Tomba dei Giganti S’Ena e Thomes

Von diesem gigantischen Grab zeige ich Euch ein Bild aus Wikipedia, weil es einfach schöner ist, als meine Fotos unseres einzigen Regentages 🙂

Tomba dei Giganti S'Ena e Tomes
Foto aus Wikipedia, Urheber: SehLax

Die Gigantengräber sind die größten pränuraghischen Kultanlagen auf Sardinien. Wie die großen Felsengräber sind sie Monumente der Vorläuferkultur der Nuragher, der Bonnanaro-Kultur (1.800-1.500 v. Chr.). Die in Sardu Tumbas de sos zigantes und auf italienisch plur. Tombe dei Giganti genannten Bauten zählen zu den europaweit spätesten Megalithanlagen.

Das herausragende Element der ersten Generation der Gigantengräber ist zweifellos die phallische, bis zu 4 m hohe Portalstele im Zentrum der Exedra. Einzig in ihrer Art, haben die Exedren der 321 bekannten Anlagen (nach Provinzen: Cagliari 91, Nuoro 187, Sassari 43) einerseits gewisse Ähnlichkeiten mit den irischen Court tombs, den schottischen Clyde tombs und andererseits mit den Exedren maltesischer Tempel.

Baulich treten die Gigantengräber in zwei Varianten auf. Einmal mit Portalstelen, ähnlich wie die großen Felsengräber die zum Teil ihre Portalstelen imitieren; jener Typ, der sich in Li Lolghi, Coddu Vecchiu, Provinz Olbia-Tempio (OT) oder im abgebildeten Sa Ena e´ Thomes bei Dorgali (NU) präsentiert. Spätere Anlagen wie Muraguada und Tamuli Provinz Nuoro sind dagegen nur noch rudimentär mit zentralen Stelen versehen. Bei der Anlage von Madau (NU) ist erkennbar, dass der Bau auf einer umgestürzten Portalstele errichtet wurde.

Als Ausgangspunkt des Baus von Gigantengräbern wird der U-formige Dolmen S’Ena ‚e sa Vacca bei Olzai, in der Provinz Nuoro (NU) angesehen. An den Anlagen von Coddu Vecchiu und Li Lolghi wird deutlich, dass die Exedra mit der Portalstele nachträglich vor ein bestehendes rechteckiges Galerie- oder Kistengrab gesetzt wurde. Diese Umbauten bleiben nicht auf die Gallura beschränkt, die sich offenbar einer anderenorts entstandenen Entwicklung anschließt. Eine in dieselbe Zeit fallende Anlage ist der Dolmen Sculacacca bei Abbasanta, der ein Unikat darstellt. Bei Abbasanta liegt auch die Anlage von Sos Ozzastros mit einer nur 3,4 m langen und einen Meter breiten Galerie, eines der kleinsten Gigantengräber. Sie hat eine halbkreisförmige Exedra an der sich bankartige Vorbauten befinden.

Die stets engen Galerien, die oft nur durch einen winzigen Durchlass am unteren Ende der Portalstele erreichbar sind, können bis zu 24 m lang sein. Bei der Gestaltung der Galerie gibt es verschiedene architektonische Varianten. Manche sind, wie die Protonuraghen, mit horizontal aufgelegter Deckenplatte versehen (Sa Ena e´ Thomes), andere mit falschem Gewölbe (Is Concias, Muraguada und Madau).

Im Deckenausbau der Gigantengrabgalerien gibt es auch die Kombination von horizontaler Platte und Gewölbe (San Cosimo Provinz Cagliari (CA)). In einer solchen Galerie fand man bis zu 136 Skelette. Die kulturelle Kontinuität zwischen den großen Felskammern und der Freilandarchitektur wird durch die Baityloi beziehungsweise deren Standorte gebildet. Sie stehen sowohl über einigen Felsgrabportalen als auch auf (dann mit Zahnfriesen) oder neben Gigantengräbern (Is Concias, Tamuli).

  • Quelle: Wikipedia
  • 7 Gedanken zu „Tomba dei Giganti S’Ena e Thomes

    1. Ocean

      Liebe Helga,

      deine beiden letzten Einträge sind wieder so richtig fernweh-verdächtig *gg* ..sieht einfach nur beeindruckend aus! solche Orte finde ich sehr faszinierend ..Gigantengräber, allein das Wort – doll.

      Liebe Grüße an dich 🙂 🙂
      Ocean (*freu* es hat endlich aufgehört, zu regnen *g*)

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    2. Quizzy

      Hmmm … auch beim dritten Mal hinschauen komm ich nicht von dem Gefühl weg, dass mir da jemand seinen Stinke- ähhh … Mittelfinger zeigt! 😉

      Ich wünsch dir einen schönen, sonnigen Abend!

      Liebe Grüße
      Renate

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    3. katinka

      *grusel*
      Diese Seite in deinem neuen Buch würde ich heimlich überblättern.. Gräber sind mir unheimlich! Da können noch soviele Baitylois draufstehn.

      :mrgreen:
      unheimlich viele liebe Grüße
      😀

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    4. Elke / Mainzauber

      Faszinierend, aber ich hätte vermutlich nicht den Mut, in den engen Gang unter der riesigen Stele reinzukrabbeln. So stabil sieht mir irgendwie nicht aus. Hm – da wäre vielleicht Archäologin doch nicht der richtige Beruf für mich gewesen? Andererseits bin ich in Ägypten in engen Felsengräbern rumgekrabbelt und hab mir auch nicht viel dabei gedacht. Mir geht’s wie Eveline, ich würde mich zumindest gerne in den Steinkreis rein stellen.
      Lieben Gruß
      Elke

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    5. Helmut

      Tja, ich würde mich in diesem Fall mit Eveline verbünden….
      Tolle Grabanlage und Kultstätte… Und ansonsten: der Tod gehört zum Leben…

      Natürlich kann meine Frieda gut kochen !!! Sie versorgt sich auch mit 88 Jahren immer noch selbst. Und den Garten „barbeitet“ sie ganz nebenbei. Sie kocht Marmelade von den Gartenfrüchten (Himbeeren und Johannisbeeren).

      Sonnige Grüße nach GAP
      Helmut

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