Kubach-Wilmsen

Diesen kunstvollen Stein haben wir Hermann Josef zu verdanken 🙂
Herzlichen steinreichen Dank!

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Foto aus Wikipedia, Urheber: Athen Ananda

Wolfgang Kubach (* 9. Januar 1936; † 24. April 2007) und Anna Kubach-Wilmsen (* 13. Januar 1937 in Appeldorn) waren ein deutsches Bildhauer-Ehepaar.

Sie studierten gemeinsam von 1959 bis 1965 an der Akademie der Bildenden KĂŒnste in MĂŒnchen. 1965 erwarb das Ehepaar die alte Kirche in Hackenheim als Atelier. Ab 1968 lebten und arbeiten sie als Steinbildhauer-Team zusammen in Bad MĂŒnster am Stein. Ab 1976 wurden die „SteinbĂŒcher“ zur tragenden Formidee der beiden Bildhauer. Ein hĂ€ufig zitierter Satz von Anna Kubach-Wilmsen beschreibt anschaulich die kĂŒnstlerische Intention, dass die SteinbĂŒcher den „Inhalt“ des Steins, seine MaterialitĂ€t, zur Anschauung bringen sollen: „Ein Buch wird von der Hand gehalten und mit den Augen gelesen. Ein Steinbuch wird von den Augen gehalten und mit der Hand gelesen.“

ZunĂ€chst gab es SteinbĂŒcher in allen GrĂ¶ĂŸen, auch die Buchrolle, das heruntergefallene oder geworfene Buch, das wie „Ikarus“ unsanft gelandet war, und schließlich auch die Buchruine. Es folgten Steinzeitungen, SteinblĂ€tter, Steintafeln und, unter dem Titel „Support des rĂȘves“, zusammengesunkene steinerne Papierstapel. Eine große Steinbibliothek aus 316 SteinbĂŒchern (1983) fand ihren Platz in der BibliothĂšque Nationale in Paris. Das vielleicht wichtigste Werk ist die Granitbibliothek „La Storia della Terra“, die 1992 zum ersten Mal in Rom in einer Ausstellung der Villa Massimo gezeigt wurde. SteinbuchtĂŒrme aus rund 50 verschiedenen Marmor- und Granitarten aus allen fĂŒnf Kontinenten sind heute in namhaften Museumssammlungen vertreten.

Das kĂŒnstlerische Gesamtwerk der Bildhauer Kubach-Wilmsen ist eine nunmehr fast 40jĂ€hrige Hommage an die Materie Stein, sie begreifen den Stein als Relikt einer millionenjĂ€hrigen Entstehungsgeschichte der Erde. Anna Kubach-Wilmsen und Wolfgang Kubach haben Großskulpturen im In- und Ausland realisiert und an vielen internationalen Steinbildhauer-Symposien teilgenommen. Ihre Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen von Japan bis USA gezeigt.

1998 grĂŒndeten sie die Fondation Kubach-Wilmsen, um ein Steinskulpturenmuseum am Fuße des Rotenfelsens in Bad MĂŒnster am Stein nach EntwĂŒrfen des japanischen Architekten Tadao Ando und einen Steinskulpturenpark zu realisieren, das am 14. August 2010 mit einem Tag der offenen TĂŒr eröffnet wurde.

Ausstellungen
1978 Buchmesse Frankfurt
1978 Gutenbergmuseum Mainz
1985 Staempfli, New York
1993 Yamaki Gallery, Osaka Tokyo
2000 Galerie Henze & Ketterer, Wichtrach/Bern
2002 Architekturmuseum, Frankfurt
2004 Kloster Eberbach
2005 Galerie Thomas, MĂŒnchen
2007 Galerie Henze & Ketterer, Wichtrach/Bern
2007 Inselgalerie Rettbergsaue, Wiesbaden
2007 Findlay Gallery, New York

Quelle Text: Wikipedia

Hier könnt Ihr weitere Skulpturen bewundern

6 Gedanken zu „Kubach-Wilmsen

  1. minibar

    Wow, das ist ja toll.
    Wo habe ich denn ein Steinbuch gesehen? War das in Erfurt? ich muss mal in meinen Bildern kramen.
    Diese SĂ€ule hier oben, die ist einfach Klasse.

    Antworten
  2. Hermann Josef

    Ja klasse, irgendwann werden wir das auch schauen. Seit Vitra Design sind wir von GebÀuden wie angesteckt.
    Liebe GrĂŒĂŸe und schönes Wochenende von
    Hermann Josef & Annemarie, die eine Woche in DE ist 🙂

    Antworten

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