Hypothekenstein

Stadtmauer von Methoni
Stadtmauer von Methoni am Peloponnes

Hypothek (griech.) = Unterpfand
Im alten Athen setzte der Gläubiger dem Schuldner einen Stein (Hypothekenstein), auf dem die Schuld verzeichnet war, auf den Acker.

Es herrscht allgemein die Vorstellung, die Griechen hätten ihre Bauten in Hausteinen aufgeführt, so wie man das an jedem Tempel sehen kann. Falsch! Die Privathäuser wurden erst ab Mitte des 4. Jahrhunderts (vor Chr.) nicht mehr nur in Lehm aufgeführt, wie sich überhaupt erst in dieser Zeit die Nobilitierung des Privathauses ergab. Vorher aber bestand schon aus wirtschaftlichen Gründen die Notwendigkeit, Häuser zu verpfänden, wie dies heutzutage durch eine Hypothek geschieht. Nun hatten die Griechen keine Grundbücher, also wurde in die Lehmwand des Hauses ein behauener Stein eingebaut, auf dem geschrieben wurde: Dieses Haus des Aristides haftet dem Hippias für 1500 Drachmen. Die Zeit brachte es mit sich, daß der Hypothekenstein im Lehm vom Lehm überdeckt wurde, das Darlehen war zurückgezahlt. Das Haus zerfiel, der Lehm zerfloß, nichts blieb mehr von ihm übrig als der Hypothekenstein.

Foto: helga-ingo.de

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6 Gedanken zu „Hypothekenstein

  1. Eveline

    Damit bekommt der Spruch „Ich werf dir mal einen Stein in den Garten“ eine ganz andere Bedeutung…

    Start gemächtlich in die Woche…
    Huggels, Eveline

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  2. Eva

    also die Frankfurter Pfanne war gut, hab mich wechgeschmissen vor Lachen …. und Deine überauswertvollenhochinteressantenmegatollen Beiträge les ich morgen, denn ich bin einfach zu müd dazu …. ein gutes Nächtle wünscht Dir Eva 🙂

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  3. Ocean

    Hallo liebe Helga 🙂

    das Bild ist einfach schön … dort jetzt langgehen, im Sommer natürlich .. wär nicht schlecht 😉

    ansonsten macht einem das die Vergänglichkeit aller Dinge bewußt .. alles vergeht und zerfällt irgendwann.

    Dass die Steine lange, sehr lange überdauern – das mag ich so an ihnen 🙂

    dir ganz liebe sonnige Grüße 🙂

    Ocean

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  4. Eva

    so …. jetzt hab ich nachgelesen …. klasse der Hypothekenstein …. sonnigbitterkalte Frankengrüße von Eva 🙂

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  5. Elke

    Das ist ja hochinteressant. Ich habe mir noch nie Gedanken über den Ursprung des Wortes Hypothek gemacht. Dass es einen griechischen Ursprung haben musste, ist klar, aber mehr wusste ich darüber nicht. Und das Bild ist sowie toll. Da wäre ich jetzt gerne 🙂
    @Luposine: dein gedanklicher Seitensprung ist auch genial *lach*
    Lieben Gruß
    Elke

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