Grotta del Bue Marino

Grotta del Bue Marino

In der Steilküste am Golfo di Orosei gibt es zahlreiche Grotten. Die Grotta del Bue Marino ist zwar auf einer Küstenwanderung zu erreichen, aber diese endet vor verschlossenen Toren, denn man wird von Cala Gonone aus mit Barken zum Eingang gebracht und durch den für die Touristen erschlossenen Teil der Grotte geführt. Fotografieren ist nicht erlaubt, (Copyright, you know) aber es wollte uns auch keiner Ansichtskarten verkaufen 🙁

Grotta del Bue Marino

Nach der Grottenbesichtigung ist unser Schiff erst abgefahren, als ein gewisser Stefano mit seinem Bike aus 20 (?) Meter Höhe über dem Grotteneingang ins Meer gesprungen (gefahren?, geradelt?, gefallen? …) ist. Das Event wurde gefilmt und die Kids einer Schulklasse waren ganz wild darauf gewesen, den Helden anzufassen und mit ihm fotografiert zu werden. Von wirklichen Grund ihres Grottenbesuches waren sie sicher nicht so beeindruckt.

Die Bue Marinos (Mönchsrobben oder Meerochsen) haben in dieser Höhle früher gelebt und ihre Jungen zur Welt gebracht. Inzwischen ist die Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus) ist eine vom Aussterben bedrohte Robbenart aus der Familie der Hundsrobben. Mit geschätzten 350-450 Individuen ist sie eines der seltensten Säugetiere Europas und in den Gewässern vor Sardinien längst verschwunden.

Die Grotta del Bue Marino ist eine aktive Grotte und man kann sie entlang eines Flusslaufes begehen. Am Ende der gezeigten Strecke vereinigen sich das Süsswasser aus dem Berg mit dem Salzwasser und nach der Schneeschmelze entsteht sogar ein Wasserfall. Man geht durch verschiedene Hallen, die unterschiedliche Tropfsteinformationen zeigen. Faszinierend ist der Spiegelsaal, wo sich in glatter Wasserfläche die Wände so täuschend spiegeln, als wäre der See unendlich tief, es aber in Wirklichkeit nur wenige Zentimeter sind.

5 Gedanken zu „Grotta del Bue Marino

  1. Elke/Mainzauber

    Wow – das muss toll sein, wenn man dort durchfahren kann. Ich bin allerdings mal nur mit Schnorchel und Taucherbrille bewaffnet und bei bewegtem Meer durch so eine Grotte durchgeschwommen bzw. getaucht, da ist mir teilweise himmelangst geworden. War froh, als ich drüben heil wieder rauskam. Im Boot ist es besser. Wobei, da muss die Grotte auch hoch genug sein und dann könnte man auch ohne Angst durchschwimmen. Nur wenn zwischen Wasseroberfläche und Grottendecke plötzlich kaum noch Platz ist, dann wird’s mulmig. Puh – ich krieg grad wieder eine Gänsehaut, wenn ich daran zurück denke. Aber Grotten sind trotzdem was Tolles.
    Lieben Gruß
    Elke

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  2. Helga

    Liebe Helga, ein beeindruckender Bericht und das blaue Meer- super! Das sind Erlebnisse, an die man gerne zurück denkt, auch wenn der Alltag wieder eingekehrt ist.
    Eine schöne Woche und liebe Grüße
    Helga

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  3. Quizzy

    Diese türkisfarbene Wasser – einfach traumhaft! Allerdings hab ich erst gedacht, dass du dich vertippt hast und die Grotte „Blue Marino“ heisst – gut, dass du’s erklärt hast.

    Den lateinschen Namen find ich lustig, da passt sie ja super nach Monachia! 😉

    Ja, und wie hat der Radlfahrer dann sein Radl wieder rausgefischt? Ist das nicht untergegangen?

    Liebe Grüße
    Renate

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  4. Eveline

    *hinwill* – den Radler können sie behalten, aber alles, was schon „unten“ ist möcht ich gern seh’n 🙂

    Huggels, Eveline

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