Burg Tanstein

Burg Tanstein
Foto aus Wikipedia, Urheber: Haselburg-müller

Die Burg Tanstein liegt im südlichen Pfälzerwald, dem Wasgau, knapp 1 km östlich der rheinland-pfälzischen Kleinstadt Dahn.

Lage
Die Felsenburg gehört zur Dahner Burgengruppe, zu der noch die Burgen Altdahn und Grafendahn zählen. Die drei Burgen wurden zwar nicht gleichzeitig, aber direkt nebeneinander auf einem Bergrücken errichtet. Eine ähnliche Form des Burgenbaus ist z. B. auch in den Vogesen im oberen Elsass bei den drei Burgen von Husseren zu finden.

Geschichte
Von den drei Burgen der Gruppe ist Tanstein die älteste. Eine Urkunde von 1127 nennt einen Anshelmus de Tannicka als Besitzer oder Verwalter; deshalb wird der Anfang des 12. Jahrhunderts als Erbauungszeit der Burg vermutet. 1189 wird in einer Urkunde des Kaisers Friedrich Barbarossa ein Heinrich von der Than erwähnt und die Burg als unmittelbares Reichslehen bezeichnet. In der Folgezeit werden noch Ulrich von Dahn und Konrad von Dahn als Reichministerialen genannt. Seit 1328 gilt die Burg als Lehen der Bischöfe von Speyer. Bis 1464 fällt häufiger Besitzerwechsel auf, so dass davon auszugehen ist, dass das Lehen immer wieder neu vergeben wurde, also in dieser Phase noch nicht erblich war.

1512 erwarb Friedrich von Dahn die Burg. Weil er ein Verbündeter des Ritters Franz von Sickingens war, wurde er in dessen Kämpfe mit südwestdeutschen Reichsfürsten verwickelt. Nach Sickingens Niederlage und Tod 1523 fiel auch Tanstein in die Hand der Sieger. Die Besetzung durch Truppen des Erzbischofs von Trier dauerte bis 1544 und führte wohl zu irreparablen Schäden an der Bausubstanz, denn 1585 wurde die Burg endgültig verlassen. 1689, zu Beginn des Pfälzischen Erbfolgekrieges, zerstörten die Franzosen die Ruine vollends.

Anlage
Burg Tanstein befindet sich auf den beiden westlichsten Burgfelsen der Dahner Burgengruppe. Beide waren früher mit einer Brücke verbunden. Auf den Felsen befinden sich moderne Brüstungsmauern, die eher willkürlich gesetzt wurden und keinen Eindruck der ehemaligen Burggebäude vermitteln. Der Westfelsen war anscheinend mit Wohnturm-ähnlichen Gebäuden bebaut, die sich an den Felsen anlehnten. Zeugnis davon geben Balkenlöcher und Abarbeitungen am Felsen sowie eine großen Zisterne, in der man Wasser von den Dächern auffing.

Die südlich gelegene Unterburg weist noch originales Mauerwerk auf, das aber aus dem 15. Jahrhundert stammt. Darin fanden sich Gebäudereste einer Schmiede sowie ein Schmelzofen.

Quelle Text: Wikipedia

7 Gedanken zu „Burg Tanstein

  1. Helmut

    Zur Abwechslung mal wieder was aus heimatlichen Gefilden. In der Ecke kenne ich mich aus. Gewandert bin ich dort auch schon.

    Liebe Grüße nach GAP

    Helmut

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  2. Quizzy

    Da hast du ja ein brandaktuelles Foto erwischt, denn da oben hat wohl jemand gerade sein Auto mit dem Deutschland-Fähnchen geparkt … 😉

    Liebe Grüße
    Renate

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  3. Eveline

    … so einer, der nicht fahren kann :mrgreen:
    Just joking *träller* 😉

    Aber die Burg ist cool, von da oben sieht man sicher weit über’s Land, schön!

    Huggels, Eveline

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  4. Eva

    soooooo …. bin mal wieder auf dem neuesten Stand …. und ich sag jetzt nur: noch 3x schlafen *g* und ich freu mich

    Herzliche Grüße von der Waldeva 🙂

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  5. Traudi

    Als ich das Foto sah, dachte ich spontan: Das kann nur im Pfälzer Wald sein. Denn ich erinnerte mich an den Dachenfels, den du auch schon vorgestellt hast und auf dem ich mit Motoradklamotten (schwitz) hochgelaufen bin. Wir machten damals eine Motorradtour durch den Pfälzer Wald. Wunderschöne Gegend!

    Viele liebe Grüße
    Traudi

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  6. Elke

    Das ist ja ein irres Bild – da guckt man und versucht Fels und Burg und Mauer irgendwie auseinander zu kriegen.
    Lieben Gruß
    Elke

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  7. Beate

    Ich glaub da war ich schon mal, ich mag solch altes Gemäuer sehr. Hier gibt es ja einiges davon zu sehen. Da kann ich mich dann gar nicht mehr erinnern, wo ich schon überall war.
    Liebe Grüße von:
    Beate

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