Denghoog

Denghoog
Foto aus Wikipedia
Das innere des Denghoog, Zeichnung um 1895

Der Denghoog, nördlich der Kapelle von Wenningstedt auf Sylt gelegen, ist ein Großsteingrab, nach dem eine der Jungsteinzeitliche Periode, die Denghoog-Stufe benannt wurde.

Die begehbare Megalithanlage des Ganggrabtyps, die unter einem 3,2 m hohen Hügel liegt, stammt vom Übergang zum 4. Jahrtausend v. Chr. Der Hügel wurde 1868 von dem Hamburger Geologen F. Wibel untersucht. Seit den 1930ern können Besucher das besterhaltene Ganggrab Schleswig-Holsteins besichtigen.

Die eiförmige Kammer misst 5 Meter in öst-westlicher und etwa 3 Meter im breiten Bereich der Nord-Süd Richtung. Ihre Höhe beträgt etwa 1,9 m an der West- und 1,5 m an der Ostseite. Die Kammer besteht aus erratischen Blöcken (Findlingen) der Eiszeit die bis zu 18.000 kg wiegen. Es handelt sich um 12 Tragsteine, drei Decksteine und 12 Randsteine und 2 Türsteine im Gang. Die Lücken zwischen den Trag- und den Gangsteinen sind mit Platten aus Rotsandstein gefüllt. Man gelangte ursprünglich durch einen 6 Meter langen und 1 Meter hohen und breiten, gepflasterten Gang in die Kammer, heute erfolgt der Zugang für Besucher von oben. Der Gang hat eine (in der Mitte gelegene) und somit ungewöhnlich platzierte Türrahmenkonstruktion. In der Osthälfte der Kammer ist durch eine Doppelreihe hochkant gestellter Platten ein Quartier abgetrennt. Hier befand sich auf dem sorgsam verlegten Bodenpflaster eine Feuerstelle.

Man fand in der Grabkammer Reste einer unverbrannten Leiche, einen Rinderzahn, Gefäße, Scherben, Beile, Flach- und Hohlmeißel und sechs Bernsteinperlen. Die Originalfunde befinden sich im Schloss Gottorf in Schleswig. Kopien findet man im Sylter Heimatmuseum, in Keitum. Der Name Denghoog ist Sylter Friesisch (Sölring) und bedeutet Thinghügel (Deng: Thing; Hoog: Hügel). Daher ist es auch möglich, dass die Anlage von den Menschen auch als Richtplatz genutzt wurde.

Quelle Text: Wikipedia

4 Gedanken zu „Denghoog

  1. Helmut

    Du bietest in jüngster Zeit sehr außergewöhnlich Steichen an. KLASSE !!! Und schon wieder kann ich was lernen. Wußte NICHT, daß es sowas auf Sylt gibt. Ich dachte da wären nur Promis und reiche Menschen zu besichtigen… lol

    Ich wünsche dir ein tolles Wochenende..

    Liebe Grüße nach GAP

    Helmut

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  2. Beate

    Liebe Helga!
    Das ist ein sehr interessanter Post heute.
    Vielleicht komme ich da mal hin, dann schaue ich mir das auf jeden Fall an.
    Frohe Grüße zum Wochenende:
    Beate

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  3. Elke

    Megalithgräber auf Sylt? – das hätte ich nun nicht vermutet, aber ja, warum nicht? Die Megalithkultur zog sich ja doch durch ganz Europa, denk ich mal. Gestern hast du mich mit der Ermitage vollauf beschäftigt, da bin ich gar nicht mehr zu diesem Beitrag hier gekommen.
    Lieben Gruß
    Elke

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