Ulla wohnt in Gernrode und gar nicht so weit entfernt ist der Ilsestein und im Harz gibt es zu allem auch eine Sage – eine sagenhafte Gegend sozusagen đ
Kreuz auf dem Ilsestein
Danke, liebe Ulla, dass Du uns auch gleich die Sage dazu vorliest, Steinreichleser lieben solche ErzÀhlungen:
Prinzessin Ilse
Vor vielen hundert Jahren regierte der König Ilsung im Harz, dessen Schloà auf einem Felsen in der NÀhe des Brockens stand. Seine Tochter Ilse war wunderschön und von solcher Anmut, dass jÀhrlich viele Freier kamen, um sie zur Frau zu nehmen.
Da sie sich aber nicht von ihrem Vater und dem schönen Tal trennen wollte, konnte keiner von ihnen Ilses Herz erobern. So mussten die Wagemutigen unverrichteter Dinge wieder heimkehren.
In der NĂ€he der Burg lebte zu jener Zeit auch eine alte Hexe mit ihrer ĂŒberaus hĂ€sslichen Tochter, welche so boshaft war, dass selbst ihre Mutter sich zuweilen vor ihr fĂŒrchtete. So war es auch kein Wunder, daĂ niemand um ihre Hand anhielt. Eines Tages verirrte sich ein junger Ritter in den Wald, der ebenfalls um die Hand der schönen Prinzessin anhalten wollte. Da es schon dunkelte, klopfte er an die alte HexenhĂŒtte und bat um ein Lager fĂŒr die Nacht. „Den will ich haben und sonst keinen!“ – flĂŒsterte das MĂ€dchen der Mutter zu. Als der Ritter eingeschlafen war, nahm sie ein FlĂ€schchen mit einer dunklen FlĂŒssigkeit zur Hand und trĂ€ufelte ihm ein paar Tropfen auf die Augenlider.
Ihre Tochter jedoch musste die ganze Nacht seinen Schlaf bewachen. Als er nun am Morgen in der HĂŒtte erwachte, erblickte er vor sich ein wunderschönes MĂ€dchen. „Schöner kann die Prinzessin auch nicht sein. dachte er, ÂSoll ich nun zu ihr reiten und mich gar verhöhnen lassen? Wenn dieses MĂ€dchen hier meine Braut werden will, dann solls geschehen.“ NatĂŒrlich wollte das HexenmĂ€dchen den Ritter zum Gemahl und so richtete die Mutter alles fĂŒr die Hochzeit her. Einige Tage vor dem Fest jedoch, wanderte der Prinz alleine durch den Wald und kam an den FluĂ Ilse. Er warf sogleich all seine Kleider ab und sprang in das kalte Wasser. Als aber die klaren Wassertropfen seine Augen berĂŒherten, wuschen ich die Zaubertropfen ab und er erkannte, welchem Schwindel er aufgesessen war. Er wurde zornig und wanderte den Fluss hinauf, bis er die Burg erreichte. König Ilsung nahm ihn freundlich auf und seine Tochter Ilse verliebte sich Hals ĂŒber Kopf in ihn.
Schon bald wurde die Hochzeit der beiden gefeiert. Als dies die Hexen erfuhren, verfluchten sie den König mitsamt seiner Tochter und berieten ĂŒber ihre Rache. „Du hast ihn nicht bekommen und sie soll ihn auch nicht haben“ – sprach die Hexenmutter und verbĂŒndete sich mit dem Teufel. In der folgenden Vollmondnacht erklang ein Tosen, wie es die Welt nie zuvor gehört hatte. Der Berg brach auseinander und die Burg stĂŒrzte in den Abgrund. Alle starben, bis auf die Prinzessin, die sich zu dem Fluss gerettet hatte. Seit jenem Tag folgt die Prinzessin rastlos dem Flusslauf und ruft voller Sehnsucht den Namen ihres Liebsten. Noch heute können Sonntagskinder sie das Tal durchschreiten sehen.
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Und das folgende aus Wikipedia will ich Euch auch nicht vorenthalten:
Der Ilsestein, frĂŒher auch Ilsenstein genannt, ist eine SehenswĂŒrdigkeit nahe der Stadt Ilsenburg im Harz in Sachsen-Anhalt. Er ist von dort aus nach einem kurzen FuĂmarsch von ungefĂ€hr 3Â4 km zu erreichen.
Der Ilsestein erhebt sich ca. 150 m hoch ĂŒber den kleinen Fluss Ilse und liegt in 474 m Höhe ĂŒber NN. Auf dem Gipfel befindet sich eine Klippe, auf der Graf Anton zu Stolberg-Wernigerode am 18. Oktober 1814, ein Jahr nach der Schlacht bei Möckern zur Erinnerung an seine in den Freiheitskriegen gefallenen Freunde und Bekannten ein eisernes Kreuz errichten lieĂ, von wo man einen guten Blick auf das Tal und den naheliegenden Brocken hat.
Am 18. Oktober 1913 wurde im Beisein von FĂŒrst Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode eine zusĂ€tzliche Gedenktafel mit der ErlĂ€uterung der Entstehungsgeschichte des Eisenkreuzes von 1814 enthĂŒllt.
Um den Ilsestein ranken sich mehrere Sagen, die u. a. Heinrich Pröhle zu Papier gebracht hat.
Auf dem Ilsestein befand sich im 10. Jahrhundert auch eine kleine, unmittelbar nach der Umwandlung der alten Ilsenburg in ein Kloster errichtete Trutzburg, deren Lage u. a. von Hans Riefenstahl rekonstruiert werden konnte. Diese Burg wurde bereits nach 100 Jahren um 1107 wieder zerstört.
Der Ilsestein ist als Nr. 30 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen.
huch …. ich hab jetzt brav alles gelesen …. und darf dann brav ins Bett gehen …. wenn ich heut Nacht schlecht trĂ€ume, dann weiĂ ich wenigstens warum …. dann geistern Hexen und Prinzen durch meine TrĂ€ume …. Prinzen …. ist ja eigentlich gar nicht so schlecht …. schöne PrinzessinnentrĂ€ume wĂŒnscht Eva đ
Hmmm, das ist eindeutig eine Geschichte zum Thema „Dumm gelaufen“ … đ
Und was lernen wir daraus? Verlieb dich lieber nicht in einen schönen Prinzen, der nur nach ĂuĂerlichkeiten schaut – sowas geht nie gut aus!
Liebe GrĂŒĂe
Renate
Liebe Helga, das hast du ja wieder schön gemacht.
Und wer sich nun dazu verfĂŒhren lĂ€sst, Ilsenburg zu besuchen, der kann dann im Gasthaus „Zu den Rothen Forellen“ einkehren. Die Bode flieĂt ja in der NĂ€he, und so gibt es natĂŒrlich auch Forellen.
Liebe GrĂŒĂe aus dem Harz
von Ulla
Hurra, hurra, hurra … endlich mal eine Gegend, wo ich auch schon war, liebe Helga. Das muss so vor ca. 40 Jahren gewesen sein *grins*, als ich dort mit meinen Eltern Urlaub gemacht habe. Wunderschöne, romantische Gegend, kann ich nur empfehlen.
Liebe GrĂŒĂe, Sunny
Vielen Dank fĂŒr die Geschichte zum Stein. Aber ein MĂ€rchen ohne Happyend – wo gibt es denn sowas? Die Geschichte muss ich der SchwieMu erzĂ€hlen. Die heiĂt nĂ€mlich Ilse.
Lieben GruĂ
Elke