Kochersteinsfeld

Ein Stein von Hermann Josef – herzlichen steinreichen Dank ūüôā

Kochersteinsfeld
Foto aus Wikipedia, Urheber: p.schmelzle

Kochersteinsfeld ist ein Ortsteil von Hardthausen am Kocher im Landkreis Heilbronn im n√∂rdlichen Baden-W√ľrttemberg.

Geographie
Kochersteinsfeld liegt im Osten des Landkreises Heilbronn im unteren Kochertal am s√ľdlichen Rande des Harth√§user Waldes.

Zu Kochersteinsfeld gehören die Höfe Buchhof und Schweizerhof. Abgegangene, heute nicht mehr bestehende Orte auf Markung Kochersteinsfeld sind Hertrichshausen und Katzbronn.

Geschichte
Kochersteinsfeld wurde wie das benachbarte Gochsen in einer Urkunde Kaiser Ottos III. vom 18. Dezember 996 erstmals erw√§hnt. Der Ort war im hohen Mittelalter ein Reichslehen der Herren von D√ľrn. 1253 tauschte Boppo von D√ľrn ein Drittel des Zehnten sowie seinen Hof mit Zugeh√∂r in Kochersteinsfeld mit dem Kloster Gnadental gegen Besitz in Adelsheim. Im 14. Jahrhundert lag die Oberlehensherrschaft des Ortes bei den Herren von Weinsberg, die G√ľter am Ort an verschiedene Adelige vergaben, bevor sie Burg und Dorf 1385 an F√ľrderer von Waldeck, 1405 an die Herren von Helmstatt, 1428 an Swicker und Ludwig von Sickingen und 1431 an Weiprecht von Helmstatt verpf√§ndeten. 1440 kam Kochersteinsfeld mit Neuenstadt am Kocher an die Kurpfalz und nach der Eroberung Neuenstadts durch Herzog Ulrich 1504 an W√ľrttemberg. Mit der Reformation in W√ľrttemberg im 16. Jahrhundert wurde der Ort ebenfalls reformiert. Bis 1822 war das herzogliche Jagdschloss in Kochersteinsfeld Sitz des w√ľrttembergischen Forstmeisters des Forsts Neuenstadt. 1824 kam das Schloss mit der Dom√§ne Schweizerhof an den Bankier Johannes von M√ľller.

Von 1913 bis 1993 bediente die Untere Kochertalbahn Bad Friedrichshall-Jagstfeld¬ĖOhrnberg als Privatbahn der W√ľrttembergischen Eisenbahn-Gesellschaft (WEG) Kochersteinsfeld. Die Gleise wurden bis Anfang 2006 sukzessive demontiert, um die Trasse f√ľr einen Fahrradweg auf der Trasse freizugeben.

1939 wurden 682 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 785. Zum 1. Januar 1974 schlossen sich Gochsen und Kochersteinsfeld freiwillig zur neuen Gemeinde Hardthausen am Kocher zusammen. Zum 1. Januar 1975 kam durch das Gemeindereformgesetz noch die Gemeinde Lampoldshausen dazu.

Sehensw√ľrdigkeiten
Die 1733 teilweise neu erbaute Evangelische Kirche wurde 1876 umfassend renoviert und enth√§lt diverse historische Epitaphe, darunter mehrere von herz√∂gl. w√ľrtt. Forstmeistern, sowie zwei Kriegerdenkmale f√ľr die √∂rtlichen Gefallenen beider Weltkriege. Benachbart liegt das 1789 erbaute Pfarrhaus.
Das Rathaus wurde 1808 als Gasthaus Hirsch von Carl Ludwig und Christiana Sophie Kachel erbaut, deren Initialen CLK und CSK noch das Portal zieren. Die Kachel hatten mehrfach das Schulthei√üenamt inne. 1846 erwarb die Gemeinde das Geb√§ude und nutzte es als Schul- und Rathaus als Ersatz f√ľr √§ltere Geb√§ude. Nach der Vereinigung von Kochersteinsfeld, Gochsen und Lampoldshausen zu Hardthausen wurde das Kochersteinsfelder Rathaus zum Rathaus der Gesamtgemeinde. Es wurde von 1991 bis 1994 renoviert.
Das ehemalige Schloss Kochersteinsfeld wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Fl√ľchtlingsunterkunft benutzt und nicht weiter erhalten, so dass es in den 1970er-Jahren wegen Bauf√§lligkeit abgerissen wurde.

Weinbau
Kochersteinsfeld ist ein Weinbauort, dessen Lagen zur Gro√ülage Kocherberg im Bereich Kocher-Jagst-Tauber des Weinbaugebietes W√ľrttemberg geh√∂ren.

Quelle Text: Wikipedia

4 Gedanken zu „Kochersteinsfeld

  1. Elke

    Schon wieder der Begriff „abgegangen“. Dann hei√üt das wohl einfach soviel wie „etwas was mal war und nicht mehr ist“.
    Lieben Gruß
    Elke

    Antworten

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