Steinmann-Zeichen

Steinmann-Zeichen
Grafik aus Wikipedia: lithograph plate from Gray’s Anatomy

Menisken
Da die miteinander in Verbindung stehenden (artikulierenden) Gelenkflächen nicht genau aufeinander passen, wird diese „Ungleichheit“ (Inkongruenz) durch halbmondförmige Faserknorpelscheiben, die Menisken ausgeglichen, die den Drehbewegungen folgen können. Eine weitere Aufgabe der Menisken besteht in der Vergrößerung der Kontaktfläche zwischen Schienbein und Oberschenkelknochen.

Man unterscheidet einen Innenmeniskus (Meniscus medialis), welcher C-förmig, größer und etwas unbeweglicher (da mit dem Innenband verwachsen) ist, und einen Außenmeniskus (Meniscus lateralis), der kreisförmig, kleiner und beweglicher ist (da er mit keinem Seitenband verwachsen ist). Die Menisken sind im Querschnitt keilförmig. Die hohe Kante liegt außen, die niedrige innen. Da die Oberschenkelknorren genau in der Mitte direkt auf dem Schienbeinplateau und peripher auf den Menisken aufliegen, tragen diese einen wesentlichen Teil der Last.

Beim Bewegen des Kniegelenks werden die Menisken von den Oberschenkelknorren vor sich her geschoben: Bei Beugung rollen die Knochen zurück und drängen die Menisken nach hinten, bei Streckung gelangen sie wieder nach vorne. Bei Auswärtsdrehung des Unterschenkels wird der Außenmeniskus auf dem Schienbein nach vorne geschoben, der Innenmeniskus zurückgezogen, bei der Einwärtsdrehung ist es umgekehrt.

Die Menisken besitzen jeweils an ihrem vorderen und hinteren Horn eine Verbindung durch ein kurzes, kräftiges Halteband (Ligamentum transversum genus) zum Schienbeinplateau. Zusätzlich zu diesen vier Hörnern am Schienbein sind sie durch variabel angelegte Bänder (Ligamenta meniscofemoralia) mit dem inneren Oberschenkelknorren verbunden.

Der Innenmeniskus ist im Gelenkspalt zur Mitte hin am Kniescheibenband tastbar. Bei Innenmeniskusschäden ist hier ein Druckschmerz auslösbar. Diagnostisch hilfreich sind des Weiteren folgende Untersuchungsverfahren, sogenanntes Meniskuszeichen):

Steinmann-I (Steinmann-I-Zeichen): Bei gebeugtem Unterschenkel wird das Knie gedreht. Schmerzen bei einer Innenrotation deuten auf eine Verletzung des äußeren, bei einer Außenrotation auf eine Verletzung des inneren Meniskus hin.
Steinmann-II (Steinmann-II-Zeichen): Bei Beugung des Kniegelenks wandert der Druckschmerz von vorne nach hinten (da bei Beugung die Menisken nach hinten wandern).
Apley-Grinding-Test: Rotation bei gebeugtem Kniegelenk in Bauchlage. Schmerzen analog zum Steinmann-I-Zeichen
Böhler-Zeichen: Schmerzen bei Abduktion oder Adduktion (Valgus- und Varusstress) im Kniegelenk.
Payr-Zeichen: Druck auf die Innenseite im Schneidersitz. Dabei auftretende Schmerzen weisen auf eine Innenmeniskusläsion hin.

Quelle Text: Wikipedia

5 Gedanken zu „Steinmann-Zeichen

  1. Helga

    …kenn ich nur zu gut, das Steinmannzeichen.
    Ich hoffe bei Dir ist der Test in Ordnung und wünsche Dir eine schöne Woche!
    Viele liebe Grüße aus der tauenden Pfalz.
    Helga

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  2. werner

    Hab ja schon eine Meniskus OP hinter mir, aber so genau wurde mir das Knie damals nicht erklärt 😉
    Toller Beitrag Helga 🙂
    Gruß
    Werner

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  3. Quizzy

    Ich hoffe, deine Stoa-Manndl I und II machen dir keine Probleme und du kannst schmerzfrei in die neue Woche starten!
    Am Domnerstag hab ich übrigens mal wieder in deine Richtung geschaut 🙂
    Liebe Grüße
    Renate

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