Die schöne Lau

Noch habe ich es nicht geschafft, die Sage ganz zu lesen, werde es aber sicherlich nachholen 🙂

Steinskulptur *Die schöne Lau*
Foto © helga-ingo.de

»Die Wasserfrau ist kommen
Gekrochen und geschwommen,
Durch Gänge steinig, wüst und kraus,
Zur Wirtin in das Nonnenhaus.
Sie hat sich meinethalb gebückt,
Mein‘ Topf geschmückt
Mit Früchten und mit Ranken,
Das muß ich billig danken.«

Steinskulptur *Die schöne Lau*
Foto © helga-ingo.de

Der Blautopf ist ein Ort der Sagen und Legenden.

So wurde die Wasserfärbung einst dadurch erklärt, dass täglich ein Fass voll Tinte hineingeschüttet würde. Im Volksglauben galt der Blautopf als bodenlos. Versuche, mit einem Bleilot die Tiefe zu ermitteln, sollen immer wieder von einer Nixe vereitelt worden sein, die das Gewicht stahl. In Anlehnung an diese Sage gibt es unweit des Blautopfs einen Felsen mit dem Namen „Klötzle Blei“. Und auch ein bekannter schwäbischer Zungenbrecher wird gerne den Kindern in der Umgebung erzählt:

Glei bei Blaubeira leit a Kletzle Blei –
’s leit a Kletzle Blei glei bei Blaubeira

Hochsprachlich lautet das in etwa:

Gleich bei Blaubeuren liegt ein Klötzchen Blei –
Es liegt ein Klötzchen Blei gleich bei Blaubeuren

Tatsächlich wurde bereits 1718 nach einer Lotung die Tiefe mit 62 1/2 Fuß recht genau angegeben.

Die Geschichte Das Stuttgarter Hutzelmännlein von Eduard Mörike gibt diese und andere Sagen in einer Binnenerzählung wieder, eingebettet in die Rahmenhandlung eines Wandergesellen, der über die Alb nach Blaubeuren zieht. Ganz besonders ausführlich wird die Geschichte von der Schönen Lau erzählt, der Tochter einer Menschenfrau und eines Wassernix aus dem Schwarzen Meer, die von ihrem Gemahl, dem Donaunix, in den Blautopf verbannt wurde, weil sie nicht lachen konnte und ihrem Gemahl nur tote Kinder gebar. Sie sollte erst zurückkehren und ein lebendiges Kind gebären, wenn sie fünfmal gelacht hatte. Dabei half ihr die Wirtin des Nonnenhofs.

Vollständiger Text – Eduard Mörike: Die Schöne Lau

Quelle Text: Wikipedia

4 Gedanken zu „Die schöne Lau

  1. Helmut

    … und wieder was gelernt. Ich dachte immer Mörike hätte nur Gedichte geschrieben. Bei dir erfahre ich, daß es auch Märchen waren. Es lohnt sich also immer wieder bei dir vorbei zu schauen.

    Lieben Gruß ins Werdenfelser Land

    Helmut

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  2. Traudi

    Die Sage von der schönen Lau habe ich auch noch nicht gelesen, obwohl ich schon einige Male am Blautopf war und vor diesem Stein stand. Das werde ich demnächst nachholen.
    Danke, dass du mich angestupst hast!

    Viele liebe Grüße
    Traudi

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  3. Waldameise

    Liebe Helga,

    wie ich sehe, ward ihr ganz in meiner Nähe. Der Blautopf ist aber auch herrlich. Wir mögen Blaubeuren sehr. Mein Mann wär am liebsten dahin gezogen …

    Ich grüß dich lieb und wünsch ein schönes Wochenende,
    Andrea

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