Karlstein am Main

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Bild aus Wikipedia, George II. in der Schlacht bei Dettingen

Karlstein am Main ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg. In Ortsteil Großwelzheim befindet sich der westlichste Punkt des Bundeslandes Bayern.

Geschichte
Vorgeschichte
Mit den Ortsteilen Dettingen und Großwelzheim gründet Karlstein auf altem geschichtlichem Boden, wie zahlreiche Funde aus vorchristlicher Zeit belegen. Der Ortsname Dettingen verweist auf eine alemannische Siedlung (3. bis 14. Jahrhundert), der Ortsname Großwelzheim auf einen fränkischen Ursprung.

Erste Erwähnung beider Ortsteile
Großwelzheim wird zum ersten Mal in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch aus dem Jahre 772 genannt. Damals hieß der Ort Walinesheim (im Mittelalter wurde noch nicht zwischen Groß- und Klein-Welzheim unterschieden). Der Ortsname hat die für einen in fränkischer Zeit gegründeten Ort typische Endung auf -heim. Der Name leitet sich vom Namen des Maingaugrafen Walah ab. Eine weitere Schenkung datiert aus dem Jahr 786.
Dettingen wird 975 in einer Schenkungsurkunde des Kaiser Otto II. schriftlich erwähnt.

Die Schlacht bei Dettingen
Im Rahmen des österreichischen Erbfolgekrieges fand am 27. Juni 1743 in der Karlsteiner Umgebung die Schlacht bei Dettingen statt. Der unter dem Befehl Georgs II. stehenden sogenannten Pragmatische Armee bestehend aus 35.000 Briten, Hannoveranern und Österreichern stand ein 70.000 Mann starkes Heer der Franzosen gegenüber. Die Pragmatische Armee entschied die Schlacht für sich, die der Ursprung der Legende vom „wandelnden Engländer“ ist, die sich bis heute in Dettingen überliefert hat. Zudem schrieb Georg Friedrich Händel zu Ehren des Englischen Sieges das Dettinger Te Deum, das am 27. November 1743 (genau 5 Monate nach Schlachtbeginn) in Gegenwart Georgs II. uraufgeführt wurde.

Zusammenschluss der Ortsteile zu Karlstein
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern erfolgte der Zusammenschluss der beiden Gemeinden am 1. Juli 1975. In einer Abstimmung entschieden sich die Gemeindebürger für den Namen Karlstein, der bereits um das Jahr 1000 in einer Beschreibung des Aschaffenburger Forstbezirkes auftaucht und ein Grenzmal an der ehemaligen Gemarkungsgrenze zwischen Dettingen und Großwelzheim bezeichnet.

Wortherkunft
Der Name Karlstein soll auf eine anekdotische Überlieferung zu Karl dem Großen zurück gehen. Dieser war oft im Karlstein direkt gegenüberliegenden Seligenstadt und begab sich gern auf die Jagd in den Spessart. Um dorthin zu gelangen überquerte er mit seinem Schiff den Main zum damals noch „Tettingen“ genannten Ort. Der Stein an der Anlegestelle oder auch der Grenzstein zwischen „Tettingen“ und „Walinesheim“ wurde dann Karlstein genannt.

Quelle Text: Wikipedia

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