Dreiherrenstein

Dreiherrenstein
Fotos aus Wikipedia, Urheber: SehLax

Der Dreiherrenstein ist ein unter Denkmalschutz stehender historischer Grenzstein an der Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik in der Nähe des Kurorts Oberwiesenthal.

Geografische Lage
Zum Dreiherrenstein gelangt man am kürzesten, indem man von Boží Dar (Gottesgab) oder vom Neuen Haus über den Grenzübergang der Straße in Richtung Klínovec (Keilberg) folgt und nach dem Stromhäuschen am Windrad nach links auf einen Plattenweg einbiegt. An dessen Ende führt ein Pfad an der Staatsgrenze entlang zum Stein, der am Südrand der unter Naturschutz stehenden Schlauderwiese in einer Höhe von 1165 m NN im Grenzzipfel steht.

Geschichte
Der im erzgebirgischen Volksmund als dreieckiger Raastaa oder auch als Wappenstein bezeichnete Dreiherrenstein (in der DDR Dreiländerstein genannt) markierte die Stelle, wo die einstige Herrschaft Schwarzenberg der Herren von Tettau, an die Besitzungen der Herren von Schönburg (die obere Grafschaft Hartenstein) und die der Herren von Schlick auf Schlackenwerth und Sankt Joachimsthal aneinandergrenzten.

Der Stein trägt die Jahreszahl 1729, denn in jenem Jahr begann das insgesamt drei Jahre dauernde Setzen von 79 neuen Rainsteinen an der Landesgrenze zwischen Jugel und Oberwiesenthal. Er ist jedoch älter und wurde bereits 1677 am Sonnenwirbel als dreieckige Säule neben dem Grenzstein Nr. 287 errichtet, der die Joachimsthalische, Chursächsische und Ambt Hauensteinische Gränizen schied. Dementsprechend erhielt der dreieckige Grenzstein 1729 auch die Wappen der angrenzenden Gebiete als Relief.

Zur Sicherung der Landesgrenze vom Schwarzwasser bei Johanngeorgenstadt bis auf den Sonnenwirbel (Keilberg) wurden in den Jahren 1842/43 zusätzlich ein zum Teil noch heute existierender Grenzgraben ausgehoben und der dreieckige Grenzstein mit der damals aktuellen laufenden Nummer 376 und den Buchstaben KS (= Königreich Sachsen) und KB (= Königreich Böhmen) versehen.

Gestaltung
Nordwestseite: Kursächsisch-polnisches Wappen mit den Buchstaben FARPES = Fridericus Augustus Rex Poloniae Elector Saxoniae und der Name Sachsen
Nordostseite: Wappen der Herrschaft Hauenstein: Allianzwappen der Markgrafen von Baden und der Herzöge von Sachsen-Lauenburg, Jahreszahl 1729 und Name Hauenstein
Südseite: Wappen Österreichs (Doppeladler) für das böhmische Amt St. Joachimsthal, Jahreszahl 1729 und Name Joachimsthal

Quelle: Wikipedia

6 Gedanken zu „Dreiherrenstein

  1. Quizzy

    Da haben sich die Wittelsbacher wohl ausnahmsweise mal rausgehalten, dass sich Böhmen, Österreich und Sachsen so ganz ohne die Bayern vereinigen können!

    Liebe Grüße
    Renate

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  2. katinka

    Solcher Dreiherrensteine gibt es sehr viele. Allein auf unserem Rennsteig gibt es 13 Stück, überall da wo die Territorien der Herren zusammenstießen. Aber diese ist schon sehr gut erhalten und daurch prägnant.
    (War da schon mal *lol* )

    Busserls vom üche

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  3. katinka

    Ein R und ein D dazuleg, ein I streich und ein E dafür einsetze. Oh Gott, ich koch grad Gulasch und hab am dazu ehörigen Rotwein genippt. Sorry :mrgreen:

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  4. Elke

    Na so ebbes, von dem hat mir die liebe Blechi ja noch garnichts erzählt, geschweige denn gezeigt, als ich bei ihr war. Beim nächsten Mal muss ich mir diese Steinchen unbedingt angucken.
    Lieben Gruß
    Elke

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