Stones of Stenness

Standing Stones of Stenness

Die (Standing) Stones of Stenness sind ein neolithisches Henge Monument (class I henge), das sich auf der Insel Mainland der Orkneys befindet. Seit 1906 steht es unter staatlichem Schutz. Es ist seit 1999 als Teil des The Heart of Neolithic Orkney UNESCO-Welterbe und wird somit in Erhalt und die Rekonstruktion durch das World Heritage Committee gefördert.

Die Stones of Stenness befinden sich zwischen dem Loch of Stenness und dem Loch of Harray in der Nähe der neolithischen Siedlung Barnhouse in Sichtweite des Grabhügels Maes Howe eine Meile süd-östlich vom Ring von Brodgar.

Anordnung und Aufbau
Die Aufrichtung der Steine wurde durch die Radiokohlenstoffdatierung auf das Jahr 3100 v. Chr. datiert, Stenness ist damit einer der frühesten Steinkreise Britanniens. Somit ist es zur gleichen Zeit wie Maes Howe entstanden. Von den zwölf inneren Steinen stehen heute noch vier.

Diese sind bis zu 5 Meter hoch, der höchste über 5,70 Meter, und maximal 30 Zentimeter dick. Angeordnet sind sie in einer Ellipse mit einem Durchmesser von 31,70 Metern. Sie stehen auf einer Ebene, welche von einem in Sandstein geschlagenen Graben mit einer ehemaligen Breite von 6 Metern und einer Tiefe von 2,30 Metern umgeben war. Um diesen Graben befindet sich ein Erdwall mit einem Durchmesser von 44 Metern und einem Eingang auf der Nordseite. Dieser Eingang zeigt zu der Siedlung Barnhouse. In der Mitte der Henge fand man im Jahr 1973 bei Ausgrabungen eine kastenförmige Anordnung von Steinen, welche Einkerbungen für weitere Steine oder Hölzer hatte. Darin wurden verbrannte Knochen, Holzkohle und Tonwaren gefunden. Im Graben wurden Tierknochen von Rindern, Hunden, Schafen und ein menschlicher Fingerknochen gefunden. Die Keramik (Grooved Ware) lässt eine Verbindung zwischen dem Steinkreis, Maes Howe und Skara Brae zu.

Heute geht man davon aus, dass zu dem Steinkreis weitere Steine in der näheren Umgebung gehören. Diese sind der Watchstone (5,50 Meter Höhe), der Barnhouse Stone und der zerstörte Odin-Stone (siehe Zerstörung und Rekonstruktion).

Zweck des Steinkreises
Über den Zweck des Steinkreises lässt sich heute nichts mehr genaueres sagen. Nur beim Watchstone erkennt man einen möglichen Zweck. Am kürzesten Tag im Jahr geht die Sonne genau zwischen den Hoy-Bergen unter, wenn man es von diesem Stein aus betrachtet.

Konstruktion
Man schätzt, dass allein die Aufstellung der Steine im Inneren und das Errichten des Grabens einen Mann oder eine Frau 5000 Tage beschäftigt hätte. Zum Vergleich kann man sagen, dass der Ring of Brodgar nur etwa die Hälfte dieser Arbeitszeit in Anspruch genommen hat.

Bis heute ist es ungeklärt, wie die Steine transportiert wurden. Der Steinbruch für die Steine ist aller Wahrscheinlichkeit nach Vestra Fiold, ein nördlich von Skara Brae gelegener Hügel.

Hierzu gibt es hauptsächlich zwei Theorien:

Die Steine wurden auf Holzstämmen transportiert, welche immer wieder erneut vor den Stein gelegt wurden. Die Orkneys waren damals, im Gegensatz zu heute, noch minimal bewaldet.
Durch das nahe gelegene Meer konnten die Steine verschifft worden sein.

Zerstörungen und Rekonstruktionen
1814 versuchte der Bauer Captain MacKay die Steine zu zerstören, da ihm Besucher des Steinkreises immer wieder sein Feld niedertrampelten. Er zerstörte den weiter weg gelegenen Odin-Stone, stürzte einen der Steine im Inneren der Anordnung und beschädigte weitere. Der Abschnitt mit dem Loch des Odin-Stone wurde anscheinend als ein Gelenkstück für eine Pferdemühle missbraucht. Doch auch dieses Teil wurde beim Abriss der Pferdemühle zerstört. 1906 wurde der gestürzte Stein wieder aufgerichtet. Dabei fand man einen kleineren Stein, welcher mit aufgestellt wurde. Es wird aber darüber spekuliert, ob der kleinere Stein zu der Anordnung gehört.

1907 Wurde der Dolmen rekonstruiert, welchen Sir Walter Scott als Altar bezeichnet hat. Er besteht aus 2 kleinen aufgerichteten Steinen und einer Steinplatte. Es wird spekuliert, ob der Dolmen überhaupt zu der Steinanordnung gehörte. 1972 wurde diese Anordnung durch eine Party auf dem Gelände zerstört und die Steinplatte fiel herunter.

  • Quelle: Wikipedia
  • 5 Gedanken zu „Stones of Stenness

    1. Helga

      Die Orkney Inseln würde ich auch mal gerne bereisen.Wieder eine Insel mehr auf meiner Wunschliste. Interessante Geschichte über diese Stones of Stennes.
      Ich wünsche Dir eine schöne, sonnige Woche.
      Liebe Grüße
      Helga

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    2. Eveline

      *aufzeig* nicht dass du meinst, ich möchte da nicht mal hin 😉

      Ich wünsch euch eine schöne Woche, welcher Biergarten ist denn der bevorzugte? 🙂

      mit’m Fächer wink 🙂
      Huggels, Eveline

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    3. Kerstin

      Über 13 Jahre Steine aufstellen und Graben graben? Wahnsinn! Wo doch die allgemeine Lebenserwartung damals gerade 20 Jahre betrug!!
      Sei lieb gegrüßt
      Kerstin

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