Bodensee-Vergissmeinnicht

Bodensee-Vergissmeinnicht
Foto aus Wikipedia, Urheber: Ramessos

Das Bodensee-Vergissmeinnicht (Myosotis rehsteineri, Syn.: Myosotis scorpioides subsp. caespitosa (DC.) Baum., Myosotis caespitosa var. grandiflora Gaud.), auch als Rehsteiners Vergissmeinnicht bezeichnet, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Vergissmeinnicht (Myosotis). Es ist ein mitteleuropäischer Endemit.

Beschreibung
Mit Hilfe von kurzen Ausläufern bildet das Bodensee-Vergissmeinnicht niedrige Rasen mit bis zu 30 Zentimetern Durchmesser. Es ist ein überwinternd grüner Hemikryptophyt. Der aufrechte Stängel erreicht Wuchshöhen zwischen zwei bis zehn Zentimetern. Er ist rund, kahl oder aufrecht gerichtet behaart. Die ebenfalls behaarten Laubblätter werden ein bis drei Zentimeter lang und sind lanzettförmig oder oval.

Der kurze, ein- bis zweiästige Blütenstand besteht aus fünf bis zehn Blüten. Der Durchmesser der Blüten beträgt vier bis zwölf Millimeter. Die Blütenkrone ist himmelblau. Die Blütezeit ist zwischen April und Mai.

Verbreitung und Lebensraum
Sein früheres Verbreitungsgebiet umfasste den Bodensee, den unteren Rheinverlauf bis Tössegg, den Luganersee, die Westseite des Genfersees, den Lago Maggiore, den Starnberger See, den Gnadensee, Liechtenstein und das Tessinufer. Heute kommt etwa 85% des Bestandes am Bodensee im Kanton Thurgau, Schweiz, auf der österreichischen Seite des Bodensees westlich von Bregenz und am Gnadensee in Deutschland vor.

Das Bodensee-Vergissmeinnicht wächst ausschließlich auf nährstoffarmen, tonigen Sand- und Kiesböden entlang von Uferlinien. Es ist charakteristisch für die Strandrasenflora von überfluteten Kiesufern einiger Voralpenseen.

Artenschutz
Im Jahr 1994 zählte diese Art mit nur 2500 Exemplaren zu den seltensten Pflanzen Mitteleuropas. 1998 wurden an zwölf Fundstellen neue Vorkommen entdeckt, so dass der Bestand heute etwa bei 25.000 Exemplaren liegt.

In der Roten Liste gefährdeter Pflanzenarten der IUCN wurde sie 1997 als weltweit gefährdet (endangered) eingestuft. Gefährdet ist das Bodensee-Vergissmeinnicht vor allem durch Regulierung der Seen, Algenteppiche, Uferdegradierung, Baumaßnahmen, zunehmenden Tourismus in den Naturschutzgebieten sowie die Konkurrenz mit anderen Pflanzenarten wie dem Rohrglanzgras (Phalaris arundinacea), dem Schilfrohr (Phragmites australis), dem Weißen Straußgras (Agrostis stolonifera), der Schlank-Segge (Carex acuta) und der Steifen Segge (Carex elata).

Quelle: Wikipedia

7 Gedanken zu „Bodensee-Vergissmeinnicht

  1. katinka

    Das kleine niedliche Vergissmeinnicht (ich kenn nur die im Garten) sind egal ob wild oder zahm , ähm… ich meine kultiviert, meine Lieblingsblümchen. 😀 Und es bedeutet in der Blumensprache : wahre Liebe, jaaaa 😀 es ist nicht die Rose.
    Auch aus dem Grund muss man es schützen. :mrgreen:

    gemütlichen Wochenstart
    liebe Grüße katinka

    Antworten
  2. Helmut

    Ich erinnere mich noch an ein Motto, das vor vielen 100 Jahren, die Post auf via Stempel auf den Briefen verewigte: Vergiss mein nicht die Postleitzahl.
    Beim radeln rund um den Bodensee werde ich mal nachsehen, ob dieses zarte Pflänzchen irgendwo finde.

    Grüße aus dem Kraichgau nach GAP
    schickt
    Helmut

    Antworten
  3. Walter Müller

    Der niedrige Wasserstand des Bodensees lässt das Vergissmeinnicht im Moment blühen. Ich habe Fotos gemacht am Ufer zweischen Altnau und Güttingen am Schweizer Bodenseeufer.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.