Devils Tower National Monument

Evas Lawine macht’s möglich – dankeschön 🙂

Devils Tower
Foto aus Wikipedia

Der Devils Tower (dt. Teufelsturm) ist ein Monolith, der am Rande der Bear Lodge Mountains und der Black Hills im Crook County im US-Bundesstaat Wyoming liegt. Er hat eine Höhe von etwa 265 Metern und einen Durchmesser von fast 150 Metern. Der Berg wird von mehreren Völkern der Prärieindianer als Wohnsitz des Grizzlybären angesehen und ist für sie ein heiliger Ort.

Das Gebiet wurde durch Präsident Theodore Roosevelt 1906 gemäß dem damals neuen Antiquities Act als erstes National Monument unter dem Namen Devils Tower National Monument ausgewiesen. Es wird vom National Park Service betreut.

Geologie und Landschaft
Das Umfeld des Devils Tower ist eine Hochebene aus Sedimentgesteinen. Die ältesten aufgeschlossenen Gesteine sind Sand- und Schluffstein aus dem Trias vor rund 225 bis 195 Millionen Jahren. Sie sind überdeckt von einer Gips-Schicht aus dem frühen Jura. Über ihr liegen mehrere Lagen Sandstein aus dem Jura und der frühen Kreide mit einem Alter von mindestens 136 Millionen Jahren.

Der Monolith entstand im Verlauf der laramischen Gebirgsbildung beim Auffalten der Rocky Mountains und der östlich von ihnen gelegenen Black Hills, die vor etwa 60 Millionen Jahren begann. Er selbst ist rund 40 Millionen Jahre alt und aus dem vulkanischen Gestein Phonolith in porphyrischem Gefüge zusammengesetzt. In die neu entstehenden Falten aufsteigendes Magma aus dem Erdinneren kühlte in einem langsamen Prozess aus, wobei aus dem kristallinen Gestein durch Risse regelmäßige Säulen entstanden. Sie sind überwiegend sechseckig, es kommen aber auch fünf- und viereckige Säulen vor. Ob das Magma die Erdoberfläche erreichte oder wie nah es ihr kam, ist ungeklärt. Daher kann nicht beantwortet werden, ob es sich um einen Neck handelt, also einen Pfropfen im Schlot eines Vulkans, oder ob ein Lakkolith vorliegt, der nie der Oberfläche nahekam. Dass in der weiten Umgebung keinerlei Spuren auf oberirdischen Vulkanismus hindeuten, spricht für die Lakkolith-Theorie. Vulkanische Aschen sowie Lavaströme und andere Hinweise könnten aber auch durch Erosion abgetragen sein. Etwa fünf Kilometer nordwestlich des Towers liegen die Missouri Buttes, eine Gruppe wesentlich kleinerer Monolithe aus Trachyt und Phonolith, die rund zehn Millionen Jahre älter als der Devils Tower sind und damit auf etwa 50 mya datiert werden.

Das den Magma-Stumpf umgebende sowie gebenenfalls abdeckende Gestein erodierte seitdem. Der Devils Tower als härteres Gestein blieb als Härtling weitgehend erhalten. Der Monolith hat eine Höhe von rund 265 m von der Basis, er ragt etwa 385 m über das Bett des Belle Fourche Rivers, sein höchster Punkt liegt auf 1559 m über Meereshöhe. Der Stumpf ist von Talushalden umgeben, die aus zerbrochenem Phonolith und Brekzie-Gestein bestehen.

Die Hochebene ist zu großen Teilen mit einem Wald bestanden, der überwiegend aus Gelb-Kiefern besteht. Ursprünglich war die Region locker bewaldet. Durch die Jahrzehnte lange Unterdrückung von Waldbränden sind die Wälder heute unnatürlich dicht. Der National Park Service legt im Schutzgebiet seit den 1990er Jahren absichtlich zu geeigneten Zeiten kleine Brände, um die Wälder zu verjüngen und zu öffnen.

Indianische Mythen
Die auffallende Form des Berges macht den Devils Tower zu einem Gegenstand der indianischen Mythologie. Gemäß dem Native American Graves Protection and Repatriation Act (NAGPRA) aus dem Jahr 1990 wurden alle Völker befragt, die jemals mit der Region im Nordosten Wyomings in Verbindung standen, ob ihre Überlieferungen auch den Devils Tower einschließen. In der 1993 veröffentlichten Studie gaben 21 Völker an, kulturelle Beziehungen zum Berg zu haben.

Die Kiowa-Indianer nennen den Devils Tower Mateo Tepee (engl. Bear Lodge, dt. Heim des Grizzly-Bären). Ihrer Sage nach entstand Mateo Tepee, als ihre Vorfahren in dieser Gegend ein Dorf errichteten. Eines Tages spielten sieben kleine Indianermädchen in einiger Entfernung zum Dorf. Sie wurden von mehreren Bären entdeckt und die Mädchen eilten zum Dorf. Die Bären jedoch erreichten die Mädchen weit vor dem Dorf. In ihrer Not kletterten die Mädchen auf einen kleinen Felsbrocken. Sie flehten den Stein an: „Fels, habe Mitleid mit uns, Fels rette uns“. Der Fels erhörte die Mädchen und fing an in die Höhe zu wachsen. Die Bären sprangen den Felsen in ihrer Wut an, brachen riesige Felsbrocken aus ihm heraus und kratzten mit ihren Krallen tiefe Rillen und Spalten in den Felsen, jedoch konnten sie die Mädchen nicht erreichen. Der Fels wuchs und wuchs bis in den Himmel hinein. Die Mädchen sind noch immer im Himmel, als sieben kleine Sterne am Firmament: die Plejaden.

Die Lakota- und Dakota-Indianer aus der Familie der Sioux bringen den Devils Tower mit White Buffalo Woman in Verbindung. Sie soll ihnen an diesem Ort die Heilige Pfeife und die Sieben Riten der Völker übergeben haben. Die Pfeife soll bis heute in einer geheimen Höhle auf der Südseite des Berges liegen.

Für die Cheyenne ist der Devils Tower der Ort, an dem ihr legendärer Held Sweet Medizine die vier heiligen Pfeile in einer geheimen Höhle auf der Nordseite des Berges hinterlegt hat. Er sei auch am Berg gestorben, weshalb die Cheyenne ihn hier in Zeremonien ehren.

Quelle Text – dort auch weitere Informationen – : Wikipedia

3 Gedanken zu „Devils Tower National Monument

  1. Eveline

    HIIIIIINWIIIIIIILLLLL!!!!!!

    Wenn die Entstehungsgeschichte schon so phantastisch ist, können die weiteren ja nicht nachstehen – lass uns Pfeifen und Pfeile suchen gehn!

    Schönen Sonntag – gemütlich ist auch mal schön 😉
    Huggels, Eveline

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  2. Elke

    Wahnsinn! Die amerikanischen Steingebilde sind doch immer wieder grandios. Unglaublich, was die Natur hervorbringt! Eveline! – ich will auch HIIIIINNNNN!
    Lieben Gruß
    Elke

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