Hinterstein

Hinterstein
Foto aus Wikipedia, Urheber: Jonathan Besler

Hinterstein ist ein Ortsteil von Bad Hindelang im Landkreis Oberallgäu. Hinterstein liegt auf 865 m im Ostrachtal mitten in den Allgäuer Alpen.

Ursprung
Die Sagen der Gegend deuten auf keltische Ursprünge hin. Das abgelegene Dorf hatte jahrhundertelang wenig Kontakt zu anderen Gemeinden.

Zweiter Weltkrieg
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs befanden sich in Hinterstein, wo keine Kämpfe mehr zu erwarten waren, rund 1200 Flüchtlinge, 2000 Soldaten und mehrere Hundert Arbeiter – im Verhältnis zur Einwohnerzahl eine gewaltige Menge.

Am 29. April 1945 wurden auch Konrad Zuse und seine Frau in Hinterstein angemeldet. Eine Inschrift an dem Haus, das sie damals bewohnten, erinnert an diese Zeit. Zuses Zuse Z4 wurde zerlegt in einem Schuppen des Gasthofs Steinadler sowie in der Turnhalle des Ortes vor den alliierten Truppen versteckt, wäre jedoch mehrfach beinahe entdeckt worden. Aus Zuses Hintersteiner Zeit stammen zahlreiche Ölgemälde sowie Holzschnitte, mit denen er damals seinen Lebensunterhalt verdiente. Eine Ausstellung über berühmte Personen im Ostrachtal im Kurhaus von Bad Hindelang zeigte im Jahr 2008 zahlreiche Dokumente über Zuses Zeit in Hinterstein.

Sehenswürdigkeiten
Bemerkenswert sind die frühklassizistische Kirche St. Antonius von 1805 sowie die Antoniuskapelle aus dem 16. Jahrhundert mit hochbarockem Altar und das Kutschenmuseum Hinterstein. Insgesamt hat Hinterstein eine Kirche und vier Kapellen.

Hinterstein verfügt außerdem mit dem Prinze Gumpe über ein Naturschwimmbad, das durch das Wasser des Zipfelbachs gespeist wird. Benannt ist das Bad nach Prinzregent Luitpold, der einen Gumpen oberhalb des Zipfelsfalls geschätzt haben soll. Es verfügt über Gastronomie, sanitäre Anlagen und ein Kneippbecken sowie einen Biotopbereich. Im Winter kann man bei entsprechender Witterung auch eislaufen. Der Eintritt ist frei.

Sage
Vor langer Zeit sollen im „Wildfräuleinstein“ (unweit des Wanderwegs zur Willersalpe) drei „Wilde Fräulein“ mit den Namen Rezabell, Stuzzemuzz und Hurlahuzz gehaust haben. Das Volksmusical Hurlahutsch, dem diese Sage zugrunde liegt, wurde am 12. Juli 2008 in Bad Hindelang uraufgeführt.

Quelle Text: Wikipedia

3 Gedanken zu „Hinterstein

  1. Elke

    Gestern bin ich auch mal wieder auf viele Steine gestoßen, unter anderem auf eine knubbelige Barytrose, die ich optisch allerdings nicht so prickelnd fand. Viele Findlinge lagen in Oberursel dekorativ in den Vorgärtchen herum. – Jetzt muss ich aber mal dem Link zum Wildfräuleinstein folgen. Die Namen sind ja witzig.
    Lieben Gruß
    Elke

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  2. Waldameise

    Na, was entdecke ich denn hier, liebe Helga, den lieblichen Ort Hinterstein, in dem wir ein paar Tage Urlaub verbringen durften. Da werde ich schwermütig, denn da war mein lieber Mann noch bei und mit uns. Es ist schon sehr traurig, aber ich freu mich auch, daran erinnert zu werden.

    Liebe Helga,
    ich wünsch dir von ganzem Herzen für das neue Jahr alles Gute, weiterhin viel Freude beim Steine-Auflesen

    mit lieben Grüßen von der Waldameise Andrea

    Antworten

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