Hoodoo

Bryce Canyon
Bryce Canyon

Lange vor unserer digitalen Zeit haben wir eine Nationalparkrunde in den USA gedreht. Deshalb kann ich Euch kein eigenes Foto zeigen. Der Bryce Canyon hatte mir fast besser gefallen als der Grand Canyon, er hatte was von Zuckerbäckertraum oder diesen Sandtürmchen, die wir als Kinder mit Meersand und Wasser entstehen liessen.

Als Hoodoos werden Gesteinssäulen aus Kalkstein im Westen der USA benannt, die sich durch Wind geformt haben. Sie entstanden innerhalb der letzten 40 bis 60 Millionen Jahre vor allem auf den Hochplateaus des Colorado-Gebietes und der Northern Great Plains. Einige der bekanntesten Hoodoos stehen im Bryce-Canyon-Nationalpark.

Hoodoo

Generell sind Hoodoos hohe, schmale Felsnadeln, die auf trockenem Wüstenboden stehen. Sie können dabei Höhen von 1,5 bis 45 Meter erreichen. Anders als andere Felsnadeln besitzen Hoodoos ein windgeformtes „Profil“, welches durch unterschiedliche Dicken in verschiedenen Höhen zustande kommt. Dadurch bekommen sie die Form eines Totempfahles. Die Grundlage für dieses Aussehen sind die unterschiedlich harten Sedimentschichten, die den Hoodoos durch eingelagerte Minerale außerdem verschiedene Färbungen verleihen. Wichtig sind weiterhin harte Gesteinsschichten im oberen Teil, der die Felsnadeln durch Erosion von oben weitgehend schützt.

Die Grundlage für die Hoodoos bilden Sedimentkalksteine, welche sich durch unterschiedlich harte Sedimentschichten auszeichnen. Diese Ablagerungen stammen im Fall des Bryce-Canyon-Nationalparks aus einem großen See, welcher vor etwa 40 Millionen Jahren einen großen Teil von West-Utah bedeckte. Die Formation wird als Claron-Formation bezeichnet, der nicht mehr existente See als „Claron Lake“.

Die Entstehung der Felsspitzen aus diesem Sedimentgestein ist bedingt durch Frost-, Wasser- und Winderosion. Durch etwa 200 Frostperioden im Jahr wird das Gestein brüchig und bietet so Angriffspunkte für den Wind, der abbröckelnde Steine abträgt. Hinzu kommt der wenige Regen, der durch Kohlendioxidaufnahme aus der Luft leicht sauer ist und zu einer Auflösung der Kalksteine beiträgt. Dadurch bilden sich die teilweise abgerundeten Profile aus. In den Bereichen, wo härtere Gesteine oder Mineralien im Kalkstein eingelagert sind, ist die Erosion vor allem durch das Wasser weniger stark. So bestehen viele der widerstandsfähigen Hoodoos aus einem magnesiumreichen Kalkstein, der als Dolomit bezeichnet wird. Der größte Teil des aufgelösten und abgebrochenen Gesteins wird durch monsunartige Regenfälle im Sommer abgetragen.

Eine Reihe von Hoodoos im Bryce Canyon Park.Nach aktuellen Berechnungen verursacht die Erosion eine Abtragung von bis zu 1,3 Metern alle 100 Jahre. Die bekanntesten Hoodoos im Bryce Canyon sind ‚Thor’s Hammer‘, ‚The Hunter‘ und ‚Queen Victoria‘.

  • Quelle: Wikipedia
  • 3 Gedanken zu „Hoodoo

    1. Eveline

      Ich möcht hin!!!!
      Der Bryce Canyon ist zwar nicht so groß, aber nicht weniger beeindruckend *hachseufz*

      Irgendwann, irgendwann…. 🙂

      Hab eine schöne Woche, lass es dir gutgehen!!
      Huggels, Eveline

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    2. Eva

      auch mitfahr …. ach ist das toll …. fast so schön wie fränkische Steinderl *g* …. lass Dirs gutgehen und buddel schöne Steine aus …. LG von Eva 🙂

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