Steinsäulen (Karnak)

Karnak
Karnak-Tempel: Säulenhalle mit 134 Säulen

Hier waren wir schon zweimal und ich würde sofort wieder hinfliegen, denn in diesem Tempel spürst du die Ewigkeit. Vor diesen Steinen habe ich sowas wie Ehrfurcht. Die Neubauten unserer Zeit sind meist stumm.

Der Karnak-Tempel ist die größte Tempelanlage in Ägypten. Diese liegt etwa 3 Kilometer nördlich von Luxor und direkt am Nil. Den Namen hat sie von dem Dorf Karnak, das direkt an die Tempelanlage grenzt.

Die Tempelanlage besteht aus drei von Mauern umgebenen Bereichen. Herausragend unter den Ruinen sind der Tempel des Amun-Re mit seinen insgesamt zehn Pylonen, deren Breite bis zu 110 m beträgt und eine Höhe von bis zu 40 m besitzen und die große Säulenhalle, die von Sethos I. begonnen und von Ramses II. vollendet wurde. Der größte Bereich, genannt Amun-Bezirk, umfasst eine Fläche von 530 x 510 x 510 x 700 m und beherbergt den großen Tempel des Amun-Re, den Tempel des Chons und ein kleines Heiligtum des Ptah. Etwa 350 m südlich liegt ein Bereich von ungefähr 350 x 250 m, der den Tempel der Mut umfasst. Er war durch eine Sphingenallee mit dem Amun-Re-Tempel verbunden. Nördlich, direkt neben dem großen Bereich des Amun-Re befindet sich ein 151 x 155 m großer Bereich mit einem Tempel des Month. Östlich des Amun-Bezirkes befand sich ein Aton-Heiligtum, das von Echnaton vermutlich im Jahr 6 seiner Regierung erbaut wurde.

Nördlich des Amun-Re-Tempels wurde im 20. Jahrhundert die Weiße Kapelle Sesostris I., das älteste erhaltene Bauwerk der Anlage und die Alabasterkapellen aus wiedergefundenem Baumaterial rekonstruiert. Anfang des 21. Jahrhunderts wurde hier auch die Rote Kapelle der Hatschepsut wieder errichtet.

In der Antike verband eine Straße, die beidseitig von Widdersphingen gesäumt war, den Karnak-Tempel mit dem 2,5 km entfernten Luxor-Tempel. Diese Straße endete an einem Tor in der südlichen Außenmauer des Amun-Tempels. 2004 waren Arbeiten zur Freilegung der Straße im Gange.

Der früheste Beleg für einen Amun-Kult in Theben stammt aus dem Mittleren Reich. Es handelt sich um eine Oktogonalsäule Antef II., die sich heute im Luxormuseum befindet. Die ältesten heute noch sichtbaren Baureste stammen aus der Zeit Sesostris I.. Im Neuen Reich gab es rege Bautätigkeiten und die Tempelanlage erreichte bald enorme Ausmaße. Auch in der Spät-, griechischen und römischen Zeit wurde noch am Tempel gebaut.

Nach der Erhebung Amun-Res von Theben zum Ortsgott und später zum Reichsgott begannen die Herrscher des frühen Mittleren Reiches mit dem Bau eines Tempels, der über Jahrtausende hinweg zum heutigen Tempelkomplex erweitert wurde. Hier wurde der Gott verehrt und die Amun-Priesterschaft verrichtete den täglichen Tempeldienst. Auch für die Gattin des Amun die Göttin Mut und ihren gemeinsamen Sohn Chons wurden Tempel errichtet.

  • Quelle Text: Wikipedia
  • Foto: helga-ingo.de
  • 4 Gedanken zu „Steinsäulen (Karnak)

    1. Renate

      Ein wunderschönes, stimmungsvolles Bild ist das!
      Ja, ich verstehe deine Faszination für Steine inzwischen sehr gut …
      In Ägypten war ich noch nie, weil ich ein bisschen Angst vor exotischen Reisezielen hab, seit mich in Thailand die Hitze und eine Schlangeninvasion vollkommen überfordert hat.
      Ich wünsch dir einen wunderschönen Sonntagabend … ein Steinwurf von meinem heutigen Radlausflug folgt natürlich! 😉
      Liebe Grüße
      Renate

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    2. Kerstin

      Schon dieser kleine Ausschnitt wirkt beeindruckend!! Ob ich das jemals zu Gesicht bekomme? MIr gehts ähnlich wie Renate, ich hab Respekt vor der Hitze und dem Unberechenbaren!
      LG Kerstin

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