Archiv des Autors: Helga

Gastrolith

Diagnose: Magenstein   –   ICD10-Code: K31.8
Dann muss es den Magenstein doch auch beim Säugetier Mensch geben.

Gastrolithen oder Magensteine sind harte Objekte im Verdauungstrakt von Tieren. Im engeren Sinne bezeichnen Gastrolithen durch geologische Vorgänge entstandene Steine, die von Wirbeltieren verschluckt wurden und sich im Magen befinden oder befanden. Der Name Gastrolith stammt von den griechischen Wörtern gaster (Bauch oder Magen) und lithos (Stein).

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Gravensteiner

Das Kind mit dem Gravensteiner

Ein kleines Mädchen von sechs, sieben Jahren,
Mit Kornblumenaugen und strohgelben Haaren,
Kommt mit einem Apfel gesprungen,
Hat ihn wie einen Ball geschwungen,
Von einer Hand ihn in die andre geflitzt,
Dass er blendend im grellen Sonnenlicht blitzt.

Sie sieht im Hofe hoch aufgetürmt
Einen Holzstoß, und ist gleich hingestürmt.
Und wie ein Kätzchen, katzenleicht,
Hat sie schnell die Spitze erreicht,
Und hockt nun dort, und will mit Begehren
Den glänzenden, goldgelben Apfel verzehren.

Da, holterdipolter! pardauz! pardau!
Bricht zusammen der künstliche Bau.
Wie bei Bergrutsch und Felsenbeben
Haben Bretter und Scheite nachgegeben;
Wie alle Neun im Kegelspiel,
So alles übereinander fiel.

Die Leute im Hofe haben’s gehört
Und laufen hin entsetzt und verstört;
Die Mutter liegt ohnmächtig, Gott erbarm,
Einem raschen Nachbarn im hilfreichen Arm.
Nun geht’s ans Räumen der Trümmer von oben,
Vorsichtig wird Stück für Stück gehoben,

Vorsichtig geht’s weiter in dumpfem Schweigen,
Der Atem stockt: Was wird sich zeigen?
Da – sitzt in einer gewölbten Halle
Das lächelnde Kind wie die Maus in der Falle,
Hat schon vergessen den Purzelschrecken,
Und beißt in den Apfel und lässt sich’s schmecken.

  • Detlev von Liliencron (1844 – 1909) 

Sylvensteinspeicher

Durch die lange Trockenperiode zeigt sich der Sylvensteinspeichersee momentan nicht gerade im schönsten Kleid. Die Farben des Wassers sind trotzdem karibisch.

Ein informatives Luftbild und alte Fotos kann man anschauen beim Wasserwirtschaftsamt Weilheim.

Der Sylvensteinspeicher, auch Sylvensteinstausee genannt, ist ein fjordartiger Stausee im Isarwinkel südlich von Lenggries an der Straße von Bad Tölz zum Achensee, der 1954 bis 1959 für den Hochwasserschutz im Isartal (Bad Tölz bis München) gebaut wurde.

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Pichelsteiner

Zutaten (für 6-8 Personen):
je 200 g Lamm-, Rind- und Schweinefleisch
100 g geräuchertes Wammerl
600 g Kartoffeln
400 g gelbe Rüben
200 g Sellerieknolle
1 Kopf Weisskraut (ca. 1 kg)
2 Stangen Lauch
1 große Zwiebel
Schweineschmalz
Fleischbrühe
Salz, Pfeffer, Petersilie, Liebstöckel

Zubereitung:
Fleisch und Wammerl in mundgerechte Stücke schneiden, in heißem Schweineschmalz kurz anbraten, mit Fleischbrühe aufgießen und bei geringer Hitze 40-50 Minuten garen.
Kartoffeln, gelbe Rüben, Sellerie und Zwiebel schälen und in grobe Würfel schneiden.
Weißkraut und Lauch putzen, waschen und in nicht zu feine Streifen schneiden.
Das Gemüse 10 Minuten vor Ende der Garzeit zum Fleisch geben und mitgaren.
Das Gericht mit Salz und Pfeffer würzen und die Kräuter unterheben.

Guten Appetit!

Namensherkunft:
Im Jahr 1847 hat die ursprünglich aus Grattersdorf stammende Wirtin Auguste Winkler das Gericht ersonnen, um es leicht auf den in der Nähe befindlichen Büchelstein befördern zu können. Im Bayerischen Wald wurde zu jener Zeit das ü als i ausgesprochen, und so wurde daraus das Wort Pichelsteiner. In Regen wird diesem Gericht zu Ehren seit 1874 das Pichelsteinerfest gefeiert.

  • Alle Angaben ohne Gewähr
  • Quelle (Namensherkunft): Wikipedia

Der Stein


Joachim Ringelnatz (* 7. August 1883 in Wurzen bei Leipzig; † 17. November 1934 in Berlin, Geburtsname Hans Bötticher) war ein deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler, der vor allem für humoristische Gedichte bekannt ist.

Der Stein

Ein kleines Steinchen rollte munter
Von einem hohen Berg herunter.

Und als es durch den Schnee so rollte,
Ward es viel größer als es wollte.

Da sprach der Stein mit stolzer Miene:
„Jetzt bin ich eine Schneelawine.“

Er riß im Rollen noch ein Haus
Und sieben große Bäume aus.

Dann rollte er ins Meer hinein,
Und dort versank der kleine Stein.