Palermostein

Manchmal fällt mir schon auf der Wikipedia-Eingangsseite der „Artikel des Tages“ als Stein in den Schoss. Herzlichen Dank, Wikipedia 😉
Es ging dabei um Snofru, den ersten altägyptischen König (Pharao) der 4. Dynastie im Alten Reich.

Palermostein
Foto © Giovanni Dall’Orto

Der Palermostein ist ein Annalenstein. Er enthält die Namen der Pharaonen aus prädynastischer Zeit bis zur 5. Dynastie (2504–2347 v. Chr.). Seinen Namen erhielt er aufgrund seines jetzigen Aufbewahrungsortes in dem Archäologischen Regionalmuseum von Palermo wo er sich seit 1877 befindet. Als ursprünglicher Aufstellungsort wird das Sonnenheiligtum des Pharao Niuserre (5.Dynastie) in Abusir vermutet.

Form
Es handelt sich um eine schwarze Dioritplatte, deren ursprüngliche Maße wohl 220 x 140cm betragen haben. Aus unbekannten Gründen aber ist das Artefakt in mehrere Fragmente zerbrochen. Die beiden größten Fragmente werden aufgrund ihrer Ausstellungsorte „Palermostein“ und „Kairostein“ genannt, ein kleines Fragment befindet sich im Petrie Museum in London.

Beschriftung
Die Steintafel ist vorder- und rückseitig beschriftet, wobei vor allem die Vorderseite in verblüffend modern wirkenden, horizontalen Tabellen und Zeilen aufgegliedert ist. In der obersten Zeile sind die Namen prädynastischer Herrscher in rechteckigen Vignetten eingetragen. Darunter folgen sämtliche Pharaonen der 1. bis 4. Dynastie. In freien Zeilen sind zunächst die Herrschernamen nebst Kartuschennamen, sowie die Namen der jeweiligen Ehefrauen vermerkt. Direkt darunter werden von rechts nach links in schmalen Fenstern die wichtigsten Jahresereignisse aufgelistet. In einer sehr dünnen Extrazeile darunter wird der jahresaktuelle Stand der Nilflut angegeben. Die Herrschertabellen enden stets mit der Angabe, wie lange der Pharao regiert hat.

Nach diesem Prinzip ist die gesamte Front der ehemaligen Gedenktafel aufgebaut. Die Rückseite widmet sich den Pharaonen der 5. Dynastie. Der Palermostein und der Kairostein sind die beiden größten Fragmente und noch heute Gegenstand der Forschung.

  • Quelle: Wikipedia
  • 5 Gedanken zu „Palermostein

    1. katinka

      Zum Glück, das dann irgendwann mal das Papier erfunden wurde … gar nicht auszudenken, wenn alle wichtigen Sachen auf solchen Platten bei mir lagern würden.

      Ob’s allerdings wirklich *Glück * ist, bin ich mir nu aber auch gar nicht so sicher, wenn ich all meine wichtigen Aktenordner so seh …. 🙁
      So manch Beamter müsste mal sein Geschriebenes,was er verzapft, auf Platten meißeln …*gg* 😀

      liebe Grüße
      von katinka

      Antworten
    2. Eveline

      … und heute nehmen wir nicht mal mehr Papier, sondern lesen’s gleich auf’m Bildschirm….

      Da sammelt es sich ja auch gleich noch besser 😀

      Schönen Start ins Wochenende!!
      Huggels, Eveline

      Antworten
    3. Ocean

      *gg* das mit dem Papier und PC ist doch schon wesentlich praktischer :)))

      Aber aussehen tut’s toll .. schwarzer Stein ..

      Ich wünsch dir ein schönes Adventswochenende, liebe Helga (und dass das Wetter bei dir nicht so uselig ist, wie hier – es SCHÜTTET *schüttel* 😉 )

      liebe Grüsse an dich,

      Ocean

      Antworten
    4. Eva

      tröstet mich, dass die alten Pharaonen sich auch nichts merken konnten und es deshalb aufgeschrieben haben …. ein gemütliches Wochenende wünsche ich Euch …. bevor die Feierei los geht …. LG von Eva :))

      Antworten
    5. Quizzy

      Dreimal darfst raten, warum ich in deine „Suche“ grad diesen Begriff eingegeben hab … 😀

      Noch 9 x schlafen …

      Liebe Grüße
      Renate

      Antworten

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.