Carnac

Carnac
Foto aus Wikipedia, Urheber: Steffen Heilfort

Carnac (bretonisch Karnag) ist ein kleiner Ort in der Bretagne mit etwa 4400 Einwohnern im Morbihan, an der Atlantikküste im Nordwesten von Frankreich. Er ist berühmt für seine mehr als 3000 Menhire, die zu Steinreihen (franz. Alignements) gruppiert sind. Auch die Steingehege der Bretagne liegen nahe beim Ort.
Der Name des Ortes leitet sich von keltisch *karn- oder Carn (vgl. das daraus abgeleitete englische cairn = Steinhügel/Steingrab) ab.

Steinreihen
Die Steinreihen, die einzeln stehenden Menhire und die Dolmen bestehen aus dem lokalen Granit der vom Meer aufgeschlossenen Küste. Ihre Oberflächen sind heute großteils verwittert und mit Flechten überzogen.

Die Steinreihen bilden die Gruppen von Kerlescan, Menec und Kermario. Die Reihen sind über drei Kilometer lang und enthielten ursprünglich über 3000 Steine, die zwischen 0,5 und 4,0 m hoch sind. Die größten Steine befinden sich immer am westlichen Ende. Das ursprüngliche Ausmaß betrug vermutlich 8 km, und die Anlage schloss auch die Monumente von Petit Menec, St.-Barbe und Kerzerho ein. Die Reihen erstreckten sich damit von Crac’h Ria bis Plouharnel.

Menec hat Steinkreise an beiden Enden (90 und 110 m im Durchmesser). Die Steinreihe ändert einmal die Ausrichtung, was manche Forscher als Hinweis auf einen Bau in zwei Phasen ansehen.
Bei Kermario sind die Reste des Steinkreises am W-Ende auf Luftbildern noch zu erkennen. Die Steinreihe ändert dreimal ihre Richtung.
Kerlescan hat einen Steinkreis am Westende, im Osten anscheinend nicht. Sie besteht aus 13 parallelen Reihen, die zwischen sieben und 41 Steinen enthalten. Ein Teil der Megalithen lag bereits als Blöcke vor, viele der kleineren wurden aus dem anstehenden Fels gebrochen.

Großsteingräber
Am Ortsrand befinden sich auch die Dolmen von Kerluir und Beaumer. Im Ort befindet sich ein weiterer Dolmen an der Rue de Courdiec und der Tumulus St. Michel. Der größte artifizielle Erdhügel Frankreichs ist 125 m lang, 60 m breit und etwa 10 m hoch. Er enthält eine Anzahl von Steinkisten und einen Dolmen, die mittels Tunnel zu besichtigen waren. Da die Hügelschüttung durch die Grabungen instabil wurde, sind die Tunnel inzwischen für die Öffentlichkeit gesperrt. Auf der Spitze des Grabhügels befindet sich eine Kapelle für den Erzengel Michael und ein Steinkreuz. Von hier hat man auch eine gute Aussicht über den Golf von Morbihan. Vergleichbare Großtumuli sind Petit Mont und Butte de Caesar, Arzon.

Quelle Text: Wikipedia

5 Gedanken zu „Carnac

  1. Traudi

    Herrlich! Ich war vor ein paar Jahren dort, kann mich noch richtig inmitten dieser Steine stehen und staunen sehen.

    Schöne Grüße
    Traudi

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  2. Janna

    …halloooo – auch Faschingsmuffel…:-)
    In Carnac war ich auch schon – als es noch nicht abgesperrt war!!! da gibts wunderschöne Fotos…
    und nachher sind wir noch durch stachliges Gebüsch gekrochen, um eine „Allee couverte“ zu suchen – wenn ic halte Steine wittere, gehe ich meilenweit…:-) liebe Grüße von der Janna

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