Barbarine

Ein phallischer Stein von Engelbert – Dankeschön 😉

Barbarine

Die Barbarine ist der bekannteste freistehende Felsen der Sächsischen Schweiz im deutschen Teil des Elbsandsteingebirges. Die 42,7 m hohe Felsnadel gilt als das Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz. Sie ist am 19. September 1905 erstmals durch Bergsteiger bestiegen worden.

Sage von der Barbarine
Der Sage nach ist die Barbarine eine versteinerte Jungfrau, das immerwährende Mahnmal eines Strafgerichts, nach welchem es geschehen seyn soll, daß eine Mutter ihre Tochter Sonntags habe heißen in die Kirche gehen, die Tochter aber sey währender Kirche auf den Pfaffstein in die Heydelbeere gegangen, und als sie die Mutter daselbst angetroffen, habe sie die Tochter im Zorn verwünschet, daß sie müsse auf der Stelle zum Stein werden; worauf solches augenblicklich also geschehen, und daher diese zum Stein gewordene Jungfer auf immer allhier stehe, und mit ihrem Steinbilde alle ungehorsame Kinder warne.

Bergsportliche Erschließung
Am 19. September 1905 bezwangen die Dresdner Kletterer Rudolf Fehrmann und der Amerikaner Oliver Perry-Smith als erste Bergsteiger die Barbarine. Schon am Vortag hatten sie es bereits bis kurz vor den Gipfel geschafft, waren aber zu erschöpft, um den letzten Vorsprung am Gipfelkopf sicher zu klettern. Eine weitere, an der Talseite befindliche Route wurde am 8. Juli 1924 durch Alfred Hermann eröffnet.

Durch Blitzeinschläge in den Gipfelkopf und fortschreitende Erosion wurden die oberen Gipfelköpfe zunehmend instabil, sodass bereits 1946 erste Sicherungsmaßnahmen an der Barbarine nötig wurden. Mit einem umlaufenden Stahlseil wurde der gerissene obere Kopf vor dem weiteren Zerfall gehindert. Erst 1975 wurde ein generelles Besteigungsverbot ausgesprochen.

In den Jahren 1979/80 wurde in die Gipfelköpfe Sandsteinverfestiger eingebracht. Der obere Kopf erhielt eine Kappe aus Kunstsandstein und wurde mit wasserabweisenden Mitteln behandelt. Das geologische Naturdenkmal wird heute nur noch ausnahmsweise bestiegen – meist von Geologen und Wissenschaftlern, die weitere Schäden abwenden wollen.

  • Quelle: Wikipedia
  • 8 Gedanken zu „Barbarine

    1. Eveline

      Wen haben wir da in der Nähe, der rauskriegt, wie die Umgebungsberge beschaffen sind?
      Engelbert, wenn jemand solche Fragen stellen kann, dann du 😉

      Ich tippe mal auf Bergsteiger, die Bäume sind schon recht weit unten, vielleicht ist da grad die Baumgrenze – ist aber wie gesagt nur geraten 😉

      Huggels, Eveline (die mal Brigitte fragen geht *g)

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    2. Elke

      Einerseits also ein phallischer Stein, andererseits ein Jungfrauenstein – schon seltsam. Ich frag mich nur, was die Mutter in den Heidelbeeren gemacht hat. Hätte die nicht auch in die Kirche gehen sollen? Die Sächsische Schweiz hat schon interessante Gebilde hervorgebracht.
      Lieben Gruß
      Elke

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