Antoniuskreuz (Schrebitz)

Antoniuskreuz (Schrebitz)
Foto aus Wikipedia, Urheber: Stephan Komp

Das Kleindenkmal Antoniuskreuz ist ein halbmetergroßes Steinkreuz aus Quarzporphyr im sächsischen Schrebitz. Die scheinbar glatte Oberfläche schließt das frühere Vorhandensein eines Kopfes nicht aus. Es steht an der Kreisstraße K 7506 direkt in der Ortsmitte von Schrebitz.

Chronik
Unter diesem Stein soll ein Schmiedemeister mit seinen Gesellen begraben liegen, die bei einem Überfall in den Zeiten des Dreißigjährigen Krieges von den Schweden ermordet worden sind. Die Mügelner Bürger hatten die Schweden bis Kiebitz vertrieben und sich dann in Schrebitz versteckt. Der Schmiedemeister verbarg sich mit seinen Gesellen in einem Backofen. Die Schweden hatten dies aber erfahren. Die beiden Gesellen sind freiwillig aus dem Backofen herausgekrochen, der Schmiedemeister aber wurde erst erstochen und dann herausgezogen.

Deutung
Das in Sachsen weitverbreitete mittelalterliche Brauchtum der Steinkreuzsetzung hatte den Sinn, um für überraschend und nach den religiösen Vorstellungen unvorbereitet aus dem Leben Geschiedene für deren Seelenheil zu wirken. Vorübergehende sollten zu einem Gebet für das Seelenheil des Toten veranlasst werden. Hier sollte das nachgeholt werden, was der Tote aufgrund seines unerwarteten Hinscheidens durch Beichte, Kommunion und letzte Ölung nicht mehr vornehmen konnte. Die heute gebräuchliche Deutung von Steinkreuzen als Seelgerät ist immer im Zusammenhang religiöser Vorstellungen der Menschen im Mittelalter zu sehen. Die Verwendung des Antoniuskreuzes und die Assoziation zum Seelenheil der Toten deuten auf eine Assimilation vorchristlicher Vorstellungen hin. Der Name entstand als Gebrauchsname aufgrund der äußerlichen Form als Antoniuskreuz.

Quelle Text: Wikipedia

4 Gedanken zu „Antoniuskreuz (Schrebitz)

  1. Helmut

    In Sachsen schöne Mädels auf den Bäumen wachsen….

    Ich finde die Deutung des Steines sehr aufschlußreich. Hatte noch nie davon gehört.
    Hast du schon was von einem Champagner-Stein gehört? So nennt man einen Stein aus Frankreich. Nein, damit werden keine Trauben gemahlen sondern Mehl.
    Dreimal werde ich noch wach, heisa dann ist Champagner-Tach.

    Liebe Grüße nach GAP
    Helmut

    Antworten
  2. Elke

    Schrebitz – hm? Ich hätte gedacht, dass das viel näher bei Leipzig liegt, da verwechsle ich wohl was. Ich glaube aber, dass es diese Steinkreuzsetzungen auch in Hessen gibt.
    Lieben Gruß
    Elke

    Antworten

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