Taj Mahal

Ein herzlichen steinreicher Dank nach Freiburg oder in den Chiemgau zu Michaela 😀

Weisse Marmorblume
Foto © Michaela
Blume in weissem Marmor

Das Taj Mahal (deutsch: der oder das Tadsch Mahal, Perso-Arabisch: ŰȘۧۏ Ù…Ű­Ù„ tāğ maáž„al / Devanagari: à€€à€Ÿà€œà€źà€čà€Č tāj mahal, „Krone des Ortes“ bzw. „Kronen-Palast“) ist ein 58 m hohes und 56 m breites Mausoleum (Grabmoschee), das in Agra im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh auf einer 100 m × 100 m großen Marmorplattform errichtet wurde. Des Weiteren wurde vor ihm ein 18 Hektar großer Garten angelegt, in dessen Zentrum sich ein lĂ€ngliches Wasserbecken befindet. Der Großmogul Shah Jahan ließ ihn zum Gedenken an seine im Jahre 1631 verstorbene Hauptfrau Mumtaz Mahal (Arjumand Bano Begum) erbauen.

Geschichte
Der Bau des Taj Mahal wurde kurz nach dem Tod Mumtaz Mahals im Jahr 1631 begonnen und bis 1648 fertiggestellt. Beteiligt waren ĂŒber 20.000 Handwerker aus ganz SĂŒd- und Zentralasien und verschiedene Architekten, unter anderem Ustad Ahmad Lahori und der aus Badakhshan (heute Afghanistan) stammende Perser Abu Fazel. Die persische Architektur geht auf ihn zurĂŒck; gekonnt verschmolz er sie mit indischen Elementen zu einem harmonischen Meisterwerk der indo-islamischen Baukunst.

Eine weit verbreitete Legende besagt, dass ursprĂŒnglich noch ein gleiches Bauwerk aus schwarzem Marmor als Mausoleum fĂŒr Shah Jahan selbst auf der anderen Seite des Flusses Yamuna geplant war, das aber nicht verwirklicht wurde; dazu laufen Ausgrabungen (gut auf Satellitenbildern zu erkennen). Es hat sich herausgestellt, dass das schwarze Taj Mahal niemals existiert hat. Auf der gegenĂŒberliegenden Seite des „weißen“ Taj Mahals war eine Parkanlage mit einem großen Wasserbecken. Das weiße Taj Mahal hat sich in diesem Becken gespiegelt und ließ es im Wasser schwarz erscheinen (Quelle: Das Reich der Krieger – Die indischen Mogule, Regie: Sally Aitken). Shah Jahan wurde zuvor von seinem Sohn Muhammad Aurangzeb Alamgir entmachtet und verbrachte den Rest seines Lebens als Gefangener. 1666 wurde er neben seiner Gattin beigesetzt. Sein Grab zerstört dabei die Symmetrie des GebĂ€udes, was als Beleg dafĂŒr bewertet werden darf, dass er vorhatte, sich ein eigenes Grabmal zu errichten, zumal er, um diese Symmetrie zu bewahren, ein Rasthaus auf der östlichen Seite des GebĂ€udes errichten ließ, das der Moschee auf der westlichen Seite durchaus Ă€hnlich ist. Des Weiteren befindet sich das Taj Mahal nicht im Zentrum des angelegten Gartens, wie ĂŒblich bei persischen GrabmĂ€lern, sondern am nördlichen Rand, was auch nahelegt, dass ein weiteres Grabmal auf dem gegenĂŒberliegenden Ufer geplant war, denn die zwei vom Fluss getrennten GebĂ€ude wĂ€ren wiederum im Zentrum des nunmehr großen Gartenareals gewesen, wie es dem persischen VerstĂ€ndnis vom Himmel als von einem Charbagh (Garten geteilt in vier Quadranten, durch die vier WasserkĂ€nale von einem zentralen GebĂ€ude, das den Thron Gottes darstellen soll, in die vier Richtungen fließen) entspricht. Das Grabmal Humayuns z. B. in Delhi bleibt dieser Konzeption treu, in dem das Mausoleum sich ganz in der Mitte eines Charbaghs befindet.

Das Taj Mahal besteht aus Baumaterialien, die aus ganz Indien und Asien herangeschafft wurden. Über 1.000 Elefanten wurden zum Transport herangezogen, 28 verschiedene Arten von Edelsteinen und Halbedelsteinen wurden in den Marmor eingefĂŒgt.

Die vier um das HauptgebĂ€ude herum angeordneten Minarette sind leicht geneigt, damit sie im Falle eines Erdbebens vom HauptgebĂ€ude weg stĂŒrzen. Da Mekka von dort aus gesehen im Westen liegt, befindet sich in dieser Himmelsrichtung eine Moschee. Symmetrisch dazu liegt mit gleichem Grundriss im Osten ein GĂ€stehaus.

Einer weiteren Legende zufolge planten die britischen Kolonialherren unter dem Gouverneur Lord William Bentinck im 19. Jahrhundert, das stark vernachlĂ€ssigte GebĂ€ude stĂŒckweise auf Auktionen in England zu verkaufen. Es existieren aber auch fĂŒr diese Geschichte keine Beweise. Laut dem Bentinck-Biographen John Rosselli erwuchs diese ErzĂ€hlung vielmehr daraus, dass durchaus versucht wurde, Teile des Roten Forts und andere archĂ€ologische Funde aus Agra gewinnbringend zu verkaufen.

350-Jahr-Feier
Am 27. September 2004 wurde von der Regierung des indischen Bundesstaates Uttar Pradesh in einer Feier offiziell der 350. Jahrestag der Vollendung des Taj Mahal begangen. Ein halbes Jahr lang wurde in weiteren Veranstaltungen die herausragende Bedeutung des Bauwerks gewĂŒrdigt. Die Feierlichkeiten fanden, um das Mausoleum zu schonen, in etwa zwei Kilometer Entfernung davon statt.

Das Datum der Fertigstellung im Jahr 1654 ist umstritten. Die Kritiker stĂŒtzen sich dabei auf drei Argumente:

* Der damalige Hofchronist Abdul Hamid Lahori vermerkte in einem Dokument, dass ein halbes Jahr nach dem Tode von Mumtaz Mahal (gestorben am 17. Juni 1631) mit dem Bau begonnen worden sei und die Bauzeit zwölf Jahre betragen habe. Demnach mĂŒsste das Mausoleum schon 1644 fertiggestellt worden sein.
* Eine Inschrift ĂŒber dem Haupteingang enthĂ€lt die Jahreszahl 1648 als Fertigstellungsangabe.
* Aus dem Jahr 1652 existiert ein Brief des Prinzen Aurangzeb, des Sohnes von Shah Jahan, der besagt, dass das Taj Mahal reparaturbedĂŒrftig sei.

In den örtlichen Medien gab es Mutmaßungen, dass die FestivitĂ€ten veranstaltet wĂŒrden, um den Tourismus in der Region zu beleben. DemgegenĂŒber betonte der Tourismusminister, dass die Ursache zwei aufgefundene BĂŒcher seien, die das Datum enthielten. Welche BĂŒcher dies waren, gab er allerdings nicht bekannt.

Heutige Bedeutung
Das Taj Mahal wurde 1983 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Heute gilt der Taj Mahal wegen der perfekten Harmonie seiner Proportionen als eines der schönsten und bedeutendsten Beispiele des Mogulstils in der islamischen Kunst. Außerdem wird sie als GebetsstĂ€tte der muslimischen BĂŒrger genutzt.

Rabindranath Tagore beschrieb in einem seiner Gedichte das Taj Mahal als „eine TrĂ€ne auf der Wange der Zeit“.

Abgesehen von seiner Bedeutung als Touristenattraktion ist das Taj Mahal auch beliebtes Besuchsziel frisch vermÀhlter indischer Eheleute, da der Besuch die gegenseitige Liebe dauerhaft machen und bestÀrken soll.

2007 wurde das Taj Mahal im Rahmen einer Privatinitiative nach Angaben der Veranstalter zu einem der „neuen sieben Weltwunder“ gewĂ€hlt. Sowohl die UNESCO als offizielle HĂŒterin des Weltkulturerbes als z. B. auch Ägypten (Antike Weltwunder: Pyramiden von Gizeh) distanzierten sich von der als „private Kampagne“ ohne wissenschaftliche Kriterien bezeichneten Wahl.

Sicherheitsmaßnahmen
Wegen eingegangener Bombendrohungen haben die indischen Behörden die Sicherheitsvorkehrungen im Jahr 2006 verstĂ€rkt. Das GelĂ€nde des Taj Mahal kann nur noch durch Sicherheitsschleusen betreten werden. Die Mitnahme von FlĂŒssigkeiten, ausgenommen Trinkwasser, ist Besuchern nicht mehr erlaubt. Das Baudenkmal wird von Soldaten rund um die Uhr bewacht. In seinem Umkreis wurde ein Flugverbot erlassen.

UmweltschÀden, Klonung
Das Bauwerk und Teile des Gartens wurden ĂŒber einige Jahrzehnte lang restauriert. Laut einem Bericht der sto/AP vom 16. Mai 2007 verfĂ€rbt sich das Taj Mahal durch industrielle Luftverschmutzung trotz aller KonservationsbemĂŒhungen gelb. Inzwischen dĂŒrfen sich Autos und Busse nur noch auf zwei Kilometer nĂ€hern; eine Restaurierung wird erwogen.

Das Taj Mahal soll in möglichst originaler GrĂ¶ĂŸe und Bauart im Freizeit-Projekt Falcon City of Wonders in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate nachgebaut werden. Eine (weniger anspruchsvolle) Taj Mahal-Kopie findet sich auch auf Initiative eines reichen Privatmannes in Bangla Desh.

Quelle Text: Wikipedia Dort gibt es herrliche Fotos!

5 Gedanken zu „Taj Mahal

  1. Kathy

    🙂 was fĂŒr ein Liebesbeweis, dieses Taj Mahal.. und das obwohl Sha Jahan die Möglichkeit hatte viel Frauen zu ehelichen, war Mumtaz Mahal sein Ein und Alles … wie romantisch.

    Das Taj Mahal ist seit langer Zeit mein Bildschirmhintergrund.

    Salut 🙂
    und liebe GrĂŒĂŸe

    Antworten
  2. Elke

    Hach ja – Indien, das wĂ€re auch nochmal ein Reiseziel, das ich mir vorstellen könnte (mein Göttergatte eher weniger). Und dann wĂŒrde ich 100%ig auch das Taj Mahal besuchen.
    Liebe Helga,
    deine Frage habe ich in meinem Blog mit Bild! beantwortet 😉

    Herzlichen Gruß
    Elke

    Antworten
  3. Michaela

    Der Besuch des Taj Mahal wird mir unvergeßlich bleiben! Was fĂŒr ein imposantes Bauwerk – ich war sehr beeindruckt, es war die Reise wert!

    Antworten

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