Frauenmauerhöhle

Frauenmauerhöhle
Blick auf die Frauenmauer von der Gsollalm

Die Frauenmauerhöhle ist eine 644 m lange Höhle unter der 1827 m hohen Frauenmauer, die Teil des Hochschwabmassivs ist. Die Besonderheit der Höhle ist die Möglichkeit der Durchquerung des darüber liegenden Bergmassivs, da sie über zwei Ausgänge verfügt, sie ist eine sogenannte Durchgangshöhle.

Sie liegt an der Grenze der Verwaltungsbezirke Bruck an der Mur und Leoben im Bundesland Steiermark in Österreich nahe der Ortschaften Eisenerz (Westeingang) und Tragöß (Osteingang). Sie ist Teil des weitverzweigten Frauenmauer-Langstein-Höhlensystems. Das Höhlensystem ist auf einer Länge von 15 Kilometern erforscht und zählt mit einer Höhendifferenz von nahezu 600 Metern zu den tiefsten Höhlen Österreichs.

Die Höhle entstand nach der Eiszeit durch ablaufendes Schmelzwasser, das den Kalkstein auflöste und unterirdische Abflüsse bildete. Durch zunehmende Erosion wurden dann nach und nach beide Eingänge der Höhle freigelegt, sodass dieser natürliche Tunnel entstand. In der Höhle gibt es nur wenige Versinterungen wie Tropfsteine, da die Höhle geologisch als sehr jung einzustufen ist.

Eisenerzer Bergknappen stießen bereits um das Jahr 1820 in der Frauenmauerhöhle bis zur sogenannten Klamm vor. Erst hundert Jahre später wurde der Schutt aus der Klamm von Bergknappen ausgeräumt und somit konnte die Höhle zwischen den beiden Ausgängen durchgehend begangen werden. Bekannt ist auch, dass am 14. September 1885 Kaiserin Elisabeth in Begleitung von Erzherzogin Marie Valerie die Höhle besucht haben.

Einige unvorsichtige Begeher verunglückten bereits in diesem Felslabyrinth (besser wäre allerdings Irrgarten), da sie sich verirrten. Eine Begehung ohne Führer ist daher nicht ungefährlich. In der Höhle erinnert das Kreuz an dem Felspfeiler des „Umgangs“ an drei um 1890 verunglückte Studenten. Sie fanden nicht mehr aus der Höhle heraus, da ihre einzige Lichtquelle abgebrannt war. Sie beschlossen daher, sich an der vor ihnen liegenden Felswand entlang zu tasten. Ihr Verhängnis war, dass die vor ihnen liegende Felswand, die eigentlich ein Pfeiler mit 50 m Umfang ist, sich endlos umrunden ließ.

Seit den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts wird auch die nahegelegene Langsteinhöhle (beim Westeingang) erforscht.

Man erreicht den Westeingang der Frauenmauerhöhle von der Präbichl–Passhöhe (Gehzeit vier Stunden) oder von der Gsollkurve der B 115, Eisenbundesstraße (Gehzeit zwei Stunden). Benützt man an Wochenenden während der Sommermonate den Sessellift auf den Polster, kann man die Gehzeit auf unter zwei Stunden verkürzen. Den Osteingang der Höhle erreicht man in etwa 3 Stunden Gehzeit vom Ende der Fahrstraße von Tragöß Richtung Grüner See (Jassingau). Es ist möglich, zu Fuß von einem Eingang zum anderen oberirdisch über einen Bergsattel zu gehen.

Ortskundige Höhlenführer stehen von Juni bis September an allen Samstagen, Sonntagen und Feiertagen zur Verfügung. Am Osteingang üblicherweise um 10, 12, 14 Uhr und am Westeingang um 9, 11, 13 Uhr. Die Höhle und deren Steiganlagen werden vom Alpenverein, Sektion Voisthaler, betreut. Derzeitige Höhlenführer sind Rudolf Krenn und Werner Hofer aus Eisenerz. Im Jahr 2007 betrug die Führungsgebühr 3,– €.

  • Quelle: Wikipedia
  • 7 Gedanken zu „Frauenmauerhöhle

    1. Quizzy

      15 km mit 600 Höhenmetern im Dunkeln? Na, mir gangst …
      Da krieg ich ja eine Gänsehaut, wenn ich daran denke, mitten in der Höhle zu stehen und das Licht geht aus!

      Die armen Studenten, die da nicht mehr rausgefunden haben … 🙁

      Ich wünsch dir einen – wenn schon nicht sonnigen, dann wenigstens herzerwärmenden – 2. Advent!

      Liebe Grüße
      Renate

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    2. Eveline

      Klingt, als wäre das wieder mal so ein „Schlechtwetterprogramm“ für den Herrn Lupo 😀

      Wenn man sich das vorstellt, mit dem Pfeiler….
      Grauslig, draufgekommen sind sie wohl erst, als der erste tot war und sie bei der nächsten „Umrundung“ über ihn drübergestolpert sind…. *grusel*

      Euch einen schönen 2. Advent – und viel Spaß beim Schneeräumen 🙂
      Huggels, Eveline

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    3. Helga

      …also Höhlenwanderungen wären nix für mich, aber oberirdisch scheint es ja sehr schön zu sein. Ich schick Dir liebe Grüße in die Berge aus dem Sauerland, wo gerade die Sonne beginnt aus den Wolken zu scheinen.
      Einen schönen 2. Advent
      Helga

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    4. Elke

      Gruselig! Bin zwar froh, dass es sich nicht um eine Höhle handelt, in der Frauen eingemauert wurden, aber ein Besuchermagnet wird’s wohl nicht werden.
      Ich bleib lieber im gemütlichen Hessen bei Adventskerzen und heißem Apfelwein 😉
      Lieben Gruß
      Elke

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    5. Ocean

      Guten Abend, liebe Helga 🙂

      ein gut weites Stück zu laufen – aber ich finde Höhlen sehr faszinierend, und hab mir das jetzt gleich mal in die Favoriten gepackt – danke dir für den Tipp!

      Ganz lieben Advents-Abendgruss zu dir, und einen schönen Wochenstart wünscht dir

      Ocean 🙂

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