El Torcal

Für diesen Steinwurf und vor allem für das eigene Foto bedanke ich mich bei Claudia 8)

El Torcal
Foto ©Vodia
Indianer im El Torcal

El Torcal (Paraje Natural de El Torcal) ist ein 1.171 ha großes Naturschutzgebiet im spanischen Andalusien, ca. 14 km entfernt von der Provinzstadt Antequera (Provinz Málaga).

Mit seinen außergewöhnlichen Karstformationen gehört der Park zu den beeindruckendsten Landschaften Spaniens. Neben Touristen zieht er auch Geologen und Botaniker an.

Erstmalig ausgewiesen als „Naturschutzgebiet von nationalem Interesse“ wurde El Torcal 1929. Im Jahr 1978 wurde das Gebiet zum Naturpark erklärt, 1989 schließlich zur „Naturgegend“ (Paraje Natural).

Vor 100 Million Jahren war das Gebiet noch gänzlich vom Meer bedeckt. Durch Ablagerung von Sedimenten bildeten sich Schichten aus Kalkgestein. Eine allmähliche Anhebung der Erdkruste formte unter Beibehaltung der gestuften, waagerechten Schichten Hügel und Berge.

Die Einwirkung von Wind und Wetter gestaltete hieraus eine wildzerklüftete Felslandschaft mit fantastischen Steingebilden (Erosion). Die Ursache für die Entstehung dieser ungewöhnlichen Formationen liegt in der unterschiedliche Beschaffenheit der Schichten. Je nach Festigkeit wird mehr oder weniger Material abgetragen.

El Torcal ist ein Ausläufer der bogenförmig verlaufenden Sierra Subbética und liegt in einer Höhe zwischen 1100 und 1400 m. Zerklüftete Felsen und Schluchten wechseln in stets neuer Gestalt einander ab. Hohe Säulen aus Steinplatten unterschiedlicher Größe sehen aus, als wären sie künstlich aufeinander gestapelt worden. Ganz unvermittelt sieht man ausgespülte Becken in ebenen Felsplatten.

Aufgrund des kargen Bodens und einer Beweidung durch Schafe findet sich nur eine spärliche Bodenvegetation, die von Strauchwerk und einzelnen Bäumen durchsetzt ist. Besonders im Frühjahr leuchten und duften die blühenden Wiesen. Im Park wurden 116 Arten von Wirbeltieren gezählt. Hierzu gehören 1 Amphibium, 11 Reptilien, 82 Vögel und 22 Arten von Säugetieren. Besonders erwähnenswert ist eine Gruppe von Iberiensteinböcken. Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer Tiere, vor allem Insekten, welche die Lebensgrundlage der Wirbeltiere darstellen.

Die Fauna zählt mehr als 600 Arten von Pflanzen einschließlich 30 Arten von wilden Orchideen, von denen 6 exklusiv in El Torcal vorkommen. Es finden sich zahlreiche Blütenpflanzen wie der seltene Nabel der Venus (Umbilicus rupestris).

Als öffentlich zugängliches Naturschutzgebiet ist El Torcal für Wanderer und Naturliebhaber ein interessanter Anziehungspunkt. Er zählt jährlich über 100.000 Besucher. Von Antequera erreicht man ihn über die C 3310 in Richtung Villanueva de la Concepción und folgt den Hinweisschildern bis zum Parkplatz.

Auch führt der Bus von Antequera nach Villanueva de la Concepción an der Zufahrtstraße zum Park vorbei. Von Malaga ist die Anfahrt länger, da die Entfernung über die kurvige Landstraße C 3310 von dort etwa 40 km beträgt.

Am Parkplatz befindet sich ein Informationszentrum mit einem kleinen Museum, in dem Geologie, Flora und Fauna des Parks dargestellt werden.

Zwei Wanderwege, die mit verschiedenen farbigen Pfeilen auf Holzstöcken gekennzeichnet sind, führen durch den Park. Da man sich in dem bizarren Felslabyrinth leicht verirren kann wird geraten, den Wanderwegen zu folgen.

Die grüne Strecke ist die kürzeste und leichteste von 1,5 km Länge und dauert etwa eine Stunde hin und zurück und führt zum Talkessel (Torca de La Maceta).
Die gelbe Route ist 2.5 km lang und führt zu „Las Ventanillas“ in 1.200 m Höhe mit einem Panoramablick auf das Tal von Málaga. Da sich El Torcal deutlich über das umgebende Land erhebt hat man hier einen wunderbaren Rundumblick. Man sieht Villanueva de la Concepción und bei klarer Sicht die Berge von Malaga oder sogar das Mittelmeer.
Festes Schuhwerk und bei Hitze ein Wasservorrat werden empfohlen.

  • Quelle Text: Wikipedia
  • 3 Gedanken zu „El Torcal

    1. Claudia

      Vielen Dank für diese ausführlichen Recherchen!

      Wir sind den kurzen Weg gegangen.

      Du mußt aber mindestens die doppelte Zeit rechnen, denn man muß immer wieder stehen beiben, staunen, fotografieren 🙂

      Eine kleine Rast und ein Picknick inmitten dieser bizarren Welt stelle ich mir auch wunderbar vor.

      Liebe Grüße
      C.

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    2. Ingrid/ile

      Liebe Helga,
      das Foto ist beeindruckend und der Text unheimlich interessant.
      Wir waren noch nie in dieser Gegend, gewiss eine wunderbare Landschaft.
      Schön, dass Du uns solche Dinge nahe bringst.
      LG Ingrid

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    3. Eva

      ach es gibt so schöne Fleckchen Erde …. überall hin möcht …. ganz liebe Grüße aus dem anders schönen Franken von Eva :)))

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