Ilvait

Eine mineralische Besonderheit ist der Ilvait, der seinen Namen von Ilva, der römisch-antiken Bezeichnung für Elba, erhalten hat.

Ilvait
Foto © helga-ingo.de

Erstmals entdeckt wurde Ilvait am Torre di Rio, einem Kliff südlich des Hafens von Rio Marina auf der italienischen Insel Elba und beschrieben 1811 durch Henrich Steffens, der das Mineral nach der alten Bezeichnung Elbas (Ilva, nach den dort früher lebenden Ilvaten) benannte, nachdem er den von den Franzosen gewählten Namen Jenit bzw. Yenit verwarf.

Besondere Eigenschaften
Vor dem Lötrohr schmilzt Ilvait leicht zu einer schwarzen, glasartigen und magnetischen Kugel.

Bildung und Fundorte
Ilvait bildet sich in kontakmetasomatischen Gesteinen und Eisenlagerstätten, in metamorphen Limoniten und Dolomit. Begleitminerale sind unter anderem Quarz, Magnetit, Hedenbergit, Sphalerit, Fluorit.

Insgesamt konnte Ilvait bisher (Stand: 2011) an rund 170 Fundorten nachgewiesen werden. Neben seiner Typlokalität bei Rio Marina trat das Mineral in Italien noch an mehreren Orten der Provinzen Livorno und Grosseto in der Toskana, auf Sardinien und am Monzoni in Trentino sowie in den Provinzen Salerno (Kampanien), Genua (Ligurien), Sondrio und Varese (Lombardei), Turin und Verbano-Cusio-Ossola (Piemont) auf.

Erwähnenswert aufgrund außergewöhnlicher Ilvaitfunde ist unter anderem die Insel Serifos in Griechenland, wo bis zu 30 cm lange Kristalle gefunden wurden. An seiner Typlokalität Rio Marina traten immerhin noch bis zu 10 cm lange Kristalle zutage.

In Deutschland fand sich Ilvait unter anderem bei Seelbach (Herborn) in Hessen, bei Bad Harzburg und Clausthal-Zellerfeld in Niedersachsen, bei Ahrbrück in Rheinland-Pfalz sowie an mehreren Orten des sächsischen Erzgebirges.

In Österreich wurde das Mineral bisher nur bei Freienberg in der Steiermark und an der Islitz Alp im Umbaltal in Tirol gefunden und in der Schweiz bisher nur bei Marmorera (Graubünden) und im Binntal (Wallis).

Weitere Fundorte sind Argentinien, Australien, Bolivien, Bulgarien, Chile, China, Kanada, Frankreich, Grönland, Island, Indien, Japan, Kosovo, Mexiko, Mongolei, Neuseeland, Norwegen, Rumänien, Russland, Slowakei, Südafrika, Schweden, die Ukraine, England im Vereinigten Königreich (Großbritannien) sowie die Vereinigten Staaten von Amerika (USA).

Quelle Text: Wikipedia

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