Pfaffenstein

Pfaffenstein
Foto aus Wikipedia, Urheber: Zp

Der Pfaffenstein, veraltet auch Jungfernstein, ist ein 434,6 m ü. NN hoher Tafelberg im Elbsandsteingebirge in Sachsen. Er liegt links der Elbe bei Königstein und wird aufgrund seiner vielgestaltigen Struktur auch als „Sächsische Schweiz im Kleinen“ bezeichnet.

Der wild zerklüftete und von zahlreichen Höhlen durchzogene Berg weist Spuren stein- und bronzezeitlicher Besiedlung auf und diente wegen seiner schlechten Erreichbarkeit später häufig als Zufluchtsort in Krisenzeiten. Seit dem 19. Jahrhundert wurde der Pfaffenstein für touristische Zwecke erschlossen. Auf dem Berg sind ein Gasthaus, ein Aussichtsturm, mehrere Aussichtspunkte und einige weitere Sehenswürdigkeiten zu finden.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird das Massiv des Pfaffensteins für den Klettersport erschlossen und zählt mit 32 Kletterfelsen zu den bedeutendsten Teilgebieten des Klettergebiets Sächsische Schweiz. Der bekannteste und als Wahrzeichen des Pfaffensteins geltende Felsen ist die Barbarine, eine 43 Meter hohe Felsnadel, die jedoch 1975 wegen starker Erosionsschäden für den Kletterbetrieb gesperrt wurde.

Namensherkunft und Sagen
Der Name Pfaffenstein rührt sehr wahrscheinlich von dem nahegelegenen Pfaffendorf her. Dieser heutige Ortsteil von Königstein bekam seinen Namen davon, dass die Einwohner dem Königsteiner Geistlichen im Mittelalter zinspflichtig waren, wie es auch in der erstmaligen urkundlichen Nennung des Ortes im Jahre 1437 erwähnt wird. Die Bezeichnung Jungfernstein leitet sich von einer Sage um die Entstehung der Barbarine ab, nach der einst eine Frau ihre Tochter sonntags zur Kirche schickte. Jedoch beim Heidelbeersuchen auf dem Pfaffenstein erwischt, verfluchte die Mutter sie zu Stein.

Frühgeschichte
Das Plateau des Pfaffensteins war bereits vor etwa 3000 Jahren besiedelt. Archäologische Ausgrabungen förderten neben steinzeitlichen auch bronzezeitliche Funde aus der Lausitzer Kultur zu Tage. Auf dem Plateau, in der Nähe der heutigen Bergwirtschaft, kamen in den Jahren von 1896 bis 1912 verschiedene steinerne Flachbeile, tönerne Gefäße, ein Mahlstein und eine Herdstelle zum Vorschein. Der Bergwirt Richard Keiler fand 1921 zwei bronzene Armringe. Weitere Grabungen auf dem Plateau wurden 1967 durchgeführt, sie bestätigten die Einordnung der Besiedelung in die Lausitzer Kultur. Die Ausgräber fanden weitere Keramik und einen Schleifstein.

Vermutlich befand sich dort eine der ältesten Burganlagen der Lausitzer Kultur. Einziges heute noch sichtbares vorgeschichtliches Relikt ist der ebenfalls aus der Bronzezeit stammende halbkreisförmige Wall an der Westseite des Pfaffensteins beim Bequemen Aufstieg. Das 200 Meter lange Bauwerk diente vermutlich dazu, den einzigen Zugang zum Plateau abzusperren und war von einem Graben umgeben. Archäologische Untersuchungen in den Jahren 1959 und 1961 ergaben ein Alter von etwa 3000 Jahren. Innerhalb des Walls wurden ebenfalls Keramikreste gefunden.

Quelle Text: Wikipedia
Ganz viele weitere Informationen und Bilder solltet Ihr Euch dort anschauen – es lohnt sich!

7 Gedanken zu „Pfaffenstein

  1. Waldameise

    Liebe Helga,

    schon wieder hast du so viele schöne Steine zusammengetragen. Wir waren gestern auch in einem steinigen Ort spazieren. Ein ganz kleines Dorf, namens Steinberg. Es ist echt schon so, dass ich bei jedem „steinigen“ Ort sofort an dich denken muss. 😉

    Liebe Grüße,
    Andrea

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  2. Elke

    Da war ich zwar schon, aber so genau kannte ich die Geschichte nicht. Diese Mutter hat’s aber etwas übertrieben, finde ich. Also wenn sie die Tochter mit dem Pfaffen in den Heidelbeeren erwischt hätte, hätt ich das ja verstanden . . . die Reaktion und auch die Namensänderung *gg*. Aber so!
    Lieben Gruß
    Elke

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  3. Beate

    Liebe Helga,
    sehr interessant heute hier zu lesen.
    So eine harte Strafe für das Töchterlein, was anstatt in die Kirche zu gehen in die Natur ging. . .
    Ob sie Gott dort wohl näher gewesen wäre. . .?
    Sei herzlich gegrüßt von:
    Beate

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  4. Vroni

    Hallo Helga, wir werden im nächsten Urlaub im Elbsandsteingebirge bestimmt auch den Pfaffenstein besuchen, nachdem wir uns jetzt schon detailliert informieren konnten. Macht Lust auf Urlaub und Wandern in dieser shönen Gegend. Vielleicht klappt’s heuer noch. Liebe Grüße, Vroni

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  5. Agnes

    Wir haben mal in der Nähe von Bad Schandau (an der Elbe) Urlaub gemacht, das ist nicht weit vom Pfaffenstein.
    Einen Tag werden wir nicht vergessen, da sind wir mit einem „Rancher“ am Pfaffenstein gewandert. Die Ortskenntnis des Mannes und alles was der uns gezeigt hat, haben diesen Tag zu einem unvergeßlichen Erlebnis für uns gemacht.
    LG
    Agnes

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