Holstentor

Holstentor

Das Holstentor („Holstein-Tor“) ist ein Stadttor, das die Innenstadt der Hansestadt Lübeck nach Westen begrenzt. Wegen seines hohen Bekanntheitsgrades gilt es heute als Wahrzeichen der Stadt. Das spätgotische Gebäude gehört zu den Überresten der Befestigungsanlagen der Lübecker Stadtbefestigung. Es ist neben dem Burgtor das einzige erhaltene Stadttor Lübecks.

Das Holstentor besteht aus Südturm, Nordturm und Mittelbau. Es hat vier Stockwerke, wobei das Erdgeschoss im Mittelbau entfällt, da sich hier der Durchgang (das Tor) befindet. Die nach Westen (stadtauswärts) zeigende Seite wird als die Feldseite bezeichnet; die stadteinwärts weisende Seite ist die Stadtseite.

Die beiden Türme und der Mittelbau scheinen von der Stadtseite gesehen eine Einheit zu sein. Zur Feldseite sind sie deutlich voneinander abgesetzt. Die beiden Türme stehen hier halbkreisförmig vor und liegen am weitesten Punkt ihres Radius 3,5 Meter vor dem Mittelbau. Auf den Türmen sitzt je ein kegelförmiges Dach; der Mittelbau ist von einem Giebel besetzt.

Der Durchgang und die Inschriften
Der Durchgang war früher zur Feldseite mit zwei Torflügeln versehen, die nicht erhalten sind. Ein „Fallgatter“ wurde erst 1934 angebracht und entspricht nicht den ursprünglichen Sicherungsanlagen. An dieser Stelle befand sich einst ein so genanntes Orgelwerk, bei dem die Eisenstangen einzeln und nicht als Ganzes heruntergelassen wurden. So war es möglich, alle Stangen bis auf ein oder zwei bereits zu senken und dann abzuwarten, um den eigenen Männern noch ein Hindurchkommen zu ermöglichen. Über dem Durchgang ist auf der Stadt- wie auf der Feldseite je eine Inschrift angebracht.

Auf der Stadtseite lautet diese: S.P.Q.L. und ist von den Jahreszahlen 1477 und 1871 eingerahmt; ersteres war das vermeintliche Datum der Erbauung (korrektes Datum ist allerdings, wie man inzwischen weiß, 1478), letzteres das Datum der Restaurierung sowie der Gründung des Deutschen Reiches. Diese Inschrift hatte das römische S.P.Q.R. (lateinisch Senatus populusque Romanus – Senat und Volk Roms) zum Vorbild und sollte entsprechend für Senatus populusque Lubecensis stehen. Sie wurde allerdings erst 1871 angebracht. Vorher gab es an dieser Stelle keine Inschrift. Sie hätte auch wenig Sinn gehabt, da der Blick auf die unteren Bereiche des Holstentors von der Stadtseite aus durch hohe Mauern versperrt war.

Eine andere Inschrift befindet sich auf der Feldseite. Dort steht Concordia domi foris pax (Eintracht innen, draußen Friede). Auch dieser Schriftzug stammt von 1871 und ist eine verkürzte Form der Inschrift, die zuvor auf dem (nicht erhaltenen) Vortor gestanden hatte: Concordia domi et foris pax sane res est omnium pulcherrima (Eintracht innen und Friede draußen sind in der Tat für alle am besten, siehe Äußeres Holstentor).

Wer Lust auf mehr Interessantes hat, kann bei Wikipedia weiterlesen.

  • Quelle: Wikipedia
  • 6 Gedanken zu „Holstentor

    1. Eva

      ich hab so viel noch nicht gesehen …. da war ich auch noch nicht …. glaube ein Leben reicht dafür nicht aus …. 🙁
      Aber Frau muss ja nicht reisen, denn Helga informiert auch zu Hause *freu*
      Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch …. LG von Eva :))

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    2. katinka

      Da bin ich schon durchgewandert. Einmal von vorn und einmal von hinten und dann zu den Löwen in der Nähe ..mmm. Zurück bin ich wohl eher durch gewankt …aber nicht wegen Bier!

      An Lübeck kann ich mich eigentlich nur richtig erinnern, wegen dem fantastischen Sherry *, den man sich in einem kleinen versteckten Lädchen im Zentrum,in ein ausgesuchtes Fläschchen(gabs auch dort) abfüllen lassen konnte. Vorher habe ich mich natürlich durch die verschiedenen Sorten durchgekostet …. bevor ich dann wieder durchs Tor bin. Tzz, solche Urlaubserinnerungen
      :-))

      *oder heißt das wegen des? Sherries?

      Schönes sonniges Wochenende wünsch ich nach GAP
      lg katinka

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    3. Elke

      Lübeck – das ist auch noch so eine deutsche Stadt, die ich überhaupt nicht kenne und wo ich immer schon mal hin wollte. Aber ich reise wohl mehr im Ausland als in Deutschland selbst herum. Eine Schande ist das – gelobe Besserung 🙂
      Elke

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    4. Eveline

      Ich stell mir mal vor, wie Katinka durch das Tor wankt – wieso ist das auf der Münze nicht drauf??

      Das gehört da hin, da ist noch Platz!!

      😀

      Schönes Wochenende!!
      Huggels, Eveline

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    5. Kerstin

      Auch so ein vielfach geknipstes Objekt. Und auf einem der Millionen Fotos bin ich zu sehen *gg*
      Nebst Holstentor hat mich auch das Rathaus und der Platz davor begeistert. Schöne Stadt!
      Alles Liebe
      Kerstin

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