Ziehstein

Ziehstein
Foto aus Wikipedia, Urheber: Frank Vincentz
Ziehstein im Deutschen Drahtmusem

Ein Ziehstein oder Ziehhol ist ein Werkzeug der Umformtechnik, eingesetzt in einer Drahtzieherei oder sonstiger Fertigung, bei der Langmaterial hergestellt wird.

Der Ziehstein ist ein Einsatz mit einer Öffnung, durch die Material, zumeist Metall, hindurchgezogen wird und dieses dadurch die Form der Öffnung des Ziehsteins annimmt (Umformung). Das Material wird dabei in der Regel gleichzeitig länger und dünner.

Häufigste gezogene Produkte sind Drähte und Rohre. Drahtziehsteine wurden früher aus gehärtetem Stahl, heutzutage aus einer Edelstahlfassung mit einem eingearbeiteten Teil aus Diamant (Naturdiamant bzw. synthetischem monokristallinen (SCD) oder polykristallinen (PKD/PCD) Diamant) oder Hartmetall gefertigt.

Moderne Ziehsteine sind Präzisionswerkzeuge, mit Lochgrößen teils unter 0.01 mm, z.B. für die Feindrahtherstellung für die medizinischen Industrie.

Die Geometrie des Ziehsteins hängt von dem zu ziehenden Werkstoff ab: der Rückfederungsgrad des Zieh-Materials bestimmt, um wie viel die Öffnung enger sein muss als das berechnete, gewünschte Fertig-Maß: Wenn das gezogene Gut auffedert, wird es nach dem Ziehen wieder ein wenig größer.

Quelle Text: Wikipedia

4 Gedanken zu „Ziehstein

  1. Elke

    Richtig – darüber habe ich im Fernsehn in Zusammenhang mit Schmuck mal was gesehen.Oder es war ein Artikel in so einer Landwasweißichzeitung. Jedenfalls kannte ich das vorher auch noch nicht.
    Lieben Gruß
    Elke

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