Charlotte von Stein

Mein Dank geht an Ulla für diesen Stein:

  Charlotte Albertine Ernestine von Stein     

(* 25. Dezember 1742 in Eisenach; † 6. Januar 1827 in Weimar) war eine Hofdame der Herzogin Amalia und Freundin von Herzogin Luise von Hessen-Darmstadt, zudem enge Freundin von Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Herders Familie und Friedrich Schiller, deren Werke und Leben stark durch sie beeinflusst wurde.Sie war die jüngere Schwester von Ernst Carl Constantin von Schardt.

Charlotte Albertine Ernestine von Stein, durch ihre Beziehung zu Goethe in die deutsche Literaturgeschichte eingegangen, war die Tochter des Hofmarschalls von Schardt in Weimar. Sie vermählte sich als Hofdame der Herzogin Anna Amalia am 8. Mai 1764 mit dem herzoglichen Stallmeister von Sachsen-Weimar, Gottlob Ernst Josias Friedrich von Stein (* 1735; † 28. Dezember 1793 in Großkochberg). Eine schwärmerische Verehrerin von Goethe, lernte sie diesen im November 1775 zuerst persönlich kennen und wurde, wiewohl fast sieben Jahre älter als er und bereits Mutter von sieben Kindern, von ihm bald glühend geliebt. Die Innigkeit des eigentümlichen Verhältnisses, das auf Goethes Leben und Dichten von großem Einfluss war, litt später unter Charlottens wachsenden Ansprüchen und endete nach Goethes Rückkehr aus Italien (1788) mit einem gewaltsamen Bruch, welcher sich in einer 1794 von Charlotte gedichteten Tragödie Dido (hrsg. von Otto Volger, Leipzig 1867) in peinlicher Weise kundgab. Dazu mag auch Goethes Beziehung zu Christiane Vulpius das ihre beigetragen haben. Erst nach vielen Jahren gestaltete sich zwischen beiden wieder ein gewisses Freundschaftsverhältnis, das bis zum Tode der Frau von Stein, die bereits 1793 Witwe geworden war, andauerte. Auch im Briefwechsel Goethes mit seiner Frau lässt sich das ablesen. Die Goethes hatten öfters ihr Kind August von Goethe zu ihr geschickt um es zu unterrichten und zu erziehen wie auch zum Spielen.

Charlottens schönstes Ehrendenkmal bleiben Goethes Briefe an Frau von Stein aus den Jahren 1776-1820 (hrsg. von A. Schöll, Weimar 1848-51, 3 Bde.; 2. vervollständigte Ausg. von Fielitz, Frankf. a. M. 1883-85, worin auch Dido abgedruckt ist). Eine wertvolle Ergänzung haben dieselben erhalten durch die von Goethe aus Italien an sie gerichteten, aber von ihm für die Ausarbeitung seiner Italienischen Reise zurückerbetenen Briefe, die, vorher im Goetheschen Hausarchiv zu Weimar aufbewahrt, durch die Goethe-Gesellschaft (Weimar 1886) veröffentlicht wurden. Ihre eigenen Briefe an Goethe hatte Frau von Stein sich zurückgeben lassen und kurz vor ihrem Tod verbrannt. Zahlreiche Briefe sind in dem Werk Charlotte von Schiller und ihre Freunde (Bd. 2, Stuttgart 1862), enthalten.

  • Quelle: Wikipedia

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