene:
„Jetzt bin ich eine Schneelawine.“

Er riß im Rollen noch ein Haus
Und sieben große Bäume aus.

Dann rollte er ins Meer hinein,
Und dort versank der kleine Stein.

Steinleiden

Ulla hat mich auf diesen Stein aufmerksam gemacht – Herzlichen Dank!

Der Eid des Hippokrates, benannt nach dem griechischen Arzt Hippokrates von Kós, gilt als erstes sittliches Grundgesetz des Arztberufes. Der Eid des Hippokrates wird in seiner klassischen Form heute nicht mehr von Ärzten abgeleistet, hat aber gleichwohl immer noch Einfluss auf die Formulierung moderner Alternativen.

„Ich schwöre bei Apollon dem Arzt, Asklepios und Hygieia und Panakeia und rufe alle Götter und Göttinnen zu Zeugen an, dass ich nach bestem Vermögen und Urteil diesen Eid und diese Verpflichtung erfüllen werde:

  • Den, der mich diese Kunst lehrte, meinen Eltern gleich zu achten, mit ihm den Lebensunterhalt zu teilen und ihn, wenn er Not leidet, mitzuversorgen; seine Nachkommen meinen Brüdern gleichzustellen und, wenn sie es wünschen, sie diese Kunst zu lehren ohne Entgelt und ohne Vertrag; Ratschlag und Vorlesung und alle übrige Belehrung meinen und meines Lehrers Söhnen mitzuteilen, wie auch den Schülern, die nach ärztlichem Brauch durch den Vertrag gebunden und durch den Eid verpflichtet sind, sonst aber niemandem.
  • Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und Willkürlichem. Ich werde niemandem, auch nicht auf seine Bitte hin, ein tödliches Gift verabreichen oder auch nur dazu raten.
  • Auch werde ich nie einer Frau ein Abtreibungsmittel geben.
  • Heilig und rein werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren.
  • Auch werde ich den Blasenstein nicht operieren, sondern es denen überlassen, deren Gewerbe dies ist.
  • Welche Häuser ich betreten werde, ich will zu Nutz und Frommen der Kranken eintreten, mich enthalten jedes willkürlichen Unrechtes und jeder anderen Schädigung, auch aller Werke der Wollust an den Leibern von Frauen und Männern, Freien und Sklaven.
  • Was ich bei der Behandlung sehe oder höre oder auch außerhalb der Behandlung im Leben der Menschen, werde ich, soweit man es nicht ausplaudern darf, verschweigen und solches als ein Geheimnis betrachten.
  • Wenn ich nun diesen Eid erfülle und nicht verletze, möge mir im Leben und in der Kunst Erfolg zuteil werden und Ruhm bei allen Menschen bis in ewige Zeiten; wenn ich ihn übertrete und meineidig werde, das Gegenteil.“

(Übersetzung aus dem Altgriechischen.)

Quelle: biologie.de/biowiki

Mondstein

Mondstein
 
Völker kamen und starben,
Könige siegten, verdarben,
welkten wie Blumen dahin.
Der Urwald hat sie begraben …
Wir wollen nun wieder haben,
was längst von hinnen ging.
 
Aus Tiefen Säulen steigen
zu Tausenden und neigen
sich still zum Mondstein hin.
Und wenn in Vollmondnächten
die Strahlen Rosen flechten
über den grauen Stein –
 
dann brechen sie ihr Schweigen,
dann flüstern sie und zeigen
nach einem leuchtenden Schein,
den tausende von Jahren
nicht konnten fassen, erfahren –
den leuchtenden Wunderstein,
der Menschen lehrt – glücklich sein!


Hermione von Preuschen
1854 – 1918

    

Hermione von Preuschen, eigentl. Hermine von Preuschen, (* 7. August 1854 in Darmstadt; † 12. Dezember 1918 in Lichtenrade bei Berlin) war eine deutsche Malerin und Dichterin.

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