Nambung-Nationalpark

Das steinreiche Jahr beginnt mit einem Stein aus Evas Steinlawine –
steinreichen Dank 🙂

Pinnacles
Foto aus Wikipedia, Urheber: Andrzej Kulka
Pinnacles

In der NÀhe der westaustralischen Stadt Cervantes befindet sich der Nambung-Nationalpark (engl. Nambung National Park). Er erstreckt sich 245 km nördlich von Perth entlang der Swan Coastal Plain. Es ist ein Park der IUCN-Kategorie II und wird vom Department of Conservation and Land Management verwaltet.

Hauptattraktion des Nationalparks sind die bis zu vier Meter hohen verwitterten KalksteinsĂ€ulen, die „Pinnacles“; er ist deshalb auch unter dem Namen Pinnacles Desert bekannt, welche aber nur einen vier Quadratkilometer kleinen Teil des Nationalparks konstituiert.

Landschaft
Der Nationalpark liegt in einem dreiteiligen DĂŒnensystem; diese DĂŒnen markieren die frĂŒheren KĂŒstenlinien des Indischen Ozeans.

Die jĂŒngste Linie, die am nĂ€chsten zum Meer liegt, sind die Quindalup-WanderdĂŒnen aus weißem, kalkreichem Sand. Sie sind von Heidevegetation mit lila blĂŒhenden Bodendeckern (blue fanflower, pigface) umgeben.

Das zweite System weiter im Landesinneren sind die Spearwood-DĂŒnen. Gelblich-brĂ€unlicher Quarzsand ĂŒberlagert hier den Ă€lteren Kalkstein verfestigter frĂŒherer DĂŒnen. In diesem System entstanden die Pinnacles. Umgeben ist das DĂŒnengebiet von Banksia- und Dryandra-Buschland.

Die dritte, Ă€lteste und am weitesten vom Meer entfernte DĂŒnenlinie sind die Bassendean woodlands. Auf dem an Silizium reichen Sand wachsen strauchhohe Banksia und Tuarts, eine kleinwĂŒchsige Eukalyptus-Art.

Tierwelt
Die meisten Tiere im Park sind nachtaktiv. Das Graue RiesenkÀnguru und Emus werden gelegentlich auch am Tag gesehen.

An Reptilien sind der Tannenzapfenskink und die giftige Westliche Braunschlange verbreitet. Seltener ist in den unzugÀnglichen Buschgebieten des Nationalparks die Teppichpython.

Über 90 Vogelarten sind entlang der Swan Coastal Plain heimisch, beispielsweise der Blaubrust-Staffelschwanz, der Pfeifhonigfresser, der Keilschwanzadler und der Australische Gleitaar.

The Pinnacles
Die das mittlere DĂŒnensegment dominierenden, charakteristischen KalksteinsĂ€ulen entstanden durch Pflanzenwuchs vor etwa 500.000 bis 50.000 Jahren auf der aus Quarzsand bestehenden WanderdĂŒne. Deren Wurzeln drangen tief in die Ă€ltere, sich zeitgleich verfestigende Tamala-Kalksteinschicht vor. Dabei durchbrachen sie an brĂŒchigen Stellen zunĂ€chst eine extrem harte Kalksteinkruste, die durch nach unten sickernde SĂ€uren (gebildet aus Humus, abgestorbenen Pflanzen und Tieren) entstanden war. Unter dieser Kruste verfestigte sich der Kalkstein besonders kompakt zwischen den eingedrungenen Pflanzenwurzeln, da diese Bereiche viel Wasser aufsogen.

Die quarzsandhaltige WanderdĂŒne zog jĂ€hrlich ca. 2,5 m weiter, die frei liegende Kalksteinschicht war der Erosion ausgesetzt, die innerhalb der letzten 20.000 Jahre abgestorbene Vegetation hinterließ LĂŒcken, in die Quarzsand eindrang, der dann wiederum abgetragen wurde. Nur die extrem harten Bereiche der durch viel Wasser zementierten Kalksteinschicht waren von der Erosion nicht betroffen. Diese sehen wir heute als Pinnacles. Gelegentlich zeugen Kappen auf den SĂ€ulen noch von der Kruste.

Wo die unterirdische Vegetation vollstÀndig vom harten, erosionsunfÀhigen Kalkstein umschlossen wurde, entstanden versteinerte Pflanzenwurzeln.

Eine ca. 4 km lange Sandpiste erschließt das Gebiet; ein erhöht liegender Aussichtspunkt (Pinnacles Lookout) ermöglicht einen Überblick ĂŒber die unterschiedlich gestalteten kleineren und grĂ¶ĂŸeren Formationen.

Zugang
Der Nationalpark ist von Norden mit einem normalen PKW von Cervantes zu erreichen.

Der Weg von SĂŒden ĂŒber Lancelin und Grey ist nur mit einem Allrad-Fahrzeug möglich. FĂŒr die teils sandige, teils felsige Piste mit einigen Anstiegen auf ca. 65 km braucht man mindestens drei Stunden Fahrzeit. Sofern man nicht genĂŒgend ErsatzrĂ€der mitgenommen hat, ist es zwingend erforderlich, den Reifendruck mehrfach dem GelĂ€nde anzupassen. Eine einfache, handgezeichnete Karte gibt es im TouristenbĂŒro von Lancelin.

Die PicknickplĂ€tze und BadestrĂ€nde Kangoroo Point und Hangover Bay liegen an dieser Grey Road, deren Asphaltierung fĂŒr 2006 geplant war, aber noch nicht realisiert ist.

Quelle Text: Wikipedia

3 Gedanken zu „Nambung-Nationalpark

  1. Helmut

    Das neue Jahr beginnt gleich mit einem großen Unbekannten,
    zumindest fĂŒr mich. Bisher hatte ich noch nichts von diesem Park gehört. Doch auch im neuen Jahr bin ich noch lernfĂ€hig.

    Herzliche GrĂŒĂŸe nach GAP

    Helmut

    Antworten
  2. Eveline

    Dene ihr Schnee hat aber a komische Farb‘!! 😯

    Aber von Pinnacles Lookout könnte man ja schon auf der Piste runtersausen 🙂

    Wir sorgen grad fĂŒr Nachschub – in weiß!! 😀

    *schneeballwerf* Eveline :huggels:

    Antworten
  3. Elke

    Hach ja: Australien und Neuseeland – wenn’s bloß nicht so barbarisch weit weg wĂ€re. Mein Neffe ist derzeit in Neuseeland unterwegs. Er schreibt ab und an Mails, da kommt Sehnsucht auf.
    Lieben Gruß
    Elke

    Antworten

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