Belemniten

Die Belemniten hat Anja auf Rügen aufgesammelt – ♥-lichen Dank 😉

Luposine und Renate, das könnte ein Heilmittel für Euch sein, lest den letzten Satz!

Donnerkeile
Donnerkeile – versteinerte Kopffüßer

Die Belemniten (Belemnoidea), („Donnerkeile“, „Teufelsfinger“) sind die wichtigste Gruppe fossiler Kopffüßer (Cephalopoda). Sie reicht vom Unterkarbon (Mississippium) bis zum Ende der Kreidezeit also von etwa 358 bis 65 Mio. Jahren.

Die Belemniten ähnelten im Aussehen den heutigen Kalmaren, hatten 10 Fangarme und einen Tintenbeutel, besaßen jedoch keine Saugnäpfe an den Fangarmen, sondern Haken. Belemniten entwickelten sich wahrscheinlich wie die Ammoniten aus den Bactriten. Sie waren im Erdmittelalter so weit verbreitet, dass sie heute zum Teil als Leitfossilien verwendet werden können. Die „Belemnitentiere“ der verschiedenen Formen glichen einander wahrscheinlich weitgehend. Belemniten lebten wahrscheinlich nektisch in Schwärmen im Küstenbereich der Meere nahe unter der Wasseroberfläche.

Hartteile: Rostrum, Phragmokon und Proostrakum
Das Innenskelett der Belemnitentiere besteht aus Proostrakum, Phragmokon und Rostrum. Das Proostrakum ist entwicklungsgeschichtlich gesehen der Rest der Wohnkammer. Bei den basalen Belemniten ist es noch fast geschlossen, bei den jüngeren Gruppen auf eine lange, zungen- oder sogar stabartige Struktur reduziert. Während das Proostrakum bei den ältesten Gruppen vielleicht noch eine Schutzfunktion hatte, ist diese bei den jüngeren Gruppen auf eine Stützfunktion reduziert worden. Der Phragmokon (auch das Phragmokon) ist der gekammerte, gasgefüllte Auftriebskörper, wie man ihn auch bei den ursprünglicheren, außenschaligen Kopffüßern kennt. Die Kammerscheidewände (Septen) stehen meist senkrecht zur Längsachse des Phragmokons, können aber auch in kleineren Gruppen deutlich schräg zur Längsachse stehen. Das Rostrum, eine kegelförmige, kalkige Spitze umhüllt den hinteren Teil des Phragmokons. Es diente als Gegengewicht zum Auftriebskörper, um eine waagrechte Schwimmhaltung des Belemnitentiers zu ermöglichen. Das Rostrum wie auch Phragmokon und Proostracum besteht in den meisten Gruppen der Belemnoidea (Aulacocerida, Phragmoteuthida, Diplobelida) aus Aragonit, einer relativ leicht im Meerwasser löslichen Modifikation des Calciumcarbonats (Kalk) und organischen Substanzen. Dagegen verwendeten die Belemnitida (Belemniten i. e. S., Donnerkeile) Calcit, eine chemisch wesentlich stabilere Modifikation des Kalziumkarbonats. Dies hat gravierende Auswirkungen auf die Fossilisation. Während die oben genannten Gruppen durch die leichte Löslichkeit des Aragonits ein verhältnismäßig geringes Fossilisationspotenzial hatten und entsprechend selten gefunden werden, sind die Rostren aus radialstrahligem Calcit der Belemniten i.e.S. gut erhaltungsfähig und können ausgesprochen häufig gefunden werden. Sie stellen die überwiegende Zahl der fossil bekannten Belemnitenarten.

Weichteile
Da das Rostrum der härteste Teil der Belemniten war, ist es oft das Einzige, was als Fossil erhalten blieb; vollständige Funde, bei denen auch die Weichteile konserviert wurden, sind bis heute selten. Lange Zeit war deshalb unklar, zu welchem Tier diese Fossilien gehörten. Anhand von Größe und Form der Rostren kann die Belemniten-Art bestimmt werden. Wachstumsschichten, ähnlich den Jahresringen der Bäume, zeigen, dass Belemniten etwa 4 Jahre alt wurden.

Die längliche Form gab den Belemniten-Fossilien ihren Namen (griechisch: Blitz oder Geschoss), ebenso wie die deutschen Bezeichnungen „Donnerkeil“ oder „Teufelsfinger“. Donnerkeile galten schon seit langer Zeit in verschiedenen Kulturen als Heilmittel gegen eine Vielzahl von Krankheiten, besonders gegen Hexenschuss, und wurden als Amulett am Körper getragen oder zermahlen als Medizin verwendet.

    Quelle: Wikipedia

5 Gedanken zu „Belemniten

  1. Helmut

    Ich sag’s schon immer, die alten Heilmittel sind eben die Besten !!!!
    Habt einen schönen Tag mit vielen interessanten Eindrücken.

    Grüße nach GAP

    Helmut

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  2. Ocean

    Huhu liebe Helga 🙂 🙂 danke dir für deine lieben Zeilen .. genau das werd ich beherzigen – du hast so recht.

    Ich glaub, so etwas hab ich im Büro vor meiner Tastatur liegen .. hab es an der Ostsee gefunden, es ist allerdings ziemlich klein, hat die Farbe von Bernstein etwa .. und wenn ich mich recht erinnere, hatte ich da mal im Netz nachgeschaut nach Fotos – und das nannte sich auch „Donnerkeil“.

    Ganz liebe Grüße an dich, und einen schönen Sonntag wünscht dir

    Ocean 🙂

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  3. Eveline

    Du weißt, wann ich Geburtstag habe – Renate hat kurz danach, du könntest vielleicht schon Mengenrabatt für unsere Geschenke kriegen 😉
    (ich hab jetzt aber schon gar keine Ahnung, was sowas kostet *gg)
    So ewig wie dir unser Dank nachschleichen würde…..

    Na, wär das was??? 😀

    Mei, ihr habt’s es sicher fein gehabt 🙂
    Wir auch, anders fein halt, aber schon auch – und nächstes Mal bin ich dabei!!

    Schönen Sonntag 🙂
    Huggels, Eveline

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  4. Eva

    bin mal wieder zu müde zum Lesen … komm morgen nochmal vorbei … war ein herrlicher Tag in München mit Euch und die Fotoausbeute ist gut … bis bald … herzliche Grüße von Eva 🙂

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