Stone Mountain

Stone Mountain

Stone Mountain ist ein großer Granitfels bei Stone Mountain, Georgia, einem Vorort von Atlanta. Er ist nach einigen Angaben der größte freiliegende Granitfels der Welt und, nach Mount Augustus auch der zweitgrößte Monolith. (Der populäre Uluru – früher „Ayers Rock“ – würde Stone Mountain zwar von der Größe her eigentlich auf den dritten Platz verweisen, ist aber entgegen landläufiger Meinung kein Monolith.)

Stone Mountain ist nicht nur als geologische Besonderheit bekannt, sondern auch für das riesige Basrelief auf seiner Nordwand, das größte Basrelief der Welt.

Der Gipfel des Felsens liegt 513 m über dem Meeresspiegel und rund 250 Meter über dem umgebenden Plateau, rund ein Viertel der Erhebung des ebenfalls aus Granit bestehenden Felsen El Capitan im Yosemite-Nationalpark.

Der an der Basis einen Umfang von mehr als acht Kilometern aufweisende Felsen kann zu Fuß oder per Seilbahn erklommen werden. Die Oberfläche besteht aus nacktem Fels mit Ausspülungen, in denen sich Regenwasser sammelt, das kleine Bäche speist. In den Felsritzen leben einige Arten von Urzeitkrebsen. Die seltene Georgia-Eiche (Quercus georgiana) wurde erstmals auf dem Felsplateau entdeckt.

Geologie
Bei dem Felsen handelt es sich um einen hauptsächlich aus Granit bestehenden Intrusivkörper, der im Zeitraum der Entstehung der Blue Ridge Mountains vor rund 300 Millionen Jahren entstand, als Magma aus der Erdkruste in erdnahe Schichten gepresst wurde und sich dort verfestigte. Durch Erosionsprozesse wurde dann der aus beständigerem Material bestehende Felsen nach und nach freigelegt. Auf ähnliche Weise entstand auch der Devils Tower in Wyoming. Nach Art und Anzahl der Xenolithe handelt es sich um S-Typ-Granit (aus erschmolzenem Sedimentgestein). Es weist eine Schieferung in Ost-West-Richtung auf.

Relief
Das Relief an der Nordseite des Felsen zeigt drei Persönlichkeiten der Konföderierten Staaten von Amerika: Präsident Jefferson Davis und die Generäle Thomas „Stonewall“ Jackson und Robert E. Lee. Es befindet sich etwa 130 Meter über dem Fuß des Felsens und hat insgesamt etwa die Größe eines Fußballfelds. Es ist etwa sieben Meter tief in das Gestein abgesetzt. Die Figurengruppe misst etwa 30 mal 60 Meter und ist an der tiefsten Stelle etwa vier Meter tief eingeschnitten. Seit 25 Jahren wird nachts eine Lasershow auf das Relief projiziert.

Entstehung
1909 wurden in den USA Hundertjahrfeiern zum Gedenken an den Präsidenten Abraham Lincoln gehalten. Bei dieser Gelegenheit kam erstmals der Gedanke auf, dem Andenken der Konföderierten ein Denkmal zu errichten. Mrs. C. Helen Plane von den „United Daughters of the Confederacy“ gab den ersten Anstoß. Sie sprach den Bildhauer Gutzon Borglum an, und dieser erstellte bis 1917 einige vorläufige Modelle; wegen des Ersten Weltkriegs war es schwer, Sponsoren zu finden.

1923 bekam Borglum 250.000 Dollar, die zu einem großen Teil vom Ku Klux Klan gesammelt worden waren, und er konnte mit der Arbeit beginnen, erhielt jedoch eine unrealistische Zeitvorgabe von 3 Jahren. Im folgenden Jahr wurde anlässlich General Lees Geburtstag das Relief von Lees Kopf von einem großen Publikum feierlich enthüllt. Das Verhältnis zu Borglum verschlechterte sich jedoch, und sein Vertrag wurde im Februar 1925 gekündigt. Borglum verließ Georgia, nicht ohne seine Vormodelle zu zertrümmern, und begann die Arbeit an Mount Rushmore. Im April 1925 wurde Augustus Lukeman zur Fortführung der Arbeit verpflichtet, und drei Jahre später wurde Borglums Werk mit Dynamit vom Berg gesprengt. Dann ging jedoch das Geld aus, und als Lukeman 1935 verstarb, hatte die Arbeit am Berg bereits seit einigen Jahren geruht.

1958 kaufte der Staat Georgia den Berg für über 1 Million Dollar. Das Stone Mountain-Projekt wurde 1963 wieder erweckt und Walker Hancock wurde ausgewählt, die Bildhauerarbeit zu vollenden. Erst 1970 wurde das Relief schließlich von Roy Faulkner vollendet.

Stone Mountain und der Ku Klux Klan
Eine zentrale Rolle in der Geschichte des Stone Mountain-Denkmals kommt dem Ku Klux Klan zu. Der Ku Klux Klan hat vielfältige Beziehungen zu dem Denkmal und hat dort viele Zeremonien abgehalten.

Die Verbindung begann mit der dramatischen Wiedergeburt des Klan, ausgelöst durch den Film „Die Geburt einer Nation“ von D. W. Griffiths, der die Aktivitäten des ursprünglichen Ku Klux Klan in der Zeit nach dem Bürgerkrieg romantisch verklärte. Am 25. November 1915 traf sich eine Gruppe von Männern in langen Roben und Kapuzen am Stone Mountain, um ein Kreuz zu verbrennen, und „Oberst“ William Joseph Simmons, ein methodistischer Prediger, leistete einen Eid als „Grand Wizard“ des erneuerten Ku Klux Klan. Der Eid wurde ihm von Nathan Bedford Forrest II abgenommen, dem Enkel des ursprünglichen „Imperial Grand Wizard“ Ex-General Nathan B. Forrest; als Zeuge fungierte Samuel Venable, der Eigentümer des Stone Mountain. Im Oktober 1923 gewährte Venable dem KKK eine ewige Grunddienstbarkeit mit dem Recht, dort nach Belieben Feierlichkeiten abzuhalten.

Von Anfang an bemühte sich der KKK um neue Mitglieder; so konnte er auch Gutzon Borglum anwerben. Wegen seiner kräftigen Mitwirkung bei der Finanzierung des Monuments und seines starken politischen Einflusses in Georgia konnte der Klan – gemeinsam mit den „United Daughters of the Confederacy“ – die Gestaltung des Denkmals ideologisch beeinflussen, so dass das Denkmal die Konföderation verherrlicht. Demgegenüber besteht die Bevölkerung des Vororts Stone Mountain heutzutage zu fast 70 % aus Afroamerikanern.

Stone Mountain Park
Das Konföderierten-Denkmal wird vom Stone-Mountain-Park mit einem Golfplatz, Glockenspiel, Flugplatz, etc. umgeben. Eine Seilbahn bringt Besucher auf den Gipfel, von wo aus sie auf Atlanta hinunterschauen können; oft kann Kennesaw Mountain gesehen werden, und an sehr klaren Tagen reicht die Sicht bis zu den Appalachen. Auch zu Fuß ist der Weg auf den Gipfel leicht zu bewältigen. Auf dem Berg steht auch ein kleiner Funkturm, der drei nichtkommerzielle Sender ausstrahlt.

Stone Mountain Park ist einer von drei privat betriebenen Staatsparks von Georgia. Zur Zeit werden der Park und seine Fahrgeschäfte von der Silver Dollar City Company betrieben. Im Park wurden auch einige Veranstaltungen anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1996 abgehalten.

  • Quelle: Wikipedia
  • 5 Gedanken zu „Stone Mountain

    1. Quizzy

      Auch wenn die Sache mit dem Ku Klux Klan mehr als gruselig ist, träum ich bei solchen Bildern doch auch von Zeiten, die „vom Winde verweht“ sind … 😉

      Liebe Grüße
      Renate

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    2. Eveline

      wenn’s nicht grad ein KKK-Denkmal wäre, wär’s noch viel schöner…

      Ich würd’s trotzdem gern in echt sehen 🙂

      Sonnige Huggels, Eveline

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    3. renate

      Liebe Helga-ich schrieb es Dir bereits: Seit ich auf Deine Seite gestossen bin-gehört sie zu meinen Favoriten-habe sie schon mehrmals weiterempfohlen- Sie bringt immer wieder neue ,interessante Informationen, die man sich so sonst nicht angelesen hätte.
      Steine sammeln macht Spaß.
      Liebe Grüße von
      Renate

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    4. Eva

      also ich muss an Bonanza denken, wenn ich die Kerle so sehe …. nur aweng vornehmer …. Frankensteinhuggelgrüße von Eva :))

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    5. Die Schlafwandlerin

      Liebe Helga,

      ich habe jetzt überlegt, was ich empfinde, weil mir der KKK doch ein Schauern über den Rücken jagte…zumal ich vor vielen Jahren mal ein Buch über den KKK las, welches mich sehr erschütterte…

      Aber vielleicht sollte man eben einfach nicht immer nur an grausiges denken, sonst wird am Ende alles von Bösem überschattet und der Blick und Sinn für das Sehenswerte geht verloren…. was Schade wäre.

      Danke dir für diesen Stein und wünsche dir ein schönes Wochenende.

      Liebe Grüße,
      die Wandlerin

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