Alpensteinhuhn

Über Eure Besuche und Kommentare freue ich mich tierisch, deshalb heute ein zoologischer Beitrag :mrgreen:

Alpensteinhuhn
Foto aus Wikipedia, Urheber: Richard Bartz

Das Alpensteinhuhn (Alectoris graeca), auch Steinhuhn genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae), die zur Ordnung der Hühnervögel (Galliformes) gehört. Es ist ein scheuer Bodenvogel, der geschickt und ausdauernd läuft und das gesamte Jahr über in den Alpen zu beobachten. Während des Winterhalbjahrs halten sie sich in tieferen Lagen auf.

Erscheinungsbild
Das Alpensteinhuhn ist bis zu 35 cm lang, 50 bis 55 cm breit, an der Oberseite und Brust blaugrau, Kehle weiß, mit schwarzem Kehl- und Stirnband, die Federn der Weichen gelbrotbraun und schwarz gebändert, an der Unterseite rostgelb, die Schwingen schwärzlichbraun mit gelblichweißen Schäften und rostgelblich gekantet, die äußeren Steuerfedern rostrot; das Auge ist rotbraun, der Schnabel rot, der Fuß blaßrot. Es weist damit sehr große Ähnlichkeit zum Chukarhuhn und zum Rothuhn auf. Vom Rothuhn unterscheidet es sich durch die schwarze Begrenzung des weißen Kehlflecks. Dieser ist beim Alpensteinhuhn klar abgesetzt. Beim Chukarhuhn ist der Kehlfleck anders als beim Alpensteinhuhn nicht weiß, sondern rahmfarben.

Aufgescheuchte Alpensteinhühner fliegen in der Regel mit burrendem Fluggeräusch hangabwärts. Sie rufen dabei ein schrilles und gereihtes pitschi, dem sich ein witu anschließt. Das Steinhuhnmännchen trägt während der Balzzeit lange Strophen vor, die von einem beginnenden tsik oder zük in ein tri-wet … tri-wet übergehen. Bei sehr erregten Vögeln erklingen sie kombiniert mit einer Serie schriller Krählaute. Der Ruf klingt dann wie ka kriwä ka wet wet.

Verbreitungsgebiet und Lebensweise
Das Alpensteinhuhn lebte im 16. Jahrhundert am Rhein, gegenwärtig in den Alpen, Italien, der Türkei, Griechenland und Vorderasien. Eine Varietät lebt in ganz Nordasien. Es bewohnt sonnige, etwas begraste Schutthalden zwischen Holz- und Schneegrenze, im Süden auch die Ebene aus felsigem Boden. Das Alpensteinhuhn zeichnet sich durch Behändigkeit, Klugheit und Kampflust aus, läuft und klettert sehr gut, fliegt leicht und schnell, bäumt nur im Notfall, nährt sich von allerlei Pflanzenstoffen und kleinen Tieren und frisst auch die Spitzen von jungem Getreide. Mit diesem Verhalten gleicht er weitgehend dem Chukarhuhn, die Arten unterscheiden sich jedoch in ihrem Ruf, der beim Alpensteinhuhn eher wie Kakabi, kakabit, kakabe erklingt.

Im Winter lebt es in größeren Gesellschaften, im Frühjahr isolieren sich die Paare, und das Weibchen legt in den Alpen im Juni oder Juli in einer Mulde unter Gesträuch oder überhängendem Fels 12 bis 15 gelblichweiße, braun gestrichelte Eier, die es in 26 Tagen ausbrütet.

Das Alpensteinhuhn als Jagdwild
Man jagte das Steinhuhn des sehr wohlschmeckenden Fleisches halber. Es kann auch leicht gezähmt werden, bleibt aber sehr kampflustig, und schon die Alten ließen Steinhühner miteinander kämpfen. In Indien und China sind Steinhühner halbe Haustiere geworden, werden gezüchtet, auf die Weide getrieben, laufen frei im Haus umher und werden auch hier zu Kampfspielen benutzt. In Griechenland glaubte man, dass sie Schutz gegen Bezauberung gewähren, und hält sie in sehr engen, kegelförmigen Käfigen.

Quelle: Wikipedia

10 Gedanken zu „Alpensteinhuhn

  1. Helmut

    Der Vogel erinnerte mich ganz spontan an den Kiwi aus Neuseeland…. ansonsten hatte ich zuvor noch NIE was von diesem Vogerl gehört.

    Herzliche Grüße nach GAP

    Helmut

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  2. Katinka

    Hallo Helga,
    wie Helmut habe ich gleich an den Kiwi gedacht….

    Interesssante Infos!

    Ein schönes Wochenende wünsche ich Dir,
    liebe Grüße
    Katinka

    Antworten
  3. Jutta

    Oh…super…man kann sie auch essen 😀

    Ansonsten sieht das Huhn richtig hübsch aus. Ich wusste nicht, dass es ein Alpensteinhuhn gibt.

    Liebe Grüße
    Jutta

    Antworten
  4. Eveline

    Neuer Spitzname? *sfg* :mrgreen:

    In freier Natur hab ich noch keins gesehen, aber im Alpenzoo gibt’s welche 🙂

    Komisch, dass man sie nicht auf Speisekarten findet, wenn sie so delikat sind…

    Habt ein wunderschönes Wochenende!!
    Sonnige Huggels, Eveline

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  5. Kathy

    Das sieht schon so lecker aus … :mrgreen: … da täuscht auch der Name nicht drüber hinweg!

    Knuddels
    😀

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  6. Kerstin

    Ui schaug her, auf deiner Seite gibts sogar Fremdsprachen zu erlernen – pitschi witu…..*gg*

    Muss ich im Alpenzoo nächstes Mal drauf achten. Hab ich bewusst noch nie wahr genommen, das Viecherl.

    Alles Liebe
    Kerstin

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  7. Holle

    Hallo, ich habe Alpensteinhühner aber leider zur zeit nicht. die wirst jetzt auch nicht bekommen. du must dich bis oktober gedulten müssen.

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