Steinrose

Beim Almrausch handelt es sich nicht um einen Zustand nach Besuch einer Almwirtschaft.

Wikipedia kann es erklären:


Foto aus Wikipedia, Urheber: BerndH

Die Bewimperte Alpenrose (Rhododendron hirsutum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Rhododendron und gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Die bekannte Alpenpflanze wird auch als Almrausch oder Steinrose bezeichnet.

Der wissenschaftliche Gattungsname leitet sich vom griechischen „rhodon“ = Rose und „dendron“ = Baum ab. Das Epitheton leitet sich vom lateinischen „hirsutum“ = zottig ab und verweist auf die behaarten Blätter.

Der immergrüne Strauch mit stark buschigem Wuchs erreicht Wuchshöhen von 20 bis 100. Die kräftigen Äste und Zweige sind dicht verzweigt. Junge Triebe sind zerstreut behaart und nur wenig beschuppt.

Die kurz gestielten und wechselständig angeordneten Blätter werden zwischen einem und drei Zentimeter lang, sowie bis 1,5 Zentimeter breit. Ihre Form ist meist schmal-elliptische bis schmal-verkehrteiförmig. Der Blattrand ist fein gekerbt bis ganzrandig. Der Blattrand ist ist deutlich bewimpert, wobei die waagrecht abstehenden Wimperhaar etwa ein bis drei Millimeter lang werden und ziemlich steif sind. Die Blätter sind auf beiden Seiten grün und drüsig punktiert. Die Drüsen sind anfangs geblich, später bräunlich. Die Oberseite ist glänzend hellgrün und kahl.

Die zwittrigen etwa 1,5 Zentimer lang gestielten Blüten stehen an den Zweigenden in kopfig gedrängten Trauben. Die Krone ist glockig-trichterförmig und leuchtend hellrot. Sie wird bis 1,5 Zentimeter lang und ebenso breit. Sie ist außen mit Drüsenschuppen versehen und innen behaart. Die zehn Staubblätter sind ungleich lang und am Grund behaart.

Die Blütezeit ist von Mai bis Juli (selten bis Oktober).

Die ab August reifenden Kapselfrüchte sind ovale und holzige. Sie springen von der Spitze her mit fünf Klappen auf und geben zahlreiche sehr kleine, hellbraune Samen frei.

Die Bewimperte Alpenrose ist ostalpisch verbreitet mit einem Schwerpunkt in den Nördlichen und Südlichen Kalkalpen. In den Gebirgsketten der Zentralalpen nur stellenweise (zerstreut).

Als Standort werden in erster Linie kalkreiche Krummholzgebübsche und Zwergsrauchheiden bevorzugt. Weiters auch Kalkschutt, Geröll und steinige Hänge sowie auch lichte Föhren- und Latschenwäldern anzutreffen. Die Alpenrose gedeiht in Höhenlagen zwischen 600 und 2.500 m ü. NN. In tiefen Lagen vor allen in feuchten Schluchten (dealpines Vorkommen).

Außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes wird diese Art angepflanzt ist aber kaum eingebürgert.

Im Unterschied zur Rostblättrigen Alpenrose wächst diese Art nur auf Kalk und unterscheidet sich durch die Blattwimpern sowie die grüne Blattunterseite. Die beiden Arten sind vikariierend.

Die Hybride Rhododendron × intermedium (Rh. hirsutum × Rh. ferrugineum) steht morphologisch als auch ökologisch zwischen den Eltern. Sie tritt vor allem bei benachtbarten Beständen der Elternteile häufig auf und bildet meist dauerhafte Bestände. Vor allem auf Böden mit intermediären PH-Wert.

Die Bewimperte Alpenrose ist eine Kennart des Erico-Rhododendretum (Schneeheide-Alpenrosen-Gebüsch).

Obwohl eine Alpenpflanze, benötigt sie im Winter eine geschlossene Schneedecke da sie frostempfindlich ist. Die Spaltöffnungen der Blätter bewegen sich bereits bei Winden von 1m/s und schließen sich selbst bei guter Wasserversorgung bei Windgeschwindigkeiten von über 1,5m/s ganz. Der Jahresgang der Frosthärte erfolgt, wie bei den Nadelbäumen über die Anpassung der osmotischen Werte. Unter eine mit Wasserdampf gesättigten Schneedecke kann die Pflanze überleben. An ausgeaperten Stellen erfriert die Bewimperte Alpenrose.

Als Bestäuber fungieren langrüsslige Hummeln. Auch eine Selbstbestäubung ist möglich.

Wie viele andere Rhododendron-Arten ist Almrausch durch Andromedotoxin (Acetylandromedol) stark giftig. Besonders gefährdet sind Wiederkäuer die mangels winterlicher Futterauswahl Pflanzen zu sich nehmen.

Quelle Text: Wikipedia

2 Gedanken zu „Steinrose

  1. Quizzy

    Anscheinend hat der Kandidat von WWM, den Almrausch mit dem Alpenglühen verwechselt hat, noch nie bei dir im Blog gelesen … 😉
    Liebe Grüße
    Renate

    Antworten

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