Kimberlit

Kimberlit aus Südafrika
Foto aus Wikipedia, Urheber: H.m.2009

Der Kimberlit ist ein olivin- und phlogopithaltiges, blaugrün bis schwarzes ultramafisches Gestein magmatischen Ursprungs, das zur Gruppe der Peridotite gerechnet wird und akzessorisch Diamanten führen kann.

Weitere Bestandteile sind Orthopyroxen, Klinopyroxen, Rutil, Perowskit und pyropreicher Granat. Die Zusammensetzung von Kimberlit entspricht der seines Ursprungsgebietes, dem Oberen Erdmantel. Die Dichte liegt zwischen 3,3 und 5,7 g/cm³.

Etymologie
Der Kimberlit wurde nach der südafrikanischen Stadt Kimberley oder dem damaligen Staatssekretär für Kolonien, dem Earl of Kimberley, benannt.

Entstehung und Abbau
Das Gestein wird durch die so genannten Pipes an die Oberfläche befördert. Hierbei handelt es sich um sehr tief reichende, senkrechte Schlote vulkanischen Ursprungs. Aus diesem Grund treten Kimberlite an der Erdoberfläche fast vollständig als vulkanische Trümmergesteine (Brekzien) auf. Nur in den Wurzelzonen der Pipes findet sich Kimberlit auch als erstarrtes Ganggestein. Je nach der konkreten Ausbildung werden massive Kimberlite (überwiegend Lagergänge und Gänge), intrusive Kimberlit-Brekzien und Kimberlit-Tuffe unterschieden.
Es enthält neben Diamanten auch Bruchstücke von anderem Fremdgestein (Xenolithe), die von den Eruptionen aus der tiefen Erdkruste mit in die Höhe gerissen wurden, vor allem Eklogit. Dort, wo die Kimberlite unter eher ruhigen Bedingungen in Spalten und Gänge eingedrungen sind, finden sich übrigens keine Diamanten. Das zunächst bläulich-grüne Gestein (Blue Ground) nimmt unter dem Einfluss der Verwitterung an der Erdoberfläche eine gelblich-braune Färbung an (Yellow Ground).

Entstanden sind die meisten heutigen Kimberlite vor 70 bis 150 Millionen Jahren, der älteste Kimberlit allerdings schon vor ca. 1,2 Milliarden Jahren. Sie kommen in Afrika, Australien, Nordamerika, Indien, Brasilien und Sibirien vor. Allgemein ist das Auftreten von Kimberliten an kratonische Kontinentalblöcke gebunden.

Bei ausreichendem Gehalt können Kimberlitschlote primäre Lagerstätten für Diamanten darstellen. Verwittert der diamantführende Kimberlit, so können die durch Wasser umgelagerten Diamanten sekundäre Lagerstätten (z. B. Seifenlagerstätten in Bächen, Flüssen und an Küsten) bilden.

Geschichte
Der erste Kimberlit wurde 1880 in Südafrika gefunden. Später fand man auch in Sibirien diamantführende Kimberlite, Sierra Leone folgte 1961.

Quelle Text: Wikipedia

Ein Gedanke zu „Kimberlit

  1. Elke

    *lol* – ob jemand nach dem ersten Satz hier gerne weiterliest? Olivine kenne ich ja, aber was bedeutet dennn bitte „phlogopithaltig“ (klingt irgendwie medizinisch-entzündlich) oder was ist „ultramafisch“ ???
    Ich habe mal gegoogelt: Ultramafitite ist der Sammelbegriff für ultramafische vulkanische Gesteine, welche zu mehr als 90% aus mafischen Mineralien bestehen. Definiert im QAPF – Feld 16. Aha – schlauer? Ich nicht. Zum Phlogopit gibt es aber immerhin eine ganz nette Seite bei Wikipedia.
    Lieben Gruß
    Elke

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