Biermaße

Prost
Gläser & Krüge:
Je nach Gegend haben sich verschiedene Bezeichnungen für Glasgrößen zum Teil aus den alten Maßeinheiten erhalten:

Die „exotische“ Liste ist sehr lang, aber es lohnt sich!
Den Stein hat mir Engelbert zugeprostet – Dankeschön 😉

  • Badenser: 0,2 Liter; Heidelberg
  • Becher: 0,2 Liter; Düsseldorf
  • Becher, Stange, Tulpe: 0,3 Liter Lagerbier; Deutschsprachige Schweiz
  • Blechsemmel: 0,33 Liter (klein) 0,5 Liter (groß)in der Alu-Dose, Sachsen
  • Blech: 0,33 Liter (klein) 0,5 Liter (groß) in der Alu-Dose, Wien, Niederösterreich und Burgenland
  • Canette: 0,5 Liter im Glas; Westschweiz, insbesondere Freiburg (CH)
  • Chübel: 0,5 Liter; deutschsprachige Schweiz
  • Chübeli: 0,3 Liter; deutschsprachige Schweiz
  • Doppler: 2,0 Liter; Bayern und Österreich
  • Durchgezapftes: Schnell eingeschenktes Bier; etwa 0,2 l in einem 0,4-l-Glas, Hannover
  • Ein Meter: Eine einmeterlange Holzvorrichtung, in der mehrere 0,2 Liter Gläser stecken. Wird auch „ne Latte Bier“ genannt; Düsseldorf und Berlin
  • Flasche: Halbliter bzw. 58cl Flasche Lagerbier; Ostschweiz
  • Flöte: 0,2 Liter; Köln und Umgebung
  • Flûte: 0,2 Liter; Schweiz – Wallis
  • Gläsle: kleines Bier (Export) im Glas oder Krug mit 0,3 oder 0,25 Liter; Schwaben
  • Grenadier: 5 Liter; studentisches Maß; Österreich
  • Großes: 0,5 Liter; Österreich und Deutschschweiz; 0,4 oder 0,5 Liter in Deutschland
  • Halbe: 0,5 Liter im Bierkrug oder Glas; Bayern, Österreich und Schwaben; in einigen Gaststätten, insbesondere in der Münchner Region zunehmend auch 0,4 Liter im Bierkrug/Glas (= „Preissn-Hoibe“)
  • Halber: 0,4 bis 0,5 Liter im Bierseidel; Norddeutschland
  • Halber Liter: nie mehr als 0,4 (trotz des Namens!), Hannover
  • Half Pint: 0,284 Liter; Großbritannien, Irland (in den USA 0,227 Liter)
  • Henkel: 0,4 bis 0,5 Liter im Bierseidel; Berlin
  • Herrgöttli: 0,2 Liter; Deutschsprachige Schweiz
  • Hülse(-n): 0,5 Liter ; in der Dose (Deutschsprachige Schweiz, Österreich)
  • Humpen: 0,4 Liter (bis 2005: 0,33) (uLuxembrg)[0,5 Liter Pils im Saarland], auch 5 Liter (Österreich)
  • Humpä: 0,5 Liter im Glasbierkrug; Deutschsprachige Schweiz
  • Kanne: 1,85 Liter (studentische Maßeinheit)
  • Kattla: 0,4 Liter (Raum Coburg)
  • Karaffe: 2,0 Liter (studentische Maßeinheit) („Bis zu 8 Liter“)
  • Kleines: 0,2 bis 0,3 Liter; Deutschland, Österreich und Deutschschweiz
  • Knolle: 0,33 Literflasche; Norddeutschland
  • Kölner Stange: 0,2 Liter; Köln und Umgebung
  • Krug: 1 Liter; deutschsprachige Schweiz
  • Krügel: 0,5 Liter im Glas; Österreich (nicht Krügerl!)
  • Krügerl: In Ostösterreich gebräuchlich; = Krügel
  • Liesl: 2 Liter; studentisches Maß; Österreich
  • Löschzwerg: 0,2-0,25 Liter oder 0,33 Literflasche (ugs.)
  • Lütten: 0,2 bis 0,33 Liter; Schleswig-Holstein
  • Maß: 1 Liter; früher Schankmaß (s.u.), im Bierkrug oder Glas; Bayern, Franken, Österreich und Deutschschweiz
  • Mini: 0,3 Liter; in Luxemburg
  • Moggerla 0,33 Liter Export in einer kleinen breiten Flasche; Franken
  • Nößel: 0,5 Liter; Braunschweig
  • Pfiff: 0,2 Liter (ist nicht genormt, ähnlich wie Schnitt); Bayern und Österreich
  • Pint: 0,568 Liter; Großbritannien, Irland (in den USA 0,454 Liter)
  • Pitcher: 1,89 Liter im Krug; Großbritannien, Malta, USA
  • Quartl: 0,25 Liter im Bierkrug oder Glas; Bayern;
  • Rugeli: 0,3 Liter in einem bauchigen Glas mit Henkel; Basel u. Umgebung
  • Schankmaß: alt: 1,069 Liter
  • Schifferl: 15 Liter in einer Schale; Österreich
  • Schimmel: 0,5 – 2 Liter zur Verkostung in der Brauerei
  • Schimmala: 0,75 Liter; Franken
  • Schnitt: Schnell eingeschenktes (und damit zur Hälfte Bier und zur Hälfte Schaum) 0,3- bis 0,5-Liter-Glas oder -Steinkrug, vgl. Spruz; Bayern, Franken.
    Wird in Franken, insbesondere „auf dem Keller“, oft nur als letztes Bier vor dem Bezahlen ausgeschenkt, nachdem mindestens ein Seidla konsumiert wurde. Dann als „halbes Bier“ (0,25 Liter) berechnet, oft aber als 0,3 – 0,4 Liter eingeschenkt. In Südthüringen auch ein normalgezapftes Pils in 0,25 Liter Glas
  • Schoppen: 0,5 Liter im Glas; Pfalz, in Bayern 0,25 Liter im Glas
  • une schopp: 0,5 Liter im Glasbierkrug; Französischsprachige Schweiz
  • Seidl: 0,3 Liter im Glas; (Ost-)Österreich, in Westösterreich oft auch Seidel; in Bayern 0,5 Liter im Glas
  • Seidla: 0,5 Liter im Stein- oder Glaskrug; Franken
  • Spezli; 0,33 Liter in der Flasche; „Spezialbier“, Ostschweiz
  • Spruz: 0,3-0,4 Liter im Glas, vgl. auch Schnitt oder Pfiff
  • Stange: 0,3 Liter (oft auch nur 0,25 Liter) im Glas; Deutschsprachige Schweiz
  • Stein: 1 Liter; Rheinland-Pfalz
  • Stubbi: 0,33 Liter Flasche; in den Regionen um Bitburg, Kirn und dem Saarland
  • Stiefel/Doppelliter: 2,0 Liter; Saarland, Österreich, Schweiz, Niederbayern
  • Stößchen: 0,1 Liter; Köln und Umgebung
  • Stößchen: circa 0,15 Liter; Dortmund
  • Stübchen: Ein Stübchen selbst fasst ca. 3,6l, üblicherweise werden „viertel Stübchen“ zu 0,9 – 1 Liter ausgeschenkt; Braunschweig
  • Stüpper: 0,5 Liter in der Flasche; Sensebezirk (Schweiz)
  • Willy-Becher: 0.25 Liter; Südniedersachsen / 0.5 Liter; Franken
  • Yard of Ale: 3 Pint (1704 ml); ehem. brit. Empire, Irland; Traditionelles Maß der Stagecoach Kutscher, wird in einem speziellen Glas serviert.
  • Quelle: Wikipedia
  • 4 Gedanken zu „Biermaße

    1. Eveline

      Beim Herrn Lupo ist alles, was kleiner ist, als 1/2 Liter eine Ampulle und er fragt, ob’s das intravenös auch gibt 😉

      Na denn Prost 😀

      Schönen Sonntag 😉
      Huggels, Eveline

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    2. Elke

      Also jetzt habe ich mich ja doch ’ne ganze Weile gefragt, was dieser Beitrag mit „stein“ zu tun hat. Aber die alphabetische Liste hat das Raten dann erleichtert *lach*. Was es nicht alles gibt. Aber mit Bier kenn ich mich eh nicht aus.
      Lieben Gruß
      Elke

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    3. Helga

      …sowas kann doch nur einem Mann einfallen;)Subba!! Aber ich bin schon überrascht wieviele Biermaße es gibt. Na dann Proscht, wie man in de Palz sagt und viele Grüße
      Helga

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    4. Engelbert

      Ein Stein wird übrigens oft gar nicht selbst getrunken, sondern gespendet. Dann geht er von Mann zu Mann reihum am Tisch. Wenn jemand den Stein austrinkt, dann muss der, der ihm den Stein rübergerreicht hat, einen neuen bezahlen. So wird man(n) arm und voll *gg*.

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