Blautopf

Hier kann man sich nach den vielen Vögeln erfrischen :mrgreen:
Das stand schon lange auf meiner To-Visit-Liste und war einen Besuch wert:

Blautopf
Foto © helga-ingo.de

Der Blautopf in Blaubeuren in Baden-Württemberg ist die zweitwasserreichste Karstquelle Deutschlands. Ihr entspringt die Blau die nach rund 15 km im Ulmer Stadtgebiet der Donau zufließt.

Blautopf
Foto © helga-ingo.de

Lage
Der Blautopf liegt am Ostrand der Schwäbischen Alb im Norden der Stadt Blaubeuren, 16 km westlich von Ulm. Die Wasserquelle bildet den Abfluss der Blautopfhöhle (früher Blauhöhle genannt) im Blauhöhlensystem.

Daten
Die Schüttung der Quelle ist sehr stark von den Niederschlägen abhängig, sie schwankt zwischen 310 l/s und 32.000 l/s und liegt im Mittel bei 2.300 l/s. Der Blautopf ist in Deutschland nach dem Aachtopf die Quelle mit der höchsten Schüttung. Aufgrund des hohen Wasserdrucks ist im Laufe der Zeit ein trichterförmiger Quelltopf entstanden, der eine Tiefe von bis zu 21 Meter erreicht. Die intensive blaue Wasserfärbung entsteht durch die Lichtstreuung des kalkgesättigten Quellwassers.

Geologie
Der Blautopf ist eine Karstquelle, was bedeutet, dass hier Wasser wieder an die Oberfläche tritt, das in einem größeren Gebiet versickert ist. Dieses Karstgebiet besitzt nur einen unterirdischen Wasserabfluss, es gibt keine oberirdischen Gewässer.

Das Wasser hat im Laufe von Hunderttausenden von Jahren ein großes Höhlensystem geschaffen. Ein Teil des Blauhöhlensystems, die Blauhöhle, wurde bis Mitte der 1980er Jahre unter anderem von Jochen Hasenmayer erforscht. Am 23. September 2006 entdeckten Jochen Malmann und Andy Kücha von der Arbeitsgemeinschaft Blautopf in der Blauhöhle eine riesige Halle, die sie Apokalypse nannten. Während die ersten 1200 Meter der Blauhöhle noch wassererfüllt sind, ist die Apokalypse trocken und stellt mit ihrer Größe (170 m Länge, 50 m Breite, 50 m Höhe) eine Besonderheit in dieser Region dar. Im April 2010 wurde mit einer 17 Meter tiefen Bohrung direkt neben der B 28 zum ersten Mal ein trockener, jedoch nur Höhlenforschern zugänglicher Landweg in das Blautopfhöhlensystem geschaffen.

Tauchen im Blautopf
1880 stieg der erste Helmtaucher in den Blautopf. Der Grund wurde erst 1957 von einem Taucher erreicht.

Der Einstieg in die Blauhöhle liegt in einer Wassertiefe von etwa 21 Metern und kann deshalb nur von gut ausgebildeten Höhlentauchern befahren werden.

Mehrere Tauchunfälle unter Hobbytauchern, darunter auch tödliche, veranlassten die Gemeinde, den Blautopf seit den 1980er Jahren für Taucher zu sperren. Sondergenehmigungen haben Einsatztaucher der Wasserrettung DLRG, VHM München, die Arbeitsgemeinschaft Blautopf der HFGOK (Höhlenforschungsgruppe Ostalb Kirchheim) und eine Gruppe Höhlenforscher um Jochen Hasenmayer. Der letzte schwere Unfall ereignete sich 2003, als ein Mitglied des Hasenmayer-Teams tot geborgen wurde.

Das Tauchen im Blautopf spielt eine Rolle in dem Kriminalroman Bienzle und die schöne Lau von Felix Huby, der auch im Rahmen der Fernsehreihe Tatort verfilmt wurde.

Sehenswertes
Am Blautopf gibt es ein Hammerwerk, das vom Wasser der Quelle angetrieben wird.

Quelle Text: Wikipedia

7 Gedanken zu „Blautopf

  1. Helmut

    OOOOHHH, das ist eine richtige Postkartenidylle, dein Bild. Es sieht fast so aus wie auf meinem Buch. Danke für diesen interessanten Beitrag zum Blautopf. Ja das Schwabenländle hält immer einige Überraschungen bereit.

    Liebe Grüße

    helmut

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  2. Traudi

    Ja, der Blautopf, der ist wirklich wunderschön. Etliche Male war ich schon dort – kann ich nur empfehlen.

    Grüßle
    Traudi

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  3. Eveline

    So schön und wir rauschen da immer nur vorbei – das sollte man ändern 🙂

    Apropos blau…..
    Wie war’s Feschdle? 😉

    Huggels, Eveline

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  4. Gabriela

    Und auch damit wurden wieder blaue Erinnerungen geweckt…unergründlich, da ich keine helmtaucherin bin 😉

    Quellfrische Grüsse :-))

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  5. Quizzy

    Du warst anscheinend genau im richtigen Moment dort – so schön hat sich die Mühle bei meinem Besuch dort nicht darin gespiegelt, aber das türkisfarbene Wasser hab ich auch noch irgendwo auf der Festplatte.

    Liebe Grüße
    Renate

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  6. Christian

    Wow, ich habe vor ein paar Jahre die Yucatan Halbinsel Mexikos besucht wo es hunderte von diesen mysteriösen Tieflöchern gibt, wusste aber niemals das wir auch in Deutschland so was schönes haben. Sehr interessant, muß ich mal besuchen. Und im ersten Bild, ist das ein Gasthof am Wasser? Weiß Jemand wie es heisst?

    Danke, und schönen Gruß!!

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