Halit

Nachtrag für Eveline, Eva und alle anderen, die es gern wissen wollen oder ein „e“ im Namen tragen:
Der abgebildete Kristall ist etwa 10 cm groß. Das hat mir Dr. Ingo Wölbern, der Autor des Fotos, verraten – herzlichen Dank 🙂

Halit

Halit (deutsches Synonym: Steinsalz, chemische Verbindung Natriumchlorid) ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der einfachen Halogenide. Es kristallisiert im kubischen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung NaCl und entwickelt meist kubische (würfelförmige) Kristalle und großflächige, körnige bis massige Aggregate. Reiner Halit ist farblos oder bei mikrokristalliner Ausbildung weiß. Durch Einlagerung von Hämatit nehmen die Kristalle eine rote Farbe an, bei Einlagerung von Limonit eine gelbe. Durch Beimengungen von Tonmineralen oder Bitumen erscheint Halit grau bis braun. Gitterfehler im Kristallaufbau erzeugen durch Interferenz (Überlagerung durch Beugung der Lichtstrahlen) eine bläuliche Färbung.

Unter UV-Licht zeigt Halit eine orangefarbene Fluoreszenz.

Halit ist ein gesteinsbildendes Mineral und maßgeblich am Aufbau der Steinsalz-Lagerstätten beteiligt. Steinsalz ist ein monomineralisches Gestein, welches sich, bis auf geringe Beimengungen anderer Salzminerale wie Anhydrit, Gips, Sylvin und anderen, fast ausschließlich aus dem Mineral Halit zusammensetzt.

Etymologie und Geschichte
Der Name Halit leitet sich aus den griechischen Wörtern ἅλας, hals, halo für Salz und λίθος lithos für Stein (siehe auch Halogene).

Das aus Salzstöcken oder Salinen gewonnene Speisesalz ist bereits seit der Antike eine begehrte Handelsware, die auf so genannten Salzstraßen von den Herstellungsorten in salzarme Regionen exportiert wurde. Es hatte teilweise einen so hohen Wert, dass es auch als Weißes Gold bezeichnet wurde.

Entstehung und Fundorte
Halit tritt in massiver, gekörnter oder kristalliner Form in Sedimentgesteinen auf. Es bildet sich durch Auskristallisation von Meerwasser und ist in den dabei entstehenden Ablagerungsschichten (Evaporit) mit anderen weniger wasserlöslichen Mineralen Kalzit und Anhydrit vergesellschaftet. Anhydrit ist aus dem ursprünglich auskristallisiertem Gips durch Entwässerung hervorgegangen. Steinsalz-Ablagerungen, die tief versenkt wurden, verhalten sich unter Druck plastisch und verformen sich oft zu riesigen Strukturen, Salzmauern oder Salzstöcken. Selten findet sich Steinsalz auch als Sublimat in Vulkanschloten oder Fumarolen unter anderem am Ätna und am Vesuv in Italien.

Bedeutende Fundorte in Mitteleuropa sind die riesigen Salzlagerstätten aus dem oberen Perm (Zechstein) im Untergrund Norddeutschlands, z.T mit Kalisalzen. Gewinnung von Steinsalz findet noch bei Bernburg statt, früher z.B. in Stassfurt. Dazu führt der mittlere Muschelkalk in Baden-Württemberg Steinsalzschichten (Heilbronn, Stetten in der Schwäbischen Alb), die sich in die Schweiz fortsetzen (Rheinfelden, Schweizerhalle, besonders mächtig erbohrt bei Porrentruy). In Österreich sind zu nennen Bad Aussee (Steiermark) und früher Hall (Tirol), Hallein (Salzburg) und Hallstatt (Salzkammergut). Berühmt geworden ist auch der Salzstock im polnischen Wieliczka. Die größten Salzkristalle der Welt mit Kantenlängen von über 90 cm findet man in der Kristallgrotte im Schaubergwerk Merkers/Thüringen.

Verwendung
Steinsalz wird, wie auch auf andere Weise gewonnenes Natriumchlorid, als Speisesalz, Streusalz, in der chemischen Industrie und auch in der Medizin verwendet. Es ist daher von großer ökonomischer Bedeutung.

Vor allem in Deutschland, Österreich, den USA und Kanada wird Steinsalz noch heute in Salzbergwerken bergmännisch oder durch Laugung (Kavernen) gewonnen. Sein Abbau im Salzkammergut ist bereits für die Zeit der Kelten belegt. Das größte Steinsalzbergwerk Deutschlands befindet sich unter der Stadt Heilbronn. Die abgebauten Kammern sind zusammengenommen über 400 km lang.

  • Quelle: Wikipedia
  • 5 Gedanken zu „Halit

    1. Eveline

      Wie groß muss ich mir das jetzt vorstellen??

      Huggels über die Schneefallgrenze rüberschick 🙂
      Ich warte :mrgreen:

      Schönes Wochenende!!
      Eveline

      Antworten
    2. Brigida

      Schön, danke fürs zeigen…. hmmm kein roter, bzw. rosa, aber auch in der Schweiz gibt es solche in weiss, durchsichtig, braun, grünlich, bei mir zu Hause zu besichtigen ;o)
      lg Brigida

      Antworten
    3. Eva

      ist das schön …. einfach nur schön …. mich würde auch die Größe dieses Steinderls interessieren …. steinreichen Dank und ein schönes Winterwochenendes wünscht Euch Eva :))

      Antworten
    4. Eveline

      Vielen Dank – da wird einem geholfen, toller Blog, hier wird auch den Allerneugierigsten alles auf’s klitzekleinste erklärt, hier muss niemand dumm sterben, Ev.s schon gar nicht – ein richtiger Bildungsblog ist das hier, jawoll 🙂

      Lieber Herr Dr. Wölbern, auch Ihnen herzlichen Dank!!

      Dankeknutscher auf Schneewolken über’n Daniel schick 🙂
      Eveline

      Antworten

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.