Markgrafensteine

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Grafik aus Wikipedia
Lithografie des Großen Markgrafensteins von Julius Schoppe wie er noch Pfingsten 1827 zu sehen war (Baumeister und Steinmetz Christian Gottlieb Cantian rechts unten mit Zylinder)

Die Markgrafensteine sind die größten bisher in Brandenburg gefundenen Findlinge. Die beiden Findlinge tragen die Namen Großer und Kleiner Markgrafenstein. Sie befinden sich in den Rauenschen Bergen südlich von Fürstenwalde/Spree in der Nähe des Ortes Rauen und sie sind ein beliebter Anziehungspunkt für Ausflügler und weit über die Region bekannt.

Herkunft
Beide Findlinge, auch Geschiebe genannt, kamen während der Gletschervorstöße des Eiszeitalters mit dem Inlandeis aus Skandinavien. Diese aus Granit bestehenden Findlinge hatte die Saale- oder Weichseleiszeit aus Schweden bis auf den Sandberg in den Rauenschen Bergen transportiert, wo sich eine Reihe weiterer großer Steine befindet. Sie zählen zu den größten ihrer Art in Deutschland.

Der Große Markgrafenstein war das größte Geschiebe Brandenburgs und er wurde auf ein Gewicht von 700 bis 750 Tonnen geschätzt. Dieser Findling hatte vor der Absprengung von Teilen des Gesteins die folgenden Maße: Volumen ca. 250 m³, Länge 7,8 m, Breite 7,5 m, Höhe 7,5 m.

Der Kleine Markgrafenstein, der nach der Zerkleinerung des Großen Markgrafensteins nunmehr der größte Findling in Brandenburg ist, hat folgende Maße: Volumen ca. 100 m³, Länge 5,8 m, Breite 5,6 m, Höhe 5,7 m und geschätztes Gewicht von etwa 280 Tonnen.

Beide Steine bestehen aus etwa 1420 Millionen Jahre alten rotem Karlshamn-Granit, benannt nach der südschwedischen Stadt Karlshamn.

Goethe und Fontane
Goethe, der sich an der damaligen Auseinandersetzung über die Entstehung der Gesteine zwischen den Neptunisten und Plutonisten beteiligte, befasste sich 1828 mit den „erratischen Blöcken“ aus Granit an mehreren Orten. Goethe, der ein Anhänger der Neptunisten war, lehnte die These für die Markgrafensteine ab, dass sie von weit hergekommen seien. Goethe gab zu bedenken, dass die Markgrafensteine „alleine wegen ihrer Lage auf dem Rauischen Berg und wegen ihrer Größe nicht von Weitem gekommen sein konnten“.
Theodor Fontane suchte in den 1880er Jahren die Markgrafensteine auf, die mittlerweile erheblich verkleinert waren. Er zeigte sich enttäuscht, da er große geformte Findlinge als eines der sieben märkischen Weltwunder in Obeliskenform erwartete und bewertete die Steine anschließend als tote zusammengekauerte Elefanten.

Granitschale im Lustgarten
Aus einem Teil des Großen Markgrafensteins wurde die vor dem Alten Museum im Lustgarten in Berlin-Mitte stehende Granitschale gefertigt. Der große Markgrafenstein hatte einen Umfang von 29,5 Metern (jetzt nur noch 17 Meter). 1827/1828 wurden mehrere Scheiben des Steins mit Eisenkeilen und Steinspaltwerkzeugen abgespalten, wobei die äußerste Scheibe als Grundlage für den Steinernen Tisch und vier steinerne Bänke diente, die sich auf einem nahegelegenen Aussichtspunkt befinden. Aus dem Mittelstück wurde vor Ort grob eine 70 bis 80 Tonnen schwere Schale gefertigt. Zum Transport an die Spree wurde eine Trasse angelegt, die heute noch deutlich erkennbar ist. Die Schale wurde mit Hilfe von Holzrollen zur Spree transportiert und mit einem Lastkahn bis nach Berlin gebracht. Der Restblock blieb als Überbleibsel des Großen Markgrafensteins erhalten. Als ausgewiesene Naturdenkmale stehen die Steine unter Schutz.

Quelle Text: Wikipedia

2 Gedanken zu „Markgrafensteine

  1. Elke

    Solche Findlinge haben schon was besonderes. – Ich habe eben mal geguckt, ob du schonmal etwas über den roten Mainsandstein geschrieben hast. Ich glaube nicht. Ich sollte da mal etwas für dich fotografieren z.B. Karl den Großen vor dem Frankfurter Historischen Museum. Aber im Grunde ist ja bei uns alles aus rotem Mainsandstein. Aber Vorsicht, wenn du du das Foto vom ollen Karl bei Wikipedia nimmst. Bei Bildern von E*a? musst du deren gesamte Lebensgeschichte aufführen 😉
    Lieben Gruß
    Elke

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